5 Ratschläge des Buddhismus, um uns unserer chaotischen Welt zu stellen

· 20. November 2018

Die Welt ist noch nie ein ruhiger und harmonischer Ort gewesen. Jede Kultur hat im Laufe der Geschichte ihre ganz eigenen schwierigen Zeiten gehabt. Doch in der heutigen Welt gibt es eine absolute Reizüberflutung und unzählige Eindrücke, sodass wir ständig im Chaos leben. Diesbezüglich gibt es einige Ratschläge des Buddhismus, um mit unserer chaotischen Welt besser umgehen zu können.

Eines der Hauptprobleme der heutigen Welt ist, dass uns oft nicht einmal mehr Zeit zum Nachdenken bleibt. Die Dinge zu hinterfragen und zu meditieren ist definitiv sinnvoll. Trotzdem gibt es eine solche Menge und Schnelligkeit in unseren Aktivitäten, dass wir dafür keine Zeit finden. Von Zeit zu Zeit ist es jedoch notwendig, sich Freiräume zu schaffen, um der Reflexion Raum zu geben.

„Suche Einfachheit im Chaos und Harmonie in der Zwietracht.“

Bruce Lee

 

Es kann gut sein, dass wir vielleicht nicht einmal wissen, wo wir anfangen sollen. Die Ratschläge des Buddhismus im Umgang mit dem Chaos ist ein guter Leitfaden, dem wir folgen sollte. Nachfolgend möchten wir dir fünf dieser Ratschläge vorstellen.

Ratschläge des Buddhismus, um besser mit unserer chaotischen Welt klarzukommen

1. Herausfinden, was man liebt

Es klingt nach einer Übertreibung, aber das ist es nicht. Es gibt viele Menschen auf der ganzen Welt, die gar nicht wirklich wissen, was sie lieben. Um wieder zu uns selbst zu finden und positive Räume in unserem Leben schaffen zu können, ist es unerlässlich, dass wir uns zumindest bewusst werden, wofür unser Herz schlägt.

Frau liegt entspannt auf einer Wiese

Eine gute Idee ist es, eine Liste mit allen Aktivitäten zu erstellen, die uns wirklich Spaß machen: mit unserem Partner zusammen zu Abend essen, mit unserem Haustier spielen oder einen Spaziergang im Wald machen. Im Idealfall sollte die Liste lang sein. Sicherlich gibt es viele Dinge, die wir gern tun und die wir durch unseren routinierten Alltag ganz vergessen haben.

2. In Bewegung bleiben

So wie es einen Moment der Stille und Reflexion geben sollte, so sollte es auch Räume für Bewegung geben. In diesem Fall geht es nicht um jene hektische Bewegung des Alltags, sondern darum, jeden Teil unseres Körpers, aus Liebe zu uns selbst, in Bewegung zu setzen.

Einer der Ratschläge des Buddhismus zur Bewältigung unserer chaotischen Welt bezieht sich darauf, regelmäßig gesunden körperlichen Aktivitäten nachzugehen. Unserem Körper Zeit zu widmen, ohne einen anderen Zweck zu verfolgen, als ihn vollständig zu mobilisieren und gesund zu halten. Ein Großteil unseres emotionalen Wohlbefindens hängt davon ab. Ein gesunder Körper hilft dabei, den Geist zu heilen, und umgekehrt.

3. Weniger reden und mehr kommunizieren

Ein Teil des Chaos der heutigen Welt ist, dass man viel redet und wenig kommuniziert. Es gibt viele tägliche Interaktionen, die völlig trivial und unnötig sind. Es kommt einem beinahe so vor, als ob uns irgendwas dazu zwingen würde, jederzeit mit Menschen zu reden, die gerade erreichbar sind, aber ohne einen bestimmten Zweck.

Diese Art von Interaktionen rauben uns nur Energie. Sie nehmen uns Kraft und geben uns dafür im Gegenzug sehr wenig. Einer der Ratschläge des Buddhismus, um uns unserer chaotischen Welt zu stellen, ist, weniger zu plaudern und mehr zu kommunizieren. Wir sollten der Kommunikation einen echten Wert geben. Worte nähren oder schwächen den Geist. Deshalb sollten wir mit der Art und Weise, wie wir mit unseren Worten umgehen, sehr vorsichtig sein.

Zwei Freunde bei Sonnenuntergang am Meer

4. Die Kreativität für uns entdecken

Die Kreativität ist eine Kraft, die uns neue Energie gibt und uns dazu bringt, die Realität aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Sie hilft uns, uns auszudrücken, zu denken und den kreativen Geist, den jeder von uns in sich trägt, zu erwecken. Sie erzeugt eine ganz besondere Form des Glücks, weil sie es uns ermöglicht, mehrere Facetten von uns zu zeigen.

Kunst, Handwerk und Spiele sind dabei die besten Wege, um unsere kreative Seite zu entdecken. Wir tauchen in dieses Terrain ein, um etwas zu entdecken, nicht um zu konkurrieren oder etwas zu beweisen. Kreative Tätigkeiten sind freie Aktivitäten, die nur dann authentisch sind, wenn wir wirklich darin aufgehen und sie uns motivieren. Sie sind für uns angesichts des Chaos ein Zufluchtsort.

5. Sich selbst treu bleiben

Oftmals verbringen wir zu viel Zeit und vergeuden zu viel Energie damit, ein bestimmtes Bild von uns aufzubauen oder aufrechtzuerhalten. Ohne es zu merken, sind wir vielleicht zu sehr von der Meinung anderer abhängig. Dieser Wunsch bildet die Mauern des Gefängnisses, in dem wir uns befinden. Es tut sehr gut, daran zu arbeiten, diesem Gefängnis zu entkommen, das uns nur zurückhält und uns am Wachsen hindert.

Wenn wir authentisch sind, nehmen wir uns eine enorme Last von den Schultern. Nie wieder müssen wir danach streben, ein Bild von etwas darzustellen, das wir gar nicht sind. Das Wichtigste ist, dass wir Frieden und Ruhe erfahren, wenn wir einfach nur merken, wer wir sind. In diesem Zustand können wir unserer chaotischen Welt effektiver begegnen.

Lächelnde Frau sitzt mit geschlossenen Augen am Fenster

All diese Ratschläge des Buddhismus, um das Chaos der heutigen Zeit besser bewältigen zu können, sind eine Einladung, uns tief im Inneren mit uns selbst zu verbinden. Eine Einladung, unsere Augen auf das Transzendentale zu richten und das Irrelevante außer Acht zu lassen. Das ist sicherlich ein ausgezeichneter Weg, unser Wohlbefinden zu steigern und vom süßen Geschmack der inneren Ausgeglichenheit zu kosten.