3 Sportarten für dein Gehirn

6. Juni 2018 en Kuriositäten 0 Geteilt
Sport für das Gehirn - tanzende Menschen

Dass Sport Körper und Geist guttut, ist keine Neuigkeit. Körperliche Ertüchtigung reichert das Blut mit Sauerstoff an und regt den Kreislauf an. Sie fördert die Leistung des Gehirns, es verbessert Wahrnehmung, Gedächtnis und Konzentration. Aber es steckt noch mehr dahinter, wenn vom Sport für das Gehirn die Rede ist: Bewegung reduziert auch die Produktion des Stresshormons Kortisol und wirkt deshalb entspannend und emotional ausgleichend; gleichzeitig wird die Serotoninproduktion angekurbelt. Nach dem Sport fühlen wir uns deshalb wohl und glücklich.

Tanzen ist wie mit den Füßen träumen.

Es gibt eine interessante Studie über dieses Thema. Die Autoren wollten herausfinden, was genau die Vorteile von Gymnastik, Laufen und Tanzen sind. Sie haben sich gefragt, welche dieser drei Aktivitäten sich am besten auf das Gehirn auswirkt. Um dies herauszufinden, haben sie ein Experiment mit einer Gruppe Probanden durchgeführt. Werfen wir einen Blick auf ihre Schlussfolgerungen und sehen wir, von welcher Aktivität das Gehirn am ehesten profitiert!

Sport für das Gehirn: ein Experiment

Zuerst haben die Forscher eine Gruppe von 174 Probanden versammelt. Alle waren über 60 Jahre alt. Es ist allgemein bekannt, dass im hohen Alter die Hirnsubstanz schwindet. Dies hat ungünstige Folgen, wie zum Beispiel Gedächtnisstörungen und die Verminderung der kognitiven Leistung.

Gehirn schwebt über einer Hand

Alle Probanden haben eher einen sesshaften Lebensstil gepflegt. Die wenigsten haben Sport getrieben. Die, die Sport gemacht haben, haben dies nur sporadisch und nicht regelmäßig getan. Perfekte Bedingungen also, um zu sehen, was Sport mit unserem Gehirn macht.

Bevor es losging, unterliefen die Probanden Tests zu ihrer kognitive Kapazität. Diese Tests lieferten die Ausgangsdaten.

Ein Vergleich

Die Probanden wurden in drei Gruppen eingeteilt. Jede Person wurde zufällig einer der Gruppen zugeordnet. Die erste Gruppe begann, zu laufen. Die Mitglieder mussten einen flotten Marsch hinlegen. Eine Stunde, dreimal die Woche.

Sport für das Gehirn: Laufen.

Die zweite Gruppe machte Dehnübungen, leichte Gymnastik also. Ebenfalls dreimal die Woche für eine Stunde. Außerdem haben diese Probanden ihr Gleichgewicht geschult.

Die dritte Gruppe ging dreimal die Woche in ein Tanzstudio. Dort mussten sie nicht nur tanzen, sondern auch noch eine Choreographie auswendig lernen. Die Choreographie wurde Woche für Woche erweitert, folgte aber dem einfachen Rhythmus von Country-Musik.

Schlussfolgerungen

Das Experiment wurde über sechs Monate fortgeführt. Am Ende des Experiments benutzten Forscher bildgebende Methoden, um die Veränderungen im Gehirn der Probanden darzustellen. Einige Ergebnisse waren wie erwartet, während andere die Forscher verblüfften.

Das Bemerkenswerteste war, dass alle Teilnehmer bessere Ergebnisse in den kognitiven Tests erzielten als zu Beginn des Experiments.

Tanzen in blau und lila.

Das Ergebnis der Tänzer war überraschend. Sie waren die Gruppe, die eine komplizierte Choreografie auswendig lernen musste. Ihre Fortschritte waren größer als die der anderen. Die Forscher erklärten, dass der Grund dafür die fordernde geistige Aktivität neben dem eigentlichen Sport gewesen sei. Tatsächlich konnten sie bei vielen dieser Teilnehmer eine Steigerung der Dichte der weißen Substanz feststellen.

Agnieszka Burzynska, einer der Autoren, sagte, dass 2014 eine ähnliche Studie durchgeführt worden sei. Damals wurde herausgefunden, dass, je länger eine Person sitzt, desto mehr baut das Gehirn ab, sogar wenn die Person am Ende des Tages Sport treibt.

Aus diesen Resultaten leiten wir zwei Empfehlungen ab. Erstens, ein sesshaftes Leben zu führen schadet dem Gehirn. Zweitens, körperliche Ertüchtigung reaktiviert das Gehirn. Und von allen Formen der Bewegung, die untersucht wurden, ist Tanzen der effektivste Sport für das Gehirn.

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