5 Tipps, die helfen, unsere Willenskraft zu entwickeln

· 23. März 2019

In vielen Fällen ist unser Wille der geteilte Ausdruck unserer bewussten und unbewussten Wünsche. Manchmal allerdings unterscheiden sich bewusste und unbewusste Bedürfnisse – dann sagen wir das eine und tun doch etwas anderes. Wir kämpfen mit unserem Willen, wenn wir nicht wissen, worauf wir uns fokussieren sollen, denn um unsere Willenskraft entwickeln und unser Potenzial ausschöpfen zu können, müssen wir uns zunächst klare Ziele setzen.

Einer der beunruhigendsten Aspekte des Menschen ist, dass wir oft das tun, was wir wollen, auch wenn wir es nicht bewusst wahrnehmen. Wann immer wir sagen „Ich kann“  oder „Ich kann nicht“,  bedeutet das in Wirklichkeit „Ich möchte“ oder „Ich möchte nicht“ Daher ist das Problem nicht nur die Entwicklung der Willenskraft. Die Herausforderung besteht auch darin, zu wissen, wie wir innerhalb unseres Spielfeldes unsere wahren Wünsche erkennen können.

Warum ist es so wichtig, Willenskraft zu entwickeln? Nun, sie erlaubt uns, Verantwortung für unser Leben zu übernehmen. Wir können unsere Willenskraft einsetzen, um unser Leben so zu lenken, wie es unser Herz und unsere Ideale vorsehen.

Hier sind fünf Tipps, die uns dabei helfen können, unsere Willenskraft zu entwickeln.

1. Selbstanalyse und -kenntnis

Die Grundvoraussetzung für die Entwicklung von Willenskraft ist die Selbsterkenntnis. Wie bereits erwähnt, wissen wir manchmal gar nicht, was wir wollen. Wir scheinen uns auf ein Ziel zu konzentrieren, aber unsere Willenskraft versagt. Wir können unsere Absicht nicht beibehalten oder festigen.

Ein kleines rotes Herz spiegelt sich im Spiegel.

Ein typisches Beispiel ist unser Körpergewicht. Viele Leute beharren darauf und können sogar ein paar Kilo abnehmen, brechen ihre Diät dann aber vorzeitig ab. Viele andere geben bereits nach ein paar Stunden auf. Das liegt daran, dass die Schritte, die gegangen werden müssen, um das Ziel zu erreichen, für ihre Ressourcen wahrscheinlich zu anspruchsvoll waren. So wird die Willenskraft gebrochen.

Andererseits will vielleicht nur ein Teil dieser Menschen wirklich abnehmen. Die übrigen beginne ihre Diät aus einem Grund, der nicht wirklich mit ihrem tatsächlichen Willen übereinstimmt. In diesem Beispiel erkennt die Person, wie in vielen anderen, ihren wahren Wunsch nicht, sodass ihre Willenskraft versagt.

Aus diesem Grund ist es so wichtig, eine introspektive Übung durchzuführen, um sich selbst besser kennenzulernen und zu definieren, was man wirklich will. Bewerten wir auch, wie konstruktiv unsere Wünsche sind. Dass wird es uns leichter machen, unsere Willenskraft zu entwickeln.

2. Drang nach sofortiger Befriedigung überwinden

Oftmals stehen die Dinge, die zu einer sofortigen Befriedigung führen, im Widerspruch zu dem, was wir tun müssen, um langfristige Befriedigung zu erreichen. Und wenn wir unsere Willenskraft einsetzen müssen, um eine Entscheidung zu treffen, dann liegt das meist daran, dass ein solcher Konflikt besteht.

Die Alternative zur Durchsetzung besteht darin, dem momentanen Vergnügen nachzugeben, dem unmittelbaren Wunsch zu erliegen und dadurch das Vergnügen langfristiger Ziele aufzugeben. Ein gutes Beispiel ist das Rauchen. Der Raucher sieht sich permanent mit diesem Dilemma konfrontiert: Soll er diese eine Zigarette jetzt rauchen oder soll er dem Genuss entsagen, indem er sie nicht raucht – um die Sucht zu bekämpfen und die eigene Gesundheit zu schützen? Das wird umso schwieriger, je weiter wir in die Zukunft denken müssen: Je langfristiger das Ziel, desto mehr Zweifel bestehen an der Realisierbarkeit und desto geringer ist die Motivation.

3. Belohnung und Bestärkung

Wir können unsere Willenskraft steigern, indem wir große Ziele in kleine aufteilen und uns dann belohnen, wenn wir sie erreichen. Diese Bestärkung stellt im Wesentlichen Nahrung für unsere Willenskraft dar. Allerdings müssen wir vorsichtig sein, wie wir uns für unsere Willenskraft belohnen.

Wenn wir abnehmen möchten, können wir uns nicht mit übermäßigem Essen belohnen. Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, kann sich nicht mit einer Zigarette belohnen. Gönnen wir uns eine konstruktive und positive Belohnung!

Eine glückliche Frau streckt die Arme gen Himmel.

4. Entspannung: Ein Schlüsselfaktor, der bei der Entwicklung der Willenskraft helfen kann

Immer wenn wir etwas tun, das uns unzufrieden macht, erleben wir einen internen Konflikt. Wir empfinden vor allem am Anfang eine irritierende emotionale Spannung. Mit anderen Worten, wir haben Stress, der ein Ventil sucht.

Unter diesen Umständen helfen Entspannungstechniken enorm. Das richtige Management der inneren Spannungen ist einer der Hauptfaktoren für Erfolg. Wenn unsere Angst zunimmt, gibt es nichts Besseres, als uns mit einer dieser Entspannungstechniken abzuregen.

5. Positive Bestätigungen bereithalten

Positive Worte und Botschaften sind wirklich mächtig. Umgeben wir uns deshalb mit ihnen, um unsere Willenskraft zu entwickeln. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, schreiben wir die Gründe, die uns zu einer Entscheidung gebracht haben, nieder und halten wir sie in greifbarer Nähe. So können wir einen Blick auf unsere Motivation werfen, sollte sie uns abhandenkommen.

Eine Frau schreibt in ihr Notizbuch.

Wenn wir die Gründe für unsere Entscheidung aufschreiben, sollten wir das auf eine ermutigende und positive Art und Weise tun. Betonen wir alle das Gute, das aus dem Erreichen dieses Ziels hervorgehen wird. Es ist auch praktisch, motivierende Sprüche oder Phrasen aufzuschreiben, die uns stärken können.

Unsere Willenskraft zu entwickeln ist notwendig, um ein besseres Leben zu führen. Das Gefühl der Kontrolle, das wir daraus gewinnen, nährt unser Selbstvertrauen, unsere Selbstliebe und unseren Selbstwertgefühl. Dies bereitet uns wiederum auf größere Herausforderungen vor.