3 Frauen, die aufgrund ihrer Kunst und Persönlichkeit Geschichte schrieben

· 2. Mai 2016

In der heutigen Zeit kämpft das weibliche Geschlecht unaufhörlich darum, seine eigene Identität zu finden und die verschiedenen Rollen, die sie in ihrem Leben spielt, miteinander zu vereinbaren.

Dieser Kampf wäre etwas inspirierender, wenn in unserer derzeitigen Gesellschaft all die weiblichen Ikonen – Frauen, die überall in der Gesellschaft in der Chefetage ihren Platz gefunden haben – über Talent, Authentizität und Bescheidenheit verfügen würden. Leider ist das aber nicht immer der Fall und viele Beispiele, die uns in den Sinn kommen, sind nicht gerade Paradebeispiele.

Aus diesem Grund werfen wir gern einen Blick zurück in die Vergangenheit und suchen ein bisschen Inspiration bei ein paar Frauen, die wussten, wie sie das allgemeine Bild der Frau durch ihr Talent, ihren Charakter und ihre Raffinesse veränderten. Sie sind Paradebeispiele dafür, sich selbst treu zu bleiben und nicht zu versuchen, andere zu beeindrucken. Das hinterließ eine noch viel tiefere Spur als sie sich hätten vorstellen können.

In diesem Artikel beziehen wir uns auf drei dieser einzigartigen Frauen:

Greta Garbo

Sie ist ein absoluter Mythos der Filmkunst und eine Ikone, die Generationen verzauberte. Dennoch stand das Leben dieser Schauspielerin anfänglich unter keinem guten Stern. Sie wurde in eine sehr arme schwedische Familie hineingeboren, weshalb sie schon in jungem Alter begriff, dass sie für ihre Leidenschaft hart arbeiten musste. Im Alter von 14 Jahren war sie das Werbegesicht von einigen Kaufhäusern. Und es dauerte nicht lange, bis sie Angebote aus Hollywood erhielt, die sie sorgfältig auswählte. Doch sie wollte von Anfang an nicht, dass ihr Privatleben vermarktet wird.

Sie ist ein Beispiel für Diskretion und Professionalität, bemühte sich immer, eine sehr gute Schauspielerin zu sein, begann ihre Karriere mit Stummfilmen, und gab sich niemals für die Millionen Interviewanfragen bezüglich ihres Privatlebens her, die in geschriebener Form oder in audiovisuellen Medien veröffentlicht werden sollten.

Greta Garbo lebte nach dem Motto: „Lebe für dich und nicht für die anderen.“

Greta Garbo

Sie beendete ihre Karriere im Alter von 36 Jahren und lebte für den Rest ihres Lebens allein, weil sie es so wollte, und sie legte ihr Vermögen gut an. Sie war eine große Naturliebhaberin, liebte die Ruhe und ihre Familie. Sie verstarb mit 84 Jahren in New York und vermacht uns das Erbe, zu wissen, wie man sein Leben leben soll und ein unvergleichliches Beispiel für die Gesellschaft wird.

Greta Garbo zeigte uns, was es heißt, eine gute Erziehung genossen zu haben und sich und seinen Prinzipien selbst im Showbusiness treu zu bleiben.

Frida Kahlo

Die berühmteste Mexikanerin in der Geschichte ist wegen ihrer Bilder und ihrer leidenschaftlichen und emotionalen Persönlichkeit eine wahrhafte Legende, die das immer auf eine künstlerische Art und Weise ausdrückte.

Ihr unendliches Leiden aufgrund physischer Schmerzen prägte ihre Existenz. Als Kind erkrankte sie an Kinderlähmung, was bei ihr dazu führte, dass sie ein dünneres und etwas kürzeres rechtes Bein und starke Schmerzen zurückbehielt. Im Alter von 18 Jahren musste sie erneut einen Schicksalsschlag verkraften, als sie einen Unfall hatte, der sie auf Lebzeiten beeinträchtigen sollte. Sie war Opfer eines Busunglücks, bei dem sich eine Stahlstange durch ihr Becken bohrte. Ihre Wirbelsäule war dreifach gebrochen. Ihr linkes Bein wies elf Frakturen auf, ihr rechter Fuß wurde zermalmt, ihre linke Schulter war ausgerenkt.

Frida Kahlo

Ihren Alltag musste sie fortan liegend mit starken Schmerzen im Bett verbringen. Sie musste sich mehr als 30 Operationen unterziehen und war dazu verdonnert, mit einem Stahlkorsett zu leben. Ans Bett gefesselt begann sie zum Zeitvertreib, dort zu malen und zu schreiben, um ihrem Schmerz in irgendeiner Form Ausdruck zu verleihen. Sie konnte sich im Laufe der Zeit erholen und hatte leidenschaftliche Romanzen. Die wohl berühmteste hatte sie mit Diego Rivera, mit dem sie mehrere Fehlgeburten zu verkraften hatte, die sie in eine tiefe Trauer stürzten.

All ihre Liebe und ihre Frustration drückte sie mit solch einer Sensibilität in ihren Werken aus, dass sie zu einem weltweiten Symbol für einen wundervollen künstlerischen Ausdruck von Schmerz durch ihre Gemälde wurde.

Frida Kahlo starb im Alter von 47 Jahren. Mit jedem Jahr wird ihr menschliches und künstlerisches Erbe für die Welt bedeutender. Die Kunst ist zweifellos eine besondere Art, unsterblich zu sein.

Maria Callas

Maria Callas war eine Sopransängerin griechischer Herkunft, die zur einflussreichsten Opernsängerin und einer der berühmtesten Frauen des 20. Jahrhunderts wurde.

Ihre Eltern lebten als griechische Einwanderer in New York, wo sie sich dank eines vielversprechenden Geschäfts ihres Vaters, der Pharmazeutiker war, schnell ein angenehmes Leben aufbauen konnten. Ihre Eltern ließen sich scheiden und sie ging zusammen mit ihrer Mutter, zu der sie keine gute Beziehung hatte, nach Griechenland zurück. Jahre später erklärte Callas, dass ihre Mutter größtenteils dafür verantwortlich war, dass sie ein geringes Selbstwertgefühl hatte, weil sie sie als dick und hässlich bezeichnete und sie unaufhörlich mit ihrer Schwester verglich.

Trotz allem hatte sie eine vielversprechende Karriere vor sich, die aber nicht von heute auf morgen kam, da Maria nicht nur in Stücken singen wollte, deren Erfolg sicher war. Sie wollte in Opern singen, die für sie bedeutender waren.

Cara Maria Callas

In dieser Zeit hörte man oft, wie sie Rollen nicht annahm, die für die Frauen, die diese interpretierten, sofortigen Ruhm versprachen. Aber sie vertraute ihrem Instinkt, erfand sich neu und erzielte eine beneidenswerte Karriere aufgrund dessen, dass sie sich immer von ihren persönlichen Kriterien leiten ließ. Gern wurde sie auch „die Göttliche“ genannt.

Der Musikwissenschaftler Kurt Pahlen definierte ihre Kunst folgendermaßen: „Ihr Gesang ähnelt einer offenen Wunde, die blutet und ihre vitalen Kräfte zum Vorschein bringt, als wäre sie das Gedächtnis der Schmerzen der gesamten Welt.“

Nachdem sie Onassis kennenlernte, verließ sie ihren Ehemann und erregte mit dem griechischen Magnat große Aufmerksamkeit in den Medien. Bevor sie auf Onassis traf, hatte ihre Stimme an Qualität verloren, und das sogar sehr. Nach der Trennung von Onassis wurden die Probleme mit ihrer Stimme sogar noch gravierender. Onassis versuchte mehrere Male, ihre Beziehung wieder aufleben zu lassen, aber Maria besaß einen sehr starken Charakter und würde ihm, obwohl sie noch immer in ihn verliebt war, nie verzeihen können, auf welche Art und Weise er sie wegen Jacqueline Kennedy verlassen hatte. Kurz vor seinem Tod bat Onassis Maria, zu ihm zurückzukommen und sie entschied sich dazu, ihn bis an sein Lebensende zu begleiten.

Maria war schon immer eine dieser Frauen, die sehr sensibel und unsicher sind, doch sie hatte gleichzeitig eine klare Vorstellung von ihrem Leben und besaß einen überraschenden Charakter.

Mit 53 Jahren starb sie an einer Herzattacke. Allerdings gab es auch die Theorie eines Selbstmordversuches durch Beruhigungsmittel. Vielleicht entschied sich die sensible und unsichere Maria, „die Göttliche“, dazu, in ihrer Stadt, Paris, nach einem Leben voller Licht und Schatten, aber vor allem voller Gefühl, für immer einzuschlafen.

Sie lebte zum Ende hin allein und starb auch allein, und es ist wie dieses Zitat beschreibt: Die schlimmste Traurigkeit ist die, die keine Zeugen kennt.“