3 Tipps für mehr Spontaneität

· 19. August 2018

Spontaneität ist die Fähigkeit, aus der Situation heraus unverstellt zu entscheiden und zu handeln. Sie hat nichts damit zu tun, originelle oder geniale Dinge zu sagen oder zu tun. Spontan sind diejenigen, die ihr Verhalten transparent machen. Die, die sich so zeigen, wie sie sind, in all ihren Handlungen und in der Art, wie sie auftreten. Spontan zu sein, ist ein Indikator für emotionales Wohlbefinden.

Eine spontane Person steht nicht unter Druck, ein Image zu bewahren oder vorzutäuschen, jemand zu sein, der sie nicht ist. Sie hat auch kein Problem damit, ihre Fehler und Schwächen zu erkennen und zuzugeben. Spontaneität ist natürlich und eine spontane Person muss sich nicht verstecken, um ihren Mitmenschen eine vermeintlich verbesserte Version ihrer selbst zu präsentieren.

„Nichts steht der Natürlichkeit mehr im Wege als der Wunsch, natürlich zu erscheinen. „

François de La Rochefoucauld

Spontaneität ist eine große Tugend, die uns in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen helfen kann. Wenn wir keine versteckten Intentionen haben oder indirekte Botschaften senden, gestaltet sich das Miteinander einfacher. Deshalb lassen sich diejenigen von uns, die spontan sind, in ihren Beziehungen eher treiben. Außerdem schafft Spontaneität sichere Räume und hilft auch unseren Mitmenschen, authentisch zu sein, dank unserer Natürlichkeit.

Es ist leicht, spontan zu sein, wenn wir Selbstvertrauen und ein großes Selbstwertgefühl haben. Wenn wir aber unsicher sind, wird es etwas komplizierter für uns, spontan zu handeln. Aber glücklicherweise ist es nicht unmöglich. Wenn wir mehr Spontaneität in unser Leben integrieren wollen, um natürlicher und transparenter auf unsere Mitmenschen zu wirken, dürfen wir uns nicht verstellen. Wir das erreicht werden soll? Da haben wir drei Tipps für euch, liebe Leser, zusammengestellt.

1. Unserer Intuition folgen

Wir werden nicht spontaner handeln, wenn wir nicht lernen, unserer inneren Stimme zu vertrauen. Auf diese Stimme in unserem Unterbewusstsein zu achten, die uns oft sagt, was wir tun oder wie wir uns anderen gegenüber verhalten sollen. Gibt es einen anderen Weg, uns selber besser kennenzulernen?

Frau schaut in den Sonnenuntergang und scheint ihr Leben zu genießen.

Unsere Intuition ist das, was uns als Erstes in den Sinn kommt, noch bevor wir uns irgendwelche Urteile bilden oder Bewertungen vornehmen, die oft von Ängsten begleitet sind und zu falschen Überzeugungen führen.

Versuchen wir, uns selbst ein wenig mehr zu vertrauen. Hören wir auf, um den heißen Brei herumzureden und lassen wir unseren Gefühlen freien Lauf. Allerdings sollten wir weiterhin vorsichtig mit jenen Entscheidungen sein, die mit erheblichen Risiken für uns und andere verbunden sein können. Manchmal ist es klüger, wenn wir darüber nachdenken, welche Konsequenzen unsere Handlung haben könnten.

2. Raus aus unserer Komfortzone

Unsere Komfortzone verlassen ist eine gute Entscheidung, die niemals falsch sein kann. Dies kann uns viele Vorteile bringen, obwohl wir es vielleicht auf den ersten Blick nicht so wahrnehmen. Ein Vorteil ist, dass wir spontaner sein werden. Aber das Wichtigste ist, wenn wir den Schritt aus der Komfortzone wagen, dass wir auch unser Selbstvertrauen steigern und mehr an uns selbst glauben. So kommt unser wahres Ich zum Vorschein.

Besuchen wir doch einen Ort, den wir nicht kennen. Oder wir ändern unsere Routine. Vielleicht lassen wir unser Handy einmal zu Hause, wenn wir ausgehen? Starten wir einfach ins Unbekannte, verlassen wir unser Schneckenhaus, in dem wir es uns so gemütlich gemacht haben und entdecken wir uns selbst neu.

Wenn wir Abenteuer jenseits unserer Komfortzone erleben, machen wir Erfahrung um Erfahrung, die uns hilft, unsere eigene Angst zu überwinden. Wir müssen dazu kein Bungee-Jumping oder Fallschirmspringen machen. Es könnte uns schon helfen, wenn wir im Freundeskreis unsere Meinung deutlich zum Ausdruck bringen, anstatt zu warten, bis andere Entscheidungen für uns fällen und wir diese nur abnicken. Wagen wir doch den Schritt ins Rampenlicht!

3. Gegen unseren Terminkalender zu gewinnen

Eine der größten Hürden vor mehr Spontaneität ist ein durchgeplanter Tag, ein voller Terminkalender. Vielleicht denken wir, dass wir unseren Kalender füllen müssten und planen deswegen jede Stunde des Tages durch. Falls wir dann doch noch einen freien Moment finden, versuchen wir auch diesen „sinnvoll“ zu füllen.

Ein Mann relaxt auf seinem Balkon.

Unser Weg zu mehr Spontaneität beginnt mit der Reorganisation unseres Zeitplans. Zunächst können wir bewusst Zeiten in unserem Kalender frei lassen. Dann sollten wir der Versuchung widerstehen, diese freie Zeit doch noch zu verplanen. Jede Woche sollten wir außerdem die Zeiten ändern, die wir uns freinehmen.

Denken wir darüber nach, welche Verpflichtungen wir übernommen haben und welche Priorität diese tatsächlich haben. Ist es uns möglich, irgendwelche von diesen Verpflichtungen loszuwerden? Könnten wir vielleicht eine bestimmte Aufgabe einer anderen Person übertragen? Ist es möglich, dass wir in unserem Terminkalender einen ganzen Tag freihalten? Am Anfang mag es in uns noch Unbehagen auslösen, aber wenn wir spontaner sein wollen, wird diese Technik uns helfen.

Wir werden spontaner sein, wenn wir uns selbst akzeptieren und zuhören, auf uns selbst achten. Abgesehen von diesen Strategien ist es das Wichtigste, dass wir lernen, uns selbst so anzunehmen, wie wir sind, und das auch schätzen zu lernen.  Der Rest wird von allein kommen. Wenn wir unseren eigenen Wert anerkennen, werden wir auf jeden Fall in der Lage sein, spontaner zu sein … Vergessen wir das nicht!