4 Dinge, die vor einer Adoption zu beachten sind

22. März 2019

Das Adoptionsverfahren für Menschen, die selbst keine Kinder haben können, ist oft langwierig und kräfteraubend, aber es ist vor allem lohnenswert. Es ist eine völlig andere Art, Mutter oder Vater zu werden. Dennoch will die Adoption eines Kindes eine gut überlegte Entscheidung sein. Das Auswahlverfahren birgt zudem eine Reihe von Hindernissen, die es wert sind, erwähnt und analysiert zu werden.

Adoptiveltern spielen nicht nur die Rolle der pflegenden Erwachsenen. Dazu gehört noch viel mehr. Ein Kind zu adoptieren heißt, es zu lieben, als ob es das eigene wäre. Das Hauptziel ist, eine liebevolle und fürsorgliche Familie zu bilden.

Dies ist ein sehr komplexer Prozess, den Eltern und Kind durchlaufen müssen, und es ist normal, dass werdende Adoptiveltern dazu Fragen und Ängste haben. Sie neigen dazu, Unklarheiten und gemischte Gefühle in sich zu tragen, trauen sich aber nicht immer, sie zu äußern. Da sind auch Zweifel wie „Werde wir gut Eltern sein?“, „Kann uns das Kind mich lieben lernen?“ und „Werden wir eine richtige Familie sein?“. Eine der größten Ängste, die Adoptiveltern haben, ist, dass sich ihr Kind von ihnen nicht geliebt fühlen könnte. Das Ironische daran ist, dass das Kind wahrscheinlich die gleichen Gedanken und Ängste im Bezug auf seine zukünftigen Eltern hat.

Die Adoption eines Kindes ist eine große Verantwortung, da sich das Kind geliebt und beschützt fühlen muss. Aber adoptierte Kinder brauchen keineswegs furchtlose Eltern – sie brauchen lediglich Menschen, die wissen, wie sie mit ihren Ängsten umgehen müssen.

Tochter hält die Hand des Vaters.

4 Dinge, die zukünftige Eltern vor einer Adoption beachten sollten

Nach der UN-Konvention über die Rechte des Kindes ist die Adoption kein Instrument zur Lösung von Fruchtbarkeitsproblemen, sondern ein Schutzmaß für verlassene Kinder.

Ein Kind zu adoptieren, ist keine leichtfertige Entscheidung

Die erste Frage, die werdende Adoptiveltern beantworten sollten, ist einfach und tiefgründig: Warum möchten wir ein Kind adoptieren?

Nachdem diese Frage beantwortet und die Entscheidung getroffen wurde, beginnt ein schwieriger Prozess. Adoptionsagenturen führen Evaluationen durch, um zu sehen, wer sich als Kandidaten eignet. Das Leben werdender Adoptiveltern wird gründlich analysiert, um die beste Familie für das Kind zu finden. Dies macht zukünftige Eltern sehr nervös, ist aber einfach etwas, das getan werden muss.

Wir sollten stets daran denken, dass die Adoption ein langwieriger Prozess ist. In vielen Fällen ist es auch ein sehr schwieriger. Die Verantwortlichen müssen sich im Detail in verschiedene Themen wie Arbeit, Freundschaften und den Lebensstil der baldigen Adoptiveltern einarbeiten.

Bewerber denken oft, dass all diese Fragen und Interviews übertrieben wären. Es ist jedoch wichtig, Geduld zu haben und das letztendliche Ziel nicht aus den Augen zu verlieren: die Adoption eines Kindes. Andererseits sollten die Interviewer, die für die Durchführung dieser Aufgabe verantwortlich sind, sensibel und einfühlsam auftreten.

Vorbereitung auf die Interviews

Einige Bewerber möchten so gern ein Kind adoptieren, dass ihnen der gesamte Adoptionsprozess endlos erscheint. Die Kriterien, die die Kandidaten erfüllen müssen, mögen subjektiv und ungerecht wirken. Tatsächlich unterliegen sie jedoch Gesetzen, die zum Teil gar in internationalen Übereinkommen verankert sind, und sind sehr sinnvoll.

Die Interviewer fragen die Bewerber nach den Beweggründen für ihre Entscheidung. Darüber hinaus zu ihrer Beziehung, ihren Persönlichkeiten, körperlichen Voraussetzungen und weiteren Fähigkeiten, die Voraussetzung sind, um eine gesunde Adoptivbeziehung zu entwickeln und zu festigen.

Die Adoption eines Kindes ist kein Akt der Wohltätigkeit

Wir wollen etwas klarstellen: Adoption ist keine Wohltätigkeitsarbeit. Sowohl die Eltern als auch das Adoptivkind haben wohl schon schwere Zeiten erlebt und viele Wunden werden heilen können, wenn die neue Familie entsteht. Bei der Adoption geht es schließlich darum, gemeinsam eine bessere Zukunft aufzubauen. Für alle Beteiligten. Zwar sollte immer im Hinterkopf behalten werden, dass der Fokus auf dem Kind liegt, aber auch die Entwicklung der Eltern ist wichtig. Die Kinder sind diejenigen, die ungeschützt sind und weniger Ressourcen haben, um in dieser Welt zu überleben und zu wachsen – die Eltern sind es, die erst noch lernen müssen, es dabei zu unterstützen.

Wenn dem Wunsch der Eltern stattgegeben wird, dürfen sie das Kind nach Hause holen. Dies ist jedoch nicht das Ende des Prozesses, sondern vielmehr der erste Schritt auf einem noch viel längeren Weg. Es bleibt noch viel zu tun. Es ist wichtig, dies zu berücksichtigen, da einige Eltern denken, sie wären jetzt fertig.

Adoptiveltern sollten zudem immer bereit sein, sich den Fragen anderer auf eine durchsetzungsfähige und positive Weise zu stellen.

Eine glückliche kleine Familie liegt im Park.

Sich einem neuen Leben stellen

Es ist schwer, vorherzusagen, wie sich das Adoptivkind an seine neue Familie und sein neues Zuhause anpassen wird. Der Anpassungsprozess ist bei Kindern, die in anderen Kulturen oder gar in Kriegsgebieten aufgewachsen sind, gar noch komplizierter. Ihre Erfahrungen und Lebensweisen können ihre Anpassung an die neue Umgebung beeinflussen.

Entgegen der landläufigen Meinung scheinen sich Adoptivkinder aber ziemlich leicht an ihre neue Umgebung anzupassen, und zwar auf persönlicher, familiärer und pädagogischer Ebene. In der Tat ist es manchmal schwierig, Adoptivkinder von leiblichen Kindern zu unterscheiden, weil sie sich schnell und unkompliziert an ihr neues Leben gewöhnen.

Ein guter Ratschlag, den wir neuen Adoptiveltern geben können, ist, sich mit anderen Adoptiveltern anzufreunden. Wenn es schwierig wird, sollten sie ihre Geschichten, Erfahrungen und Gefühle mit anderen teilen. Es ist auch wichtig, keine vorgefassten Meinungen über die Dauer der Anpassung nach der Ankunft des Kindes zu haben. In dieser Phase beginnen sowohl das Kind als auch die Eltern, eine Bindung aufzubauen, die auf Liebe, Respekt und gegenseitigem Vertrauen basiert.