7 Mikroexpressionen, die dir weiterhelfen

· 24. März 2016

Mikroexpressionen sind sehr kleine, unbewusste Gesichtsveränderungen, die unsere Gefühle zum Ausdruck bringen. Diese Veränderungen ermöglichen es uns, wahrzunehmen, was unser Gegenüber fühlt, denn sie sind angeboren und universell. Zu lernen, wie man diese Veränderungen identifizieren kann, wird es leichter machen, zwischenmenschliche Beziehungen zu haben und die Gefühle und Bedürfnisse unseres Partners, unserer Freunde, unserer Familie zu deuten.

Darüber hinaus können wir, indem wir unsere Körpersprache anpassen, in uns bestimmte Emotionen hervorrufen. Anders gesagt: Wir besitzen die erstaunliche Fähigkeit, durch unseren Gesichtsausdruck Gefühle zu erzeugen.

Wie viele Gesichtsausdrücke gibt es?

Bis heute wurden bereits 10.000 verschiedene Gesichtsausdrücke katalogisiert. Dabei hat man herausgefunden, dass es im Grunde sieben grundlegende Mikroexpressionen gibt. Dabei handelt es sich um subtile, universelle Gesten, die es uns erlauben, Gefühle aus der Mimik anderer Personen herauszulesen und diese sieben Mikroexpressionen bilden gleichzeitig auch die Grundlage für alle anderen Gesichtsausdrücke.

Zorn

Die Mikroexpression Zorn zeigt sich hauptsächlich im oberen Teil unseres Gesichts – unsere Augenbrauen senken und verengen sich zu einem finsteren Blick. Dabei verschmälert sich oft der Mund und wird angespannt, unsere Lippen öffnen sich leicht und unsere Zähne werden aufeinander gedrückt.

Eine typische Ausdrucksweise von Zorn ist auch, dass das Kinn herausfordernd nach vorn bewegt wird.

Angst

Diese Mikroexpression drückt sich in angespannten Brauen und weit aufgerissenen Augen aus. Diese Haltung erlaubt uns, ein größtmögliches Sichtfeld zu erlangen und die erwartete Gefahr schnell zu erkennen.

Die untere Gesichtspartie und der Kiefer sind entspannt. Dieses instinktive Verhalten ermöglicht es uns, zu schreien und Sauerstoff aufzunehmen.

Glück

Glück wird durch Blinzeln und durch Lachfalten im äußeren Teil des Gesichts bzw. unterhalb der Augenlider deutlich. Ein Hinweis: Wenn jemand nur vorgibt, glücklich zu sein, dann entstehen diese Falten nicht. Außerdem stellt sich dabei das eigene charakteristische Lächeln nicht ein, das umso breiter wird, je glücklicher wir sind, bis wir sogar unsere Zähne zeigen.

Verachtung

Bei dieser Expression kann die obere Gesichtshälfte unterschiedliche Formen annehmen. Der Schlüssel, um diese Emotion richtig identifizieren zu können, ist deshalb die untere Gesichtshälfte. Dort stellt sich dann ein bestimmter Gesichtsausdruck ein, bei dem die Mundwinkel sich heben und so ein halbes Lächeln formen.

Eine Studie zum Thema Mikroexpressionen von John Gottman hat gezeigt, dass es möglich ist, herauszufinden, ob eine Ehe in einer Scheidung enden wird, wenn sich dieser Gesichtsausdruck der Verachtung häufig bei beiden Partnern finden lässt.

Überraschung

Dieses Gefühl drückt sich in gehobenen, gewölbten Augenbrauen und weit geöffneten Augen aus. Die untere Gesichtshälfte, der Kiefer, ist entspannt und der Mund geöffnet.

Trauer

Diese Mikroexpression lässt sich am schwersten künstlich herstellen. Dabei zeigen wir gesenkte Augenbrauen, die sich in der Mitte leicht annähern. Der Mund ist dabei oftmals nach unten gewölbt.

Ekel

Diese Mikroexpression lässt sich am leichtesten identifizieren, denn sie spielt sich gänzlich im Bereich des Mundes und der Nase ab. Die Nase kräuselt sich und die Lippen bewegen sich nach oben. Oft werden dabei die oberen Zähne sichtbar. Dieser Gesichtsausdruck spielt auch eine Rolle, wenn es um unsere persönlichen Beziehungen geht. Er wird sichtbar, wenn wir Missbilligung empfinden oder wenn wir von jemandem angewidert sind.

Glaubst du, dass du die sieben verschiedenen Mikroexpressionen erkennen kannst? Übe dich darin – am besten mit den Menschen in deinem näheren Umfeld, denen du vertrauen kannst.