3 Strategien, um dein Selbstwertgefühl zu steigern

· 20. Mai 2018

Das Selbstwertgefühl, genauer gesagt, sein Zustand und Einfluss, ist für viele zu einer wahrhaftigen Herausforderung geworden. Es gibt unzählige Bücher und Artikel, die das Selbstwertgefühl als ein Allheilmittel anpreisen. Darin sagt man uns, dass alles fließen würde, wenn wir ein starkes Selbstwertgefühl hätten. Andernfalls würde alles schlecht laufen. Das Problem dabei ist, dass diese Eigenliebe grundsätzlich in den ersten Lebensjahren aufgebaut wird und man diese ersten Jahre kein zweites Mal erleben kann. Aus diesem Grund fragen sich viele: Kann man das Selbstwertgefühl auf irgendeine Weise steigern, wenn es keine solide Grundlage hat?

Die Antwort auf diese Frage lautet natürlich ja. Wenn jemand unter besonders guten Bedingungen aufwächst, wird seine Eigenliebe von den ersten Lebensjahren an wachsen. Diese Wurzeln sind dann sehr stark und dieser Mensch hat größere Chancen, sein Wohlergehen und Glück zu finden. Doch wenn dem nicht so ist, besteht immerhin die Möglichkeit, jene Wurzeln zu reparieren und zu kräftigen, die nicht so stark sind.  

Somit kommt eine andere Frage auf: Wofür sollen wir unser Selbstwertgefühl steigern? Obwohl das offensichtlich erscheint, ist die Antwort manchmal nicht so eindeutig. Fehlende Eigenliebe ist der Grund für viele unangenehme Zustände und gleichzeitig der Faktor, der das Risiko für diese erhöht. Daraus resultiert oft ein konstantes Unwohlsein, von dem sich der Betroffene nicht befreien kann. Deshalb wird es zu einer Herausforderung, sich realistische Ziele zu setzen und sie zu erreichen.

In der Summe kann uns ein niedriges Selbstwertgefühl unser Leben erschweren. Um das zu vermeiden, möchten wir dir nachfolgend drei effiziente Strategien vorstellen, mit denen du es auch als Erwachsener noch steigern kannst.

„Wir alle wissen, dass das Selbstwertgefühl aus dem herrührt, was du über dich selbst denkst, und nicht aus dem, was andere über dich denken.“

Gloria Gaynor

1. Schreibe auf, was du an dir magst: Eine Strategie, um dein Selbstwertgefühl zu steigern

Eines Großteil unserer Verhaltensweisen sind wir uns nicht bewusst, oder zumindest nicht immer. In den meisten Fällen gelingt es uns nicht, genau zu sagen, warum wir denken, wie wir denken, oder wieso wir fühlen, wie wir fühlen. Wir empfinden einfach auf diese und nicht auf eine andere Weise, aber wir machen uns keine Gedanken darüber, warum. Die zugehörigen Informationen befinden sich in unserem Unterbewusstsein.

Schmetterlinge fliegen um das Gesicht eines Mannes herum

Wenn keine Eigenliebe vorhanden ist, entgehen unserem Verstand viele positive Aspekte unseres Seins. Daher ist es ein wertvolles Instrument, aufzuschreiben, was wir an uns mögen, um unser Selbstwertgefühl zu steigern.

Es geht schlichtweg darum, das Beste von uns niederzuschreiben: was wir an uns mögen, was wir heute erreicht und welche Hürden wir genommen haben. Definiere, was deine Stärken, Schwächen und Talente sind. Schreibe deine guten Taten auf. Vor allem aber solltest du diese Liste immer wieder überarbeiten. Das wird deinem Verstand helfen, wie ein Verbündeter für dich zu arbeiten und nicht gegen dich wie ein Feind.

2. Mache pessimistische Sicht- und Verhaltensweisen ausfindig

Wenn unsere Eigenliebe in Mitleidenschaft gezogen ist, neigen wir dazu, die Welt aus einer pessimistischeren Sichtweise zu betrachten. In bestimmter Weise projizieren wir unser Unwohlsein auf unser Umfeld. Somit konzentrieren wir uns irgendwann nur noch auf das Negative anstatt auf das Positive an der Realität.

Dann legen wir nur wenig konstruktive Verhaltensweisen an den Tag, wie zum Beispiel uns mit anderen zu vergleichen, Angst zu entwickeln, wenn wir kurz davor stehen, einen wichtigen Erfolg zu erzielen, oder uns von unserer Trägheit mitreißen zu lassen, weil es uns schwerfällt, an unsere eigenen Träume zu glauben.

Verunsicherte Frau mit Häusern im Kopf

Es ist empfehlenswert, uns immer wieder selbst zu beobachten. Das Ziel dabei ist es, all diese Denkmuster ausfindig zu machen, die dazu führen, dass wir uns schlecht fühlen. Vielleicht malen wir etwas schwarz, nicht weil es so ist, sondern weil wir uns die Angewohnheit angeeignet haben, es auf diese Weise zu interpretieren. Sobald wir uns beobachten und uns dessen bewusst werden, können wir uns nach und nach von dieser uns einschränkenden Angewohnheit befreien.

3. Die Fünf-Finger-Übung

Diese Übung wurde von dem Psychologen José Ignacio Fernández entwickelt. Sie kann eine sehr nützlich Strategie sein, um dein Selbstwertgefühl zu steigern. Sie beinhaltet eine Reihe von äußerst simplen Handlungen, um deine Stimmung zu heben, wenn sie am Boden ist.

Folgendes soll in die Tat umgesetzt werden:

  • Entspannung: Zuerst musst du tief ein- und ausatmen, um entspannter zu sein.
  • Die erste Vorstellung: Danach solltest du am besten die Hände ausstrecken und den Daumen zum Zeigefinger führen. In dieser Position solltest du an einen Moment in deinem Leben denken, in dem du dich geliebt und beschützt gefühlt hast. Zum Beispiel an einen Moment der Hilflosigkeit, in dem dir jemand geholfen und sich um dich gekümmert hat.
  • Die zweite Vorstellung: Jetzt musst du deinen Daumen und deinen Mittelfinger zusammenbringen. Dann solltest du dir eine Situation vorstellen, in der du Erfolg gehabt hast.
  • Die dritte Vorstellung: Führe nun deinen Daumen zum Ringfinger. Erinnere dich an eine gute Tat, die du getan hast.
  • Die vierte und letzte Vorstellung: Zuletzt solltest du deinen Daumen und deinen kleinen Finger zusammenführen. Daraufhin solltest du an jemanden denken, den du liebst oder wirklich geliebt hast.
Gelber Schmetterling sitzt auf einer Hand

Diese Übung ist in jenen Momenten, in denen wir viel Ablehnung erfahren oder in denen es uns an Selbstvertrauen mangelt, sehr hilfreich, um sowohl in diesem Moment ein Gleichgewicht zu finden als auch um unser Selbstwertgefühl langfristig zu steigern. Denke daran, dass wir immer etwas ändern und lernen können, glücklicher zu sein, ganz egal, wie unsere Umstände sind.