7 Zitate, die das Unbewusste beschreiben

· 8. Januar 2019

Das Unbewusste ist ein Begriff, den fast jeder mal in den Mund nimmt. Aber die meisten von uns wissen nicht genau, was er bedeutet. Wir sind uns auch seiner Bedeutung nicht immer bewusst. Aus diesem Grund lohnt es sich, einige Zitate über das Unbewusste näher anzusehen. Sie sollen uns Aufschluss über den Begriff geben.

Umgangssprachlich bezeichnen wir Dinge als unbewusst, die wir nicht bewusst ausführen. In der Psychoanalyse geht das Konzept des Unbewussten jedoch noch viel weiter. Es ist als eine psychologische Struktur definiert, die Inhalte enthält, die vom Bewusstsein verdrängt wurden. Diese verdrängten Inhalte bestimmen unser Verhalten. Das Unbewusste ist diese Zwischenwelt, die sich uns in Träumen, Fehltritte oder Freudschen Versprechern offenbart.

„Bis wir uns das Unbewusste bewusst machen, wird es unser Leben lenken und wir werden es Schicksal nennen.“

Carl Gustav Jung

Dieses Konzept brach mit Descartes‘ Rationalismus. Obwohl wir immer noch nicht wissen, wie weit der Einfluss des Unbewussten geht, ist es trotzdem ein wichtiges Konzept. Es folgen daher einige Zitate über das Unbewusste, die ruhig bewusst reflektiert werden dürfen.

1. Eines der symbolischsten Zitate, das das Unbewusste beschreibt

Wenn wir über das Unbewusste sprechen, können wir Sigmund Freud einfach nicht außen vorlassen. Der Vater der Psychoanalyse erforschte das Unbewusste und die meisten Zitate über das Unbewusste gehen auf ihn zurück. Dies ist eines der symbolischsten: „Die Traumdeutung aber ist die Via regia zur Kenntnis des Unbewussten im Seelenleben.“

Ein Bild, das eine surreale Traumlandschaft mit einem Schiff und Pfau zeigt

Vor der Veröffentlichung von Freuds Theorie hielten die meisten Wissenschaftler es für Zeitverschwendung, die Elemente des Unbewussten, einschließlich der Träume, zu studieren. Freud dagegen hielt Träume für sehr wichtig. Er fand heraus, dass es sich bei Träumen um versteckte Botschaften handelte, die, sobald sie interpretiert wurden, direkten Zugang zum Unbewussten lieferten.

2. Das Unbewusste und Schicksal

Obwohl sich Freud und Jung von der klassischen Psychoanalyse distanzierten, blieb Jung seinen zentralen Ideen treu. Das können wir an der folgenden Aussage festmachen: „Erleuchtung findet nicht, wer sich Lichtfiguren vorstellt, sondern wer sich die Dunkelheit bewusst macht.“

Freud erklärte, dass „das Unbewusste Schicksal ist“.  Im Wesentlichen bedeutet dies, dass unbewusste Aktivitäten die Mehrheit unserer Handlungen bestimmen. Wir organisieren unser Leben so, dass es den Anweisungen des Unbewussten gehorcht.

3. Wiederholung

Das Unbewusste manifestiert sich in der Wiederholung von Erfahrungen. Das ist es, was wir üblicherweise als „über dieselben Steine stolpern“ bezeichnen. Wenn dies geschieht, haben wir es mit der Entschlossenheit des Unbewussten zu tun.

Das folgende Zitat von Gabriel Rolón beschreibt die Natur dieses Mechanismus: „Alle Dinge, die in unserem Leben passieren, sind an das Unbewusste gebunden. Dies liegt daran, dass es vor allem die Matrix unserer Wiederholungen ist, seien diese gesund oder nicht.“

Das Gesicht einer Frau, das sich in einer Wolke spiegelt und von Sternen beleuchtet wird

4. Liebe und das Unbewusste

Dies Zitat über das Unbewusste ist von Erich Fromm. Es beschreibt einen der Mechanismen, der die Angst vor dem Lieben auslöst: „Während wir bewusst Angst haben, nicht geliebt zu werden, besteht die wahre Angst, obwohl sie oft unbewusst ist, darin, tatsächlich zu lieben.“

Dieses Zitat demonstriert die Dynamik zwischen dem Bewussten und dem Unbewussten. Während wir glauben, dass wir Angst hätten, nicht von einem anderen geliebt zu werden, ist die Wahrheit, dass wir tatsächlich vor dem Lieben Angst haben. Unsere Angst geht dabei auf ein Gefühl zurück, das unsere Zerbrechlichkeit offenbart.

5. Sprache und das Unbewusste

In diesem Zitat wird das Unbewusste in Bezug auf Kommunikation definiert: „Fast unser ganzer Geist ist unbewusst. Wir müssen lernen, mit diesem mysteriösen Teil unseres Geistes zu kommunizieren. Dieser hat seine eigene Sprache und Symbole helfen uns, ihn zu entschlüsseln.“

Dieses Zitat von Elsa Punset bezieht sich auf die Idee, dass die Sprache des Unbewussten codiert sei. Dieses Zitat macht auch deutlich, wie wichtig es ist, eine Verbindung zu dieser Realität herzustellen, die uns so viel offenbaren kann.

6. Die Gesellschaft lügt

John Grinder sagte dazu: „Wir leben in einer Kultur, die glaubt, dass das meiste, was wir tun, bewusst getan würde. Aber das meiste von dem, was wir tun und was wir gut machen, geschieht unbewusst.“

Die Gesellschaft sagt uns, wir sollten die Dinge unter Kontrolle haben und alles rationalisieren. Tief im Inneren wissen wir jedoch nicht, warum wir tun, was wir tun. Dies liegt einfach daran, dass unser Handeln vom Unbewussten bestimmt wird.

7. Sinn für Humor

Dieses Zitat von Facundo Cabral beschreibt das Unbewusste auf eine kuriose Art und Weise. „Sag nicht einmal im Scherz, du könntest das nicht, weil das Unbewusste keinen Sinn für Humor hat. Es wird das ernst nehmen und es wird dich jedes Mal daran erinnern, wenn du es versuchst!“

Buben, die Puppen dirigieren

Obwohl dieses Zitat lustig gemeint ist, ist durchaus ernst, was Cabral sagte. Er beschrieb in dieser Phrase eine klassische Idee in der Theorie des Unbewussten, nämlich die von unbewussten Befehlen, die uns dazu bringen, auf eine bestimmte Weise zu handeln.

Das Unbewusste ist rätselhaft. Die Dinge, die wir tun, werden sowohl von unserem Bewusstsein als auch von unserem Unbewussten bestimmt. Ein tieferes Eintauchen in das Unbewusste ist ein faszinierendes Abenteuer. Es hilft uns auch, besser zu verstehen, wer wir wirklich sind.