5 gesundheitsschädliche Verhaltensweisen laut der östlichen Philosophie

· 15. November 2018

Praktisch alle Schulen der Heilkunde, die es weltweit gibt, sind sich darin einig, dass Gesundheit und Krankheit stark durch den Lebensstil beeinflusst werden. Im Besonderen durch den Ernährungsstil und die Art und Weise, wie wir unsere Energie einsetzen, nutzen oder vergeuden. Diese zwei Aspekte stehen auch bei der östlichen Medizin im Fokus, die uns Aufschluss über gesundheitsschädliche Verhaltensweisen gibt.

Auch wenn häufig die Rede davon ist, dass der Verstand und der Körper zwei voneinander abgegrenzte Realitäten seien, so wissen wir doch alle, dass sie eine Einheit bilden. Was dem Geist schadet, wirkt sich irgendwann auch negativ auf den Körper aus. Und was dem Körper schadet, beeinträchtigt eines Tages auch den Verstand.

„Ein Arzt, der heilt, sobald die Krankheit auftritt, ist ein mittelmäßig guter Arzt. Ein Arzt, der heilt, sobald sich erste Symptome zeigen, ist ein akzeptabler Arzt. Aber ein Arzt, der heilt, bevor sie auftreten, ist ein ausgezeichneter Arzt.“

Nei-jing

Unser Lebensstil wiederum hängt von unserem Verstand ab. Wir entscheiden mithilfe unseres Verstandes darüber, gewissen Gewohnheiten nachzugehen oder sie zu vermeiden. Und unser Lebensstil kann unserem Organismus helfen oder schaden. Das ist ein eindeutiges Beispiel dafür, dass Verstand und Körper in direktem Zusammenhang miteinander stehen.

Laut der östlichen Philosophie seien folgende fünf Verhaltensweisen gesundheitsschädlich. Das heißt im Endeffekt, sie beruhen auf falschen Entscheidungen, die unseren Organismus irgendwann beeinträchtigen.

Fünf gesundheitsschädliche Verhaltensweisen

1. Lebensmittel konsumieren, die nicht unseren Bedürfnissen entsprechen

Manchmal ist die Rede von Selbstkenntnis, wobei man davon ausgeht, dass sich diese ausschließlich auf unsere Gefühlswelt beziehen würde. Wir vernachlässigen also häufig, dass die Selbstkenntnis auch mit unserem Körper zu tun hat.

Zwei Kinder essen Zuckerwatte

Auch wenn die Gesellschaft den allgemeinen Ernährungsstil prägt – aufgrund der Lebensmittel, die reichlich vorhanden sind -, ist die Ernährung trotzdem etwas sehr Persönliches. Jeder Mensch hat verschiedene Bedürfnisse, was seine Diät anbelangt. Manchmal vergessen wir das und lassen uns von den am weitesten verbreiteten Essgewohnheiten mitreißen. Daher handelt es sich hierbei um eine der besagten gesundheitsschädlichen Verhaltensweisen.

2. Unsere Energiequellen schneller aufbrauchen, als wir sie wieder auffüllen können

Dieser Punkt hat mit dem vorherigen zu tun. Wie viel und wie oft wir essen, ist eng mit unserem Lebensstil verbunden. Im Besonderen mit der Menge an Energie, die wir aufnehmen und verbrauchen.

Die östliche Philosophie ist der Meinung, dass eine der gesundheitsschädlichen Verhaltensweisen durch genau diesen Aspekt zustande komme: Wir brauchen unsere Energiequellen schneller auf, als wir sie wieder auffüllen können. In der modernen Welt lässt sich das beispielsweise am Frühstück erkennen. Da es oftmals der Fall ist, dass unser Vormittag mit Aktivitäten gefüllt ist, frühstücken wir häufig nicht. Das beeinträchtigt den Körper und auch den Verstand.

3. Generell zu viel essen oder trinken

Das ist der Gegensatz dazu, die Energiequellen schneller aufzubrauchen als sie wieder aufzufüllen. Hier geht es mehr darum, mehr Energie zu haben als zu verbrauchen. Auch das ist eine gesundheitsschädliche Verhaltensweise. Jedes Übermaß wirkt sich negativ auf Körper und Geist aus.

Straße, über der eine Frau gezeichnet ist, die viel trinkt

Laut der östlichen Philosophie erhalte der Mensch, der zu viel esse oder trinke, nicht die Nährstoffe, die er brauche. Deswegen verschwinde sein Hungergefühl nicht und er möchte diesen Hunger mit immer mehr Lebensmitteln stillen. Die Lösung liegt darin, herauszufinden, welche Nährstoffe in seiner der Ernährung fehlen.

4. Zu viele bittere Lebensmittel essen

Bitter ist eine der fünf Geschmacksrichtungen. Im Allgemeinen ist diese Geschmacksrichtung wenig beliebt, da die meisten Menschen bestätigen, dass etwas Bitteres nicht so gut schmeckt. Und die meisten Medikamente haben einen bitteren Geschmack. Die östliche Philosophie nimmt an, dass alles, was bitter wäre, zu einer schädlichen Sucht führen könnte.

Gefräßiger Löwe

In der fernöstlichen Medizin geht man allerdings auch davon aus, dass bittere Lebensmittel die Verdauungsfunktionen stimulieren, weshalb sie ein fester Bestandteil der Ernährung sein sollten. Doch zu viele bittere Lebensmittel zu verspeisen, führt zu Problemen, wie Nervosität, Angstzuständen und der bereits genannten Sucht.

5. Nicht auf eine angemessene Körpertemperatur achten

In Asien glaubt man, dass die Körpertemperatur ein sehr wichtiger Indikator sei. Eine angemessene Körpertemperatur sei ein Zeichen dafür, dass ein Mensch gesund sei. Es gibt Lebensmittel, die die Temperatur des Körpers senken, und andere, die sie ansteigen lassen. Im Grunde genommen ist es so, dass Rohkost die Körpertemperatur senkt und verarbeitete Lebensmittel sie erhöhen.

Wenn ein Mensch besonders nervös ist, neigt er zu einer niedrigeren Körpertemperatur. Das führt wiederum dazu, dass er sich schwach, ängstlich und unruhig fühlt. Aggressive Menschen hingegen haben für gewöhnlich eine erhöhte Körpertemperatur. Diese Temperatur mithilfe der Ernährung zu senken, hilft ihnen dabei, sich entspannter zu fühlen.

Wie Hippokrates, der Vater der allopathischen Medizin, sind auch die Asiaten davon überzeugt, dass eine gute Gesundheit größtenteils von unserem Ernährungsstil abhänge. Das Bewusstsein dafür zu schaffen, wird es uns ermöglichen, ein gesünderes und ausgeglicheneres Leben zu führen.