3 Zutaten für ein gutes Leben

11, Juli 2017 en Psychologie 177 Geteilt

Viele von uns würden gern Teile aus ihrem Leben streichen, sie aus unserer Lebensgeschichte löschen, weil es ihnen so vorkommt, als fänden sie, wohin sie auch sehen, nur bittere Erinnerungen. Situationen, die ihnen zu früh geschehen sind, Möglichkeiten, die sie übersehen haben, oder Liebe, die zu ihnen kam und mit der sie nicht umzugehen wussten.

Aus unseren Entscheidungen zu lernen und für sie verantwortlich zu sein ist das, was uns in unserem Leben ein Gefühl der Freiheit gibt. Es beginnt damit, zu akzeptieren, wer wir sind. Aber unsere Kultur bringt uns dazu, unsere Entscheidungen permanent infrage zu stellen, sodass wir letztendlich denken, dass wir uns immer falsch entscheiden oder einfach nicht gut genug sind.

Wenn das geschieht, werden wir vielleicht Opfer unserer eigenen negativen Überzeugungen, die wir erschaffen und genährt haben. Gedanken sind wie Regen; sie sind Experten darin, unseren schwächsten Moment zu erwischen, um uns zu vergiften. Sodass wir uns selbst verleugnen. Denn unsere Vergangenheit zu verleugnen bedeutet, uns selbst zu verleugnen.

Aber unser Leben köchelt weiter, auf kleiner und manchmal größerer Flamme, mit vielen Zutaten, die wir nach und nach, ganz nach unserem Geschmack, in den Topf werfen. Wenn du willst, dass es gut schmeckt, kannst du bei Gelegenheit die folgenden drei Zutaten hinzufügen.

„Was bringt uns Reue, wenn sie doch nichts daran ändert, was bereits geschehen ist. Besser als Reue ist ganz einfach Veränderung.“

Joseph Saramago

1. Sei stolz darauf, wer du bist

Sich selbst zu lieben und damit zufrieden zu sein, wie man sich verhält und was man tut, wird häufig mit einem großen Ego oder einer selbstsüchtigen Persönlichkeit verwechselt. Es gibt vielleicht auch Menschen, die dir das Gefühl geben wollen, dass du weniger wert seist, aber vergiss niemals, dass du alles hast, was du brauchst, um stolz auf dich zu sein.

Wenn wir davon sprechen, uns selbst zu lieben, zu respektieren und uns um uns selbst zu kümmern, verletzen wir damit niemanden, sondern sorgen lediglich dafür, dass wir uns weiterentwickeln. Es ist deshalb auch essenziell, Gefühle von Reue loszulassen, wenn wir einmal geheilt sind. Wir können lernen, voll und ganz zu leben, ohne an unsere Vergangenheit gebunden zu sein.

2. Ergreife die Initiative

Wie oft wurden wir schon gewarnt, dass wir zu bestimmt oder rechthaberisch seien. Die Initiative zu ergreifen, bringt uns dazu, zu handeln und den ersten Schritt zu machen, während andere noch überlegen. Diesen Schritt nach vorn zu machen, ist oft eine schlauer Zug, denn wenn wir ihn nicht gehen, entscheiden andere für uns.

Wenn das passiert, denke daran, dass nichts falsch daran ist, jemand zu sein, der die Dinge zuerst in Bewegung setzt, denn es gibt kein befreienderes Gefühl, als nicht von anderen abhängig zu sein, um das zu bekommen, was man will. Wenn du etwas möchtest, dann hol es dir. Begib dich auf den Weg, der dich dort hinführt und sei dir klar darüber, dass Fehler zu machen und um Verzeihung zu bitten genauso natürlich sind wie Recht zu haben und zu feiern.

3. Achte auf deine Erwartungen

In der Regel mögen wir die Bequemlichkeit dessen, was uns bekannt ist. Deshalb denken wir oft zu viel und stellen uns unmögliche Vorkommnisse vor. Das passiert auch mit Beziehungen und Menschen, die wir lieben.

Oft treten diese erdachten Situationen nicht so ein, wie wir es uns erhofft haben, und wir beginnen, Emotionen zu verspüren, die wenig positiv sind. Wir fühlen uns schlecht oder haben das Gefühl, dass wir einer bestimmten Person gegenüber versagt haben. Denke daran, dass so etwas immer das Problem der Person ist, welche die Erwartungen stellt, und nicht der, die sie erfüllen sollen. Das Wichtigste ist, dass wir darauf achten, was wir von uns selbst erwarten. Von niemandem anderen.

Ob du deine eigenen Erwartungen erfüllst, um stolz auf dich selbst zu sein oder um die Menschen, die du liebst, nicht zu enttäuschen, entscheide immer mit dem Herzen. Auf diese Weise wirst du weiterhin Dinge zu bereuen haben, aber die Erinnerungen daran werden nicht bitter sein. Sie werden sogar von einem süßen, verschmitzten Lächeln begleitet sein, weil du ein Abenteuer erlebt hast.

Das Leben wird immer ein Abenteuer bleiben, das einzige und das außergewöhnlichste. Es ist ein Abenteuer, zu dem du eingeladen wurdest und in dem dir jede Menge Ressourcen zur Verfügung gestellt wurden (auch wenn es vielleicht weniger sind, als andere haben, sind es immer noch viele), damit du es wunderbar lebst.

„In zwanzig Jahren wirst vor allem enttäuscht sein über die Dinge, die du nicht getan hast, und wenig über die, die du getan hast. Also lichte die Anker, segle aus dem sicheren Hafen und lass den Wind deine Segel blähen. Erkunde. Träume. Entdecke.“

Mark Twain

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