3 Strategien, um dein Bedürfnis nach Anerkennung zu lindern

· 2. Oktober 2018

Das Bekämpfen des Drangs nach Anerkennung (und diesen Kampf auch zu gewinnen) kann eine der wertvollsten Errungenschaften sein, die du für dich selbst erreichen kannst. Dieser Drang hat alle möglichen Nebenwirkungen: Eine davon ist, dass du von dem Weg abgelenkt wirst, auf dem du eigentlich gehen willst. Dennoch ist es ein Bedürfnis, welches wir alle irgendwann einmal verspüren.

Aber nur weil es üblich ist, bedeutet es nicht, dass es nicht schädlich sein könne. Unter bestimmten Umständen kann die motivierende Seite dieses speziellen Verlangens sehr nachteilig wirken. Es ist deshalb wichtig, den Wunsch, niemandem auf die Füße zu treten, von dem Wunsch, jedem zu gefallen, zu trennen. Genauso ist es notwendig, das, was du tust, um anderen zu gefallen, ohne deine wahren Absichten zu verfolgen, von den Handlungen zu trennen, in denen das der Fall ist.

Schritte, um dein Bedürfnis nach Anerkennung zu lindern

Wenn du dein Bedürfnis nach Anerkennung reduzieren möchtest, wisse, das wirst du nicht an einem Tag erreichen. Aber wie der fernöstliche Philosoph Lao Tse bereits sagte: „Auch eine lange Reise beginnt mit einem Schritt.“  Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, auf dieses spezielle Ziel hinzuarbeiten, und wir haben für diesen Artikel jene ausgewählt, die laut Forschungsergebnissen am effektivsten sind:

  • Stelle die Konsequenzen dieses Verlangens heraus.
  • Verbessere dein Selbstwertgefühl.
  • Entwickle eine interne Kontrollüberzeugung.

Werfen wir einen Blick auf jeden einzelnen dieser Punkte.

Eine Frau im Kleid balanciert auf einem Bahngleis.

1. Stelle die Konsequenzen dieses Verlangens heraus

Das größte Hindernis, auf das du stößt, wenn du dein Bedürfnis nach Anerkennung bekämpfst, ist, zuzugeben, dass dieses Bedürfnis dein Verhalten beeinflusst. Studien zeigen, dass die meisten von uns gar nicht wissen (wollen), was sie alles anstellen, um anderen Menschen zu gefallen.

Um zu beginnen, schlagen wir daher vor, dass du einen Test machst, um deinen Bedarf nach Anerkennung zu analysieren und zu quantifizieren. Stelle dir dazu die folgenden Fragen: Was würde ich anders machen, wenn jeder mich lieben würde, egal was ich tue? Wenn mich niemand beurteilen würde, würde ich etwas an meinem Leben ändern? Wenn ich die letzte Person auf der Erde wäre, womit würde ich meine Zeit verbringen?

Diese Art von Fragen helfen dir, dich von deinem Anspruch auf Anerkennung zu befreien. Das liegt daran, dass du mit ihrer Hilfe erkennen kannst, was du bereits aufgrund deines Drangs nach Anerkennung getan hast. Dann kannst du entscheiden, ob du bestimmte Gewohnheiten beibehalten, ändern oder ablegen möchtest.

2. Verbessere dein Selbstwertgefühl

Ein schlechtes Selbstbild kombiniert mit den Emotionen, die mit diesem Bild einhergehen, können dazu führen, dass du dich total verbiegst und mit allen Mitteln versuchst, die Zustimmung anderer Menschen zu erhalten. Wenn du an deiner eigenen „Qualität“ zweifelst, steigt die Notwendigkeit, dass andere dein Selbstwertgefühl mit ihrer Anerkennung bestärken. Das Problem ist, dass du dich dann vielleicht so verhältst, wie du es eigentlich gar nicht möchtest.

Wenn dies geschieht, wird dein Selbstwertgefühl noch weiter sinken. Dies kann in einen Teufelskreis führen, in dem du, je schlechter du dich fühlst, umso mehr die Zustimmung anderer suchst. Wenn du im Gegenzug dazu daran arbeitest, dein Selbstwertgefühl zu stärken, wirst du feststellen, dass es dadurch einfacher und leichter wird, dein Bedürfnis nach Anerkennung zu bekämpfen. Dabei ist es egal, wie du das anstellst. Dich selbst zu lieben, sollte einer deiner Prioritäten sein.

„Liebe dich selbst, als würde dein Leben davon abhängen. Weil es das tut.“

Camil Ravikant

Zwei Hände strecken ein rotes Herz nach vorn.

3. Entwickle eine interne Kontrollüberzeugung

Eine der Komponenten eines gesunden Selbstbildes ist eine interne Kontrollüberzeugung. Dieser seltsame Terminus bezieht sich auf die Vorstellung, dass du große Macht darüber hast, was mit dir passiert. Denke doch einmal daran, dass irgendetwas passiert, was dir nicht gefällt. Neigst du in solchen Situationen dazu, die Schuld jemand anderem zu geben? Oder entschließt du dich, die Verantwortung selbst zu tragen und daran zu arbeiten, es in Zukunft besser zu machen?

Wenn du eine externe Kontrollüberzeugung hast, du also glaubst, dass dein Leben von Faktoren abhinge, die du nicht ändern kannst, dann ist es wahrscheinlicher, dass du die Anerkennung anderer Menschen brauchst, um dich gut zu fühlen. Wenn du aber weißt, dass du die Kontrolle hast, wirst du mehr auf dich selbst und weniger auf andere schauen.

Denke daran, egal was du tust, es wird immer jemanden geben, dem es nicht gefällt. Also warum sich Sorgen darüber machen, was andere über dich denken? Sobald du dich entschieden hast, die Zügel in die Hand zu nehmen und dein Leben zu lenken, ist es sehr einfach, das Bedürfnis nach Anerkennung zu lindern. Am Ende des Tages, wenn du nur noch das machst, was du wirklich machen möchtest, sind die Meinungen anderer kaum noch relevant.

Die drei Strategien, die wir in diesem Artikel vorgestellt haben, verstärken sich gegenseitig. Wähle also irgendeine davon aus und fange einfach an, daran zu arbeiten. Du wirst schnell erkennen, dass das, was andere von dir denken, kein wichtiger Faktor ist, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen.