5 Resilienzfaktoren, die bei Widrigkeiten helfen

Die psychische Widerstandsfähigkeit ist in Zeiten wie diesen grundlegend, um mit schwierigen Situationen umgehen zu können. Lies weiter, um zu erfahren, welche Faktoren dabei eine besonders wichtige Rolle spielen.
5 Resilienzfaktoren, die bei Widrigkeiten helfen

Geschrieben von Redaktionsteam

Letzte Aktualisierung: 14. Juli 2022

Bei Resilienz spielen nicht nur genetische Faktoren eine Rolle, auch persönliche Erfahrungen sowie das Umfeld können uns psychisch widerstandsfähig machen. Es handelt sich um eine Tugend, die wir mit der Zeit entwickeln können, um mit schwierigen Situationen besser umzugehen. Wir schauen uns heute an, welche Resilienzfaktoren besonders wichtig sind, um dies zu erreichen.

Wohlstand gibt es nicht ohne Angst und Unmut, noch Unglück ohne Trost und Hoffnung.”

Francis Bacon

Frau denkt über Resilienzfaktoren nach
Psychologische Flexibilität fördert die Anpassung an Veränderungen und die Bewältigung von Widrigkeiten.

Resilienzfaktoren, die dich psychisch stark machen

1. Flexible Persönlichkeit

Zu den wichtigsten Resilienzfaktoren gehört Flexibilität. In vielen Fällen sind die Pläne auf dem Papier harmonisch und bestens durchdacht, doch in der Praxis kommt es oft zu Überraschungen und unvorhergesehenen Ereignissen. In diesem Fall ist eine flexible Persönlichkeit sehr vorteilhaft. Allerdings ist Flexibilität keine bewusste Entscheidung. Der Charakter, die persönlichen Erfahrungen und Überzeugungen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Eine flexible Persönlichkeit zeichnet sich durch Anpassungsfähigkeit aus. Sie ist offen und in der Lage, sich emotional und geistig auf neue Situationen einzustellen, die von den Erwartungen oder von den Plänen abweichen.

Lebenserfahrungen können dich flexibler und offener machen, oder auch genau das Gegenteil bewirken und einen verschlossenen Charakter prägen. Es ist nicht einfach, sich zu verändern, um flexibler zu denken, doch die Bemühungen lohnen sich. 

2. Soziales Unterstützungsnetzwerk

Ein unterstützendes soziales Netzwerk zählt ebenfalls zu den wichtigsten Resilienzfaktoren. Die Chancen, eine schwierige Situation zu überwinden und sie in wertvolles Lernen umzuwandeln, sind größer, wenn du von deinem Umfeld unterstützt wirst. Im Alleingang ist die Bewältigung komplexer Situationen schwieriger, doch mit Familie, Freunden oder anderen Personen gemeinsam, stehen dir mehr Ressourcen zur Verfügung. Außerdem stärkt die soziale Gruppe dein Selbstvertrauen.

3. Intelligenz

Intelligente Entscheidungen sind grundlegend, um Widrigkeiten erfolgreich zu bewältigen. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang allerdings die praktische Intelligenz, es geht nicht unbedingt um den IQ oder die Ausbildung.

Lange Zeit glaubten Experten, dass die Intelligenz genetisch bedingt und nicht beeinflussbar ist. Heute wissen wir jedoch, dass dies keinesfalls der Realität entspricht. Es gibt zwar genetische Grenzen, aber wir können unser Gehirn auch trainieren und kultivieren. Dadurch sind wir in der Lage, intelligenter zu handeln und besser mit komplexen Situationen umzugehen.

4. Empathie

Warum ist Empathie ein wichtiger Resilienzfaktor? Es handelt sich um die Fähigkeit, sich in die Lage einer anderen Person hineinzuversetzen und sie zu verstehen. Dieses Einfühlungsvermögen setzt voraus, dass du dich selbst und deine eigenen Gefühle kennst. 

Empathie macht den Fluss der Zuneigung dynamischer. Sie ist auch eine Tugend, die Konflikte verhindert und hilft, mit widersprüchlichen Situationen effizienter umzugehen. Angesichts von Widrigkeiten verfügt die empathische Person über eine zusätzliche Ressource, um ihre eigenen Emotionen zu bewältigen und besser mit denen anderer umzugehen.

Frau mit Herz in der Hand kennt die wichtigsten Resilienzfaktoren
Empathie hilft dir, andere zu verstehen, was in widrigen Umständen eine wichtige Rolle spielt.

5. Einer der Resilienzfaktoren bei Kindern ist eine fürsorgliche Bezugsperson

Zu den wichtigsten Resilienzfaktoren in der Kindheit zählt eine fürsorgliche Bezugsperson, die bereit ist, bedingungslose Liebe zu geben. Im Idealfall sind es die Eltern, doch auch andere Bezugspersonen können diese Rolle erfüllen. Sie schützen die psychische Gesundheit des Kindes, das auch im Erwachsenenalter besser mit Widrigkeiten umgehen wird.

Einsamen, verlassenen Kindern mangelt es oft an Bewältigungsstrategien. Sie sind deshalb auch später benachteiligt, da sie nicht auf ein Vorbild zurückblicken können, das ihre psychische Widerstandsfähigkeit stärken hätte können.

Du solltest diese Resilienzfaktoren kontinuierlich entwickeln und festigen, um aus schwierigen Situationen gestärkt hervorzugehen.

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