5 Sätze von Leonardo da Vinci

24. Dezember 2018

Die uns überlieferten Sätze von Leonardo da Vinci sind nur eine kleine Auswahl dessen, was diesen großen Mann auszeichnete, der als einer der größten Genies aller Zeiten gilt. Er hatte eine überwältigende Intelligenz und wandte sie auf praktisch alle Bereiche des Lebens an. Nur wenige illustre Männer hatten eine solche Vielseitigkeit.

Da Vinci war ein Erfinder, aber auch ein leidenschaftlicher Forscher und Humanist in jeder Hinsicht. Seine Neugierde kannte keine Grenzen. Sie ging von einem unbezwingbaren Geist aus, in dem der Durst nach Wissen größer war als Bequemlichkeit. Oftmals löste er Kontroversen aus, weil er sich weigerte, auf dem Weg des Wissens stehen zu bleiben.

Zitate von Leonardo da Vinci enthüllen auch einen Denker, der über den Sinn des Lebens, der Werte und der Welt reflektiert – dynamisch, launisch, gewagt und manchmal mit Humor. Kommen wir nun zu einigen seiner berühmtesten Aussagen.

„Wenn du das Fliegen einmal erlebt hast, wirst du für immer auf Erden wandeln, mit deinen Augen himmelwärts gerichtet. Denn dort bist du gewesen und dort wird es dich immer wieder hinziehen.“

Leonardo da Vinci

1. Drei Arten von Menschen

„Es gibt drei Arten von Menschen: diejenigen, die sehen, diejenigen, die sehen, was ihnen gezeigt wird, und diejenigen, die nicht sehen.“

Dies ist einer der Sätze von Leonardo da Vinci, die indirekt eine Frage an den Menschen stellen. Offensichtlich bezieht er sich in diesem Fall auf das „Sehen“ nicht als physischen Akt, sondern verwendet das Wort als Metapher für die Erfassung der Realität, für das Bewusstsein um das, was in der Welt ist.

Diejenigen, die „sehen“, sind diejenigen, die in der Lage sind, die Realität im weitesten Sinne zu visualisieren. Diejenigen, die nur sehen, was sie gezeigt bekommen, sind diejenigen, die ihren Blick auf andere richten. Und diejenigen, die nicht sehen, weigern sich einfach, zu begreifen, was die Welt ihnen zeigt.

Frau mit Mond und verbundenen Augen

2. Lachen, immer lachen

„Wenn möglich, sollten sogar die Toten zum Lachen gebracht werden.“

Da Vinci hatte nicht nur Grips, sondern auch Humor. Er liebte es, Situationen zu schaffen, in denen er Spaß mit anderen haben konnte, oder auf Kosten anderer. Tatsächlich gibt es eine Hypothese, nach der das berühmte Turiner Grabtuch nichts anderes als ein Witz sei, den da Vinci sich erlaubte.

Jedenfalls ist dies einer der Sätze von Leonardo da Vinci, die seinen spielerischen Geist ausdrücken und den Anspruch des Lachens als Zutat und Symptom von Lebensqualität erheben. Um zu lachen, braucht man Intelligenz, Offenheit und Einfachheit. All das waren Tugenden dieses großen universellen Genies.

Leonardo da Vinci

3. Theorie und Praxis

„Wer sich der Praxis hingibt ohne Wissenschaft, ist wie der Steuermann, der ein Schiff ohne Ruder und Kompass besteigt und nie weiß, wohin erfährt.“

Niemand hat mehr Autorität als da Vinci, um diesen Anspruch geltend zu machen. Tatsächlich entstammte seine Leidenschaft für Wissen aus dem Bewusstsein um seine Unwissenheit. Diese Erkenntnis ermöglichte es ihm, Informationen zu extrahieren und theoretische Prinzipien zu entwickeln.

Zur gleichen Zeit war er ein großer Erfinder, d. h. er wusste das erworbene Wissen auf konkrete Lösungen anzuwenden. Deshalb verstand er mehr als jeder andere die enge und dynamische Beziehung zwischen Theorie und Praxis, zwischen Prinzipien und ihrer Anwendung.

4. Über das Vergnügen

„Das edelste Vergnügen ist die Freude am Verständnis.“

Dies ist einer der schönsten Sätze von Leonardo da Vinci. Es ist auch einer von denen, die seinen Geist des Wissenschaftlers, Entdeckers und Schöpfers am besten widerspiegeln. Wahrscheinlich musste er einige harte Stunden damit verbringen, nach Antworten zu suchen. Daher seine außergewöhnlich große Freude am Verständnis.

Es stellt sich eine tiefe Zufriedenheit ein, jedes Mal, wenn wir etwas verstehen lernen, ein Gefühl der Befreiung und Leichtigkeit. Verstehen bedeutet, die Unsicherheit, die durch Unwissenheit entsteht, zu beseitigen. Es bedeutet mehr Kontrolle und nimmt dem Nichtwissen an Last. Es ist in der Tat ein edles Vergnügen, das das Glück derer steigert, die es erleben.

5. Zuschauer oder Teilnehmer sein

„Es ist mir längst aufgefallen, dass Menschen Leistung nur selten fühlen und Dinge geschehen lassen. Sie gehen nach draußen und lassen die Dinge geschehen.“

Mond in der Hand

Mit dieser Aussage teilt da Vinci uns mit, dass Passivität in der Regel an Orte führt, die wir freiwillig kaum betreten würden. Die Tatsache, Zuschauer zu sein, kann uns in einem bestimmten Moment helfen, aber wenn wir diesen Zustand dauerhaft erhalten, neigt die Vitalität, unsere Vitalität, dazu, zu erlöschen.

Es ist interessant, dass da Vinci sagte, dass man Dinge verwirklichen könne. Dabei betont er, dass der menschliche Wille die treibende Kraft hinter den Ereignissen sei. Der Mensch könne die Realität durch sein Handeln verändern. Das ist das Prinzip der Autonomie und Freiheit, das so charakteristisch für diesen Mann ist.

Es gibt viele Sätze von Leonardo da Vinci, die uns die Tiefe seines Denkens erkennen lassen. Obwohl er in erster Linie als Maler und Erfinder in Erinnerung bleibt, stammt viel von seiner Größe aus der Lebensphilosophie, die er angenommen und gefördert hat.

Gelb, M. J. (1999). Inteligencia genial: 7 principios claves para desarrollar la inteligencia, inspirados en la vida y obra de Leonardo da Vinci. Editorial Norma.