7 Schlüssel, um laut dem Zen-Buddhismus unsere Energie erhalten zu können

· 31. Januar 2019

Wir bezeichnen jene Lebenskraft als „Energie“, die sowohl von einer körperlichen Reserve als auch von einem emotionalen Zustand abhängig ist. Unsere Energie in der Welt, in der wir leben, aufrechtzuerhalten, ist dabei nicht gerade einfach. Es gibt unzählige Faktoren, die diese Energie umlenken können, wie zum Beispiel Stress oder alltägliche Probleme.

Darum treten sehr häufig Zustände der Müdigkeit auf. Wir beenden jeden Tag mit dem Gefühl, ein Gewicht von einer Tonne auf einer Distanz von über einem Kilometer transportiert zu haben. Das Einzige, was wir dann noch wollen, ist nichts zu tun, um die Energie aufzusparen, die uns noch geblieben ist. Und es ist nicht einmal so, dass wir tagsüber große Taten vollbringen müssten. Oft reicht unsere Routine schon aus, um uns zu erschöpfen.

Doch warum passiert das? Vielleicht gibt es Faktoren, die uns daran hindern, unsere Energie aufrechtzuerhalten und dies führt schließlich dazu, dass wir Zeit und Energie für Probleme verschwenden, die ganz einfach gelöst werden könnten. Zum Glück gibt es Schlüssel, um dies zu verhindern. Wir stellen sieben von ihnen vor.

„Wir alle wissen, dass es zwei Arten von Energie gibt: die ansteckende und die absorbierende.“

Esteban Navarro

1. Keine Schulden haben

Seine Schulden nicht rechtzeitig zu begleichen, quält wohl alle Betroffenen. Es ist nicht nur das Gefühl, eine ausstehende Zahlung leisten zu müssen, das belastet, sondern auch die psychologische Wahrnehmung dessen, schuldig zu sein oder etwas Falsches zu tun.

Um die Energie auf einem angemessenen Niveau zu halten, sollte man es generell vermeiden, überhaupt erst Schulden zu machen. Wenn dies jedoch unmöglich ist, sollte es eine klare Priorität sein, diese so schnell wie möglich zu begleichen. Wenn uns dies im materiellen Sinne nicht möglich ist, kann man es in vielen Fällen auch auf andere, emotionale Art und Weise tun.

Glas voll mit Geld

2. Versprechen einhalten

Versprechen haben eine ähnliche Wirkung wie Schulden, auch wenn sie oft nicht keine Eile mit sich bringen. Bevor wir uns dazu verpflichten, etwas zu tun, müssen wir gut darüber nachdenken, ob wir es überhaupt schaffen oder nicht. Etwas zu versprechen und es dann nicht zu erfüllen, erzeugt eine enorme psychologische Belastung.

Darüber hinaus erzeugen unerfüllte Versprechen Unbehagen bei anderen Menschen. Unnötige Konflikte, die uns daran hindern, unsere Energie aufzusparen und sinnvoll zu nutzen. Entweder erfüllen wir das, was wir versprochen haben, oder wir geben zu, dass es für uns unmöglich ist und verhandeln eine Entschädigung.

3. Sich entspannen

Wir müssen uns immer wieder an die Bedeutung der Ruhe erinnern. Sie scheint offensichtlich zu sein, doch es ist alarmierend, zu sehen, wie unzählige Menschen sie zu vergessen drohen. Sie fühlen sich schier dazu verurteilt, ohne Pause immer weiterzumachen, egal, was sie tun.

Sich zu entspannen ist deshalb ein Mittel, um die Energie erhalten zu können. Wir müssen unsere Ruhezeiten voll ausschöpfen und diese genießen. Das ist die Basis unseres körperlichen, emotionalen und kognitiven Wohlbefindens. Wenn wir uns nicht richtig ausruhen, können wir einfach nicht richtig funktionieren.

Frau in Grün gekleidet

4. Organisation

Wir nehmen uns nicht immer die benötigte Zeit, um unsere Aktivitäten zu überdenken und zu bewerten, ob wir sie auf die effektivste Art und Weise durchführen. Sehr oft geschehen die Dinge einfach und wir nehmen sie an, wie sie kommen.

Wir haben immer mehr Möglichkeiten, um uns besser zu organisieren. Es ist alles nur eine Frage der Zeit und Mühe, die wir aufwenden, um unsere Ideen zu sortieren. Ebenso um zu versuchen, Methoden und Mechanismen zu finden, die funktionaler sind. Es ist gut, dies regelmäßig zu tun, um das Beste aus jeder Situation zu machen.

5. Sich um die Gesundheit kümmern

Um unsere Energie auf einem ausgeglichenen Niveau zu halten, müssen wir unbedingt auf unsere Gesundheit achten. Dies beinhaltet gesunde Gewohnheiten und eine aufmerksame und ruhige Überwachung aller gesundheitlichen Probleme, die auf uns zukommen.

Gesunde Gewohnheiten haben mit Ernährung, Bewegung und Ruhe zu tun. Diese drei Bereiche sind besonders wichtig für ein gesundes Leben. Ebenso sollte man regelmäßige Untersuchungen durchführen lassen, insbesondere wenn neue Symptome auftreten oder wenn man sich unwohl fühlt. Wir sollten nicht beunruhigt sein, sondern uns an das halten, worauf uns der Arzt hinweist, wenn wir krank sind.

Gesundes Essen

6. Schwierige Situationen nicht vermeiden

Versuche, Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen, statt sich ihnen zu stellen, führen nur dazu, dass diese sich vergrößern und es immer schwerer wird, mit ihnen umzugehen und eine Lösung zu finden. Wir können unsere Augen vor den Problemen verschließen, aber sie werden immer wieder zurückkommen – entweder in Form von Angstzuständen oder aufgrund der konkreten Folgen, die sie erzeugen.

Wenn wir uns dessen bewusst sind, dass es ein ernstes Problem in unserem Leben gibt, kann eine große Besorgnis entstehen. Diese Unruhe löst sich aber nicht von heute auf morgen auf und wird nicht von allein verschwinden. Sie bleibt bestehen, schwebt über unserem Leben und stiehlt uns mehr Energie, als wir jemals vermuten würden. Je schneller wir uns also um ein Problem kümmern, desto mehr Möglichkeiten oder Alternativen werden wir haben, um dieses zu lösen.

7. Akzeptieren und vergeben

Nur wenige Einstellungen berauben uns mehr Energie, als jene, uns der Realität zu widersetzen. Diese entspricht fast nie unseren Wünschen und darum ist es absurd, in einer Position der Ablehnung oder teilweisen Ignoranz zu verharren. Wenn wir daran interessiert sind, sie zu transformieren, müssen wir zunächst die Art und Weise akzeptieren, in der sie sich uns jetzt präsentiert.

Zu vergeben ist ein Teil dieser Akzeptanz. Wenn wir uns unsere eigenen Fehler vergeben wollen, müssen wir uns eingestehen, dass wir Menschen sind, dass wir Fehler machen und dass dies unseren Wert nicht beeinträchtigt. Anderen zu vergeben, bedeutet, zu akzeptieren, dass auch sie Misserfolge erleiden – diese sind jedoch auch in ihrem Fall nur ein Teil der Realität.

Für Zen-Buddhisten ist Energie ein absolutes Gut, das unbedingt geschützt und erhalten werden muss. All diese Empfehlungen zur Aufrechterhaltung der Energie sind als ein Leitfaden zu verstehen, der denjenigen, die ihm folgen, mit Sicherheit viele Vorteile in ihrem Leben bringen wird.

  • Calle, R. (1999). Ante la ansiedad: una propuesta para mantener la serenidad y evitar el estrés (No. 616.89 C132a Ej. 1 011205).