5 Schlüsselfaktoren, um eine gesunde Beziehung zu führen

11. Juli 2017 en Psychologie 292 Geteilt

Liebe ist ein Gefühl, aber dauerhafte Liebe bedeutet auch Arbeit. Es bedarf Handlungen, Absichten und eines offenen Herzens, damit sie die Beziehung überdauert. Es reicht nicht, zu fühlen, man muss diese Liebe auch leben und darf sie nicht als selbstverständlich hinnehmen.

Schon oft haben wir die Metapher gehört, dass die Liebe wie eine Blume sei, die man gießen müsse, damit sie wachsen und gedeihen könne. Das ist zwar ein Klischee, aber es ist hilfreich, um etwas Wichtiges zu erklären: Wenn du eine Blume mit zu viel Wasser gießt, ertränkst du sie; wenn du sie nicht auf die richtige Weise gießt, kannst du ihr schaden.

Wenn du dich nicht um dich selbst kümmerst, warum glaubst du dann, dass du es bei einer anderen Person tun wirst? Du kannst niemanden lieben, ohne dich zuerst selbst zu lieben. Du kannst von anderen nichts verlangen, das du nicht zuerst von dir aus gibst.

Respektiere deinen Partner und unterstütze seine Ziele

Das ist der erste Schritt zum Erhalt einer gesunden Beziehung, Respekt für den anderen zu haben und diesen auch zu zeigen. Es tut uns allen gut, zu wissen, dass wir gebraucht werden und nützlich sind. Und wir möchten uns sicher sein, dass unser Partner weiß, was wir tun, und unsere Entscheidungen respektiert und wertschätzt.

Wenn ein Paar sich gegenseitig nicht respektiert, wenn sie sich ihre Überzeugungen und Werte nicht gegenseitig bestätigen, ist ihre Komplizenschaft und damit die Hoffnung vorbei. Manchmal ist es nicht einfach, sich gegen äußere Einflüsse zur Wehr zu setzen, gegen Beurteilungen von Außenstehenden, die alles von einem anderen Standpunkt betrachten.

Wenn du willst, dass dein Partner dich und deine Entscheidungen respektiert, respektiere deinen Partner und respektiere dich selbst.

Die Bedürfnisse und Lebensziele deines Partners zu kennen, zu verstehen und zu unterstützen ist eine weitere Möglichkeit, deinen Respekt zu zeigen und der anderen Person das Gefühl zu vermitteln, dass sie geliebt wird. Frage deshalb häufig nach ihren Zielen, ihren Fortschritten und ihren Ängsten.

Verwandle den Traum des anderen in deinen eigenen und nimm an seinen Erfolgen teil. Das bedeutet nicht, dass du nicht deine eigenen Ziele hast. Dein Partner sollte nämlich genau das Gleiche für dich tun, um einen gemeinsamen Weg zu schaffen, auf dem ihr euch gegenseitig stützen könnt.

Gib Intimität die Priorität

Körperliche Zuneigung ist in einer Beziehung essenziell. Körperliche Zuneigung ist eine Ausdrucksweise, ein Zeichen der Zusammengehörigkeit, eine Art, Sicherheit zu vermitteln und zu erfahren.

Intimität stärkt die Bindung in einer Beziehung, aber sie hilft uns auch dabei, ein gesundes Selbstwertgefühl zu erhalten. Es geht nicht nur um Sexualität, sondern auch um andere Formen von Liebe und Leidenschaft wie Küsse, Umarmungen, Streicheln und sinnliche Worte…

Wir dürfen zudem nicht die Bedeutung von emotionaler Intimität vergessen. Sex kann man mit jedem haben. Nur wenn auch emotionale Intimität besteht, kann die körperliche Intimität eine stützende Säule dabei sein, die Beziehung gesund zu erhalten.

Das Leben auf ausgeglichene Weise teilen

Das Leben mit dem anderen zu teilen stellt die Grundlage einer Beziehung dar. Aber nur wenn jeder seinen eigenen, vom anderen unabhängigen Raum behält, ist es möglich, eine gesunde Beziehung zu führen. Jeder hat seine individuellen Bedürfnisse und entwickelt sich auf seine ganz eigene Weise.

Deinen privaten und persönlichen Spielraum zu haben, dich neuen Möglichkeiten frei öffnen zu können oder bestimmte Gewohnheiten zu verändern, sind alles Dinge, die Teil deiner Freiheit sind, und es ist gut, wenn du das auch bezüglich der anderen Person respektierst. Außerdem solltest du deinen Partner dazu anhalten, das zu tun, sich nicht von dir abhängig zu machen, sodass er dich auch nicht von ihm abhängig machen möchte.

Deinen eigenen Freiraum und deine Unabhängigkeit zu erhalten, bedeutet nicht, den anderen zu ignorieren. Es hilft uns, Energie zu tanken, die sich später sehr positiv auf die Beziehung auswirken.

Kommuniziere, statt dich zu beschweren

Eine der Nebenwirkungen einer Beziehung liegt in der Art, wie wir unsere Meinungsverschiedenheiten ausdrücken. Wir nörgeln herum und sind unfreundlich. Wir handeln frei nach dem englischen Sprichwort „Vertrautheit brütet Verachtung“. Aber das geht nie gut aus. Diese Einstellung hinterlässt Spuren und bildet eine Kluft, die wehtut und mit der Zeit immer größer wird.

Um eine gesunde Beziehung aufrechtzuerhalten, müsst ihr kommunizieren, über Dinge sprechen, konstruktive Kritik üben, ohne sarkastisch oder ironisch zu werden, Respekt und den Willen zeigen, eine Lösung zu finden. Öl ins Feuer zu gießen scheint vielleicht im ersten Moment verlockend, aber es wird sich dadurch zu einem noch größeren Feuer entwickeln, das lediglich Asche und Staub hinterlässt, wenn es schließlich gelöscht wird.

Akzeptiere deinen Partner

Zu versuchen, jemanden zu verändern, ist immer eine schlechte Idee. Wenn du jemanden liebst, musst du ihn so akzeptieren, wie er ist, für das, was er ist, und nicht darauf warten, dass er sich verändert, nur weil er sich in dich verliebt hat. Die Sicherheit, die wir alle in einer Beziehung suchen, stammt genau von dem Wissen, dass der andere uns so liebt, wie wir sind, unsere Schwächen akzeptiert und unsere Grenzen kennt.

Wenn du weißt, dass dich jemand so liebt, wie du bist, fühlst du dich in der Lage, das Beste aus dir herauszuholen. Deshalb ist sehr wichtig, deinen Partner gut zu kennen und zu zeigen, wer du wirklich bist.

Versuche, die andere Person nicht dazu zu zwingen, deinen Weg mit dir zu gehen oder sich mit dir weiterzuentwickeln. Lasse sie frei entscheiden. Wenn du denkst, dass du dich verbessern kannst, zwinge sie nicht dazu, das auch zu tun. Inspiriere sie mit deiner Einstellung und deiner Art, die Dinge zu tun, ohne sie respektlos zu behandeln oder ihren persönlichen Freiraum einzuschränken oder dir den deinigen einschränken zu lassen.

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