8 Anzeichen für emotionale Reife

· 10. Dezember 2015

„Ernsthaftigkeit ist kein Merkmal von Reife. Reife bedeutet, das Leben genießen zu wissen, aber ernsthaft zu sein, wenn es das Leben von uns verlangt.“

An jedem Geburtstag eine Kerze mehr auf dem Geburtstagskuchen zu platzieren heißt nicht gleichzeitig, dass wir mit jedem neuen Lebensjahr reifer werden. Und auch nicht, dass wir die emotionale Reife erlangt haben oder nun wissen, wie wir mit verschiedenen Lebenssituationen, die uns das Gleichgewicht verlieren lassen, umzugehen haben.

Die meisten von uns neigen dazu, sich eher für begangene Fehler zu bestrafen, bevor sie sich zu dem beglückwünschen, was sie erreicht haben. Wir sind mit uns selbst sehr streng (strenger als mit jeder anderen Person) und konzentrieren uns im Leben auf unsere Niederlagen und nicht auf unsere Erfolge.

Dafür ist vielleicht die Gesellschaft und die Zeit, in der wir leben, verantwortlich. Wir verlieren unsere Motivation extrem schnell, wenn etwas nicht wie erwartet funktioniert.

Wir wissen nicht zu schätzen, was wir alles gut gemacht haben. Uns fehlt die nötige Geduld, um weiterzumachen, und wir schenken kleinen Veränderungen keinerlei Aufmerksamkeit.

Doch hin und wieder lohnt es sich, wenn wir uns in unserem hektischen Alltag Zeit nehmen, um mal eine Liste zu machen, auf der wir all unsere Erfolge notieren. Und das machen wir nicht, weil wir arrogant sind, sondern um uns bewusst vor Augen zu führen, dass wir emotional gereift sind.

Anzeichen für die emotionale Reife

Die folgenden Anzeichen zeigen dir, dass du auf deinen Geburtstagskuchen der emotionalen Reife nun ein paar Kerzen mehr stellen kannst:

Du kannst schlechte Erfahrungen ruhen lassen: Es ist sehr wichtig, dass wir lernen, schmerzliche Erfahrungen aus der Vergangenheit hinter uns zu lassen. Denn erst dann können wir die Zukunft begrüßen und uns von der Vergangenheit verabschieden. Diese Fähigkeit ist der Schlüssel auf dem Weg zum Erfolg – ganz gleich, ob auf privater oder beruflicher Ebene. Wenn wir auf diesem Weg toxische Personen erkennen und sie aus unserem Leben verbannen, dann sind wir schon ein ganzes Stück weiter gekommen.

Du hast aus Fehlern gelernt: Wer sagt, dass wir unter unseren Fehler ewig leiden müssen? Fehler und Misserfolge sind unsere Lehrer im Leben. Es ist ungesund, immer den absoluten Perfektionismus anzustreben. Es ist gut, sich auch mal zu irren und zu wissen, welche Sachen wir falsch gemacht haben, um diese Fehler nicht zu wiederholen.
Diese Einstellung verändert unsere Sichtweise komplett und hilft uns, unsere Vorhaben erfolgreicher und frohsinniger in die Tat umzusetzen.

Aber wieso ist das so? Ganz einfach, weil wir aus Erfahrungen lernen.

Du vermeidest Beschwerden: Sich weniger zu beschweren ist zweifellos eines der wichtigsten Anzeichen für emotionale Reife. Menschen, die sich den ganzen Tag unentwegt über dies und das beschweren, erreichen so nur, dass ihre negative Lebenseinstellung und ihr Pessimismus ihren Mitmenschen gegenüber reift. Weniger Beschwerden bedeutet mehr Leben und mehr Reife. Wenn du eher handelst, deine Probleme angehst und dich weniger beschwerst, dann reifst du emotional.

Emotionale Reife

Du kannst dich für andere freuen: Sich am Erfolg anderer erfreuen zu können ist ein Synonym für emotionale Reife. Ein Merkmal hierfür ist, dass beim Erfolg unserer Mitmenschen in uns kein Neid aufsteigt und wir verstehen, wie sehr sie sich dafür angestrengt haben. So sind wir dazu in der Lage, die Bemühungen des anderen anzuerkennen.

Du hast weniger Konfliktbeziehungen: Das soll nicht heißen, dass alles immer „Friede, Freude, Eierkuchen“ ist. Aber damit ist gemeint, dass wir uns so wenig wie möglich streiten und uns mit anderen auseinander setzen sollten. Die Zeit ist schon lange vorbei, in der wir unserem Umfeld immer ein klein bisschen voraus sein wollten – und das auch noch „koste es, was es wolle“. Du hast gelernt, dich in die Lage des Anderen hineinzuversetzen, einen Kompromiss zu finden anstatt dich stundenlang zu streiten, weißt, dass Streitereien ein schlechter Zeitvertreib sind und dass es besser ist, gemeinsam eine Lösung zu suchen. Du hast außerdem begriffen, dass die Ruhe vor dem Recht kommen sollte.

Du kannst Hilfe annehmen: In der Vergangenheit – vor deiner emotionalen Reife – dachtest du noch, dass es ein Zeichen von Schwäche sei, um Hilfe zu bitten, und du wolltest sie nicht annehmen.
Doch du hast im Laufe der Zeit gelernt, dass dies z.B. ein Zeichen von Vertrauen in deine Mitmenschen ist. Keiner kann alles allein bewerkstelligen. Es ist nur gut, sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht, und zu erkennen, dass man etwas nicht weiß oder nicht allein schaffen kann.

Du weißt, was du willst: Die Unsicherheit der Zukunft ist nicht die Regel, sondern die Ausnahme. Du bist dir darüber bewusst, was du in deinem Leben erreichen willst und du weißt auch ganz genau, wann das sein soll. Wenn du selbstsicherer bist, kannst du dein Schicksal beeinflussen und weißt mit großer Sicherheit, was dich morgen erwartet.

Du legst keinen Wert auf das, was andere über dich sagen: Früher hast du dir oft den Kopf darüber zerbrochen, was andere wohl über dich denken, aber das ist nun Vergangenheit. Dir sind nur noch die Meinungen der Personen wichtig, die du am meisten liebst und die dich glücklich sehen möchten – in anderen Worten: die „konstruktive Kritik“ deines Umfelds. Denn von toxischen Personen hast du dich schon lange verabschiedet.