20 bedeutende Mathematikerinnen und Mathematiker

Wir stellen heute eine Auswahl von 20 bedeutenden Persönlichkeiten vor. Diese Mathematikerinnen und Mathematiker haben die Welt verändert.
20 bedeutende Mathematikerinnen und Mathematiker

Geschrieben von Redaktionsteam

Letzte Aktualisierung: 03. Mai 2022

Oft wird Indien als Geburtsort der Mathematik genannt, doch es gibt Beweise dafür, dass die ersten mathematischen Konzepte und Ideen mindestens 20.000 Jahre alt sind. Die Liste von Persönlichkeiten, die wichtige Beiträge zu dieser Disziplin geleistet haben, ist deshalb lang. Wir stellen heute eine Auswahl von 20 bedeutenden Persönlichkeiten vor. Diese Mathematikerinnen und Mathematiker haben die Welt verändert.

Bedeutende Mathematikerinnen und Mathematiker

Viele Namen bedeutender Denker, die sich mit der Mathematik beschäftigt haben, sind allgemein bekannt. Newton ist sicherlich eines der besten Beispiele. Andere Persönlichkeiten, sind jedoch nicht so geläufig, obwohl sie ebenfalls grundlegende Beiträge geleistet haben.

1. Pythagoras (570-495 v. Chr.)

Pythagoras von Samos werden viele mathematische Entdeckungen zugeschrieben, darunter der Satz des Pythagoras, der auch heute noch gültig ist. Er soll einer der ersten Denker gewesen sein, die sich selbst als Philosophen bezeichneten, also als Liebhaber der Weisheit. Pythagoras und seine Anhänger glaubten, dass sich das Universum mithilfe von Zahlen erklären lässt.

2. Euklid (325-265 v. Chr.)

Euklid ist bekannt als der Vater der Geometrie. Seine Ideen sind in seinem Werk “Die Elemente” nachzulesen, das unter anderem auch Beiträge zur Zahlentheorie, Euklids Lemma, Euklids Algorithmus und der Unendlichkeit der Primzahlen enthält. Seine Arbeit wurde bis Anfang des 20. Jahrhunderts als Grundlage für den regulären Mathematikunterricht verwendet.

3. Hypatia (360-415 n. Chr.)

Hypatia zählt zu den bedeutendsten Denkerinnen der Geschichte. Ihr Leben ist gut dokumentiert und obwohl es keine Beweise dafür gibt, dass sie eine bahnbrechende mathematische Entdeckung gemacht hat, war sie eine große Kennerin, Lehrerin und Kommentatorin von mathematischen Werken und Theoremen. Sie redigierte und kommentierte unter anderem die Bücher von Ptolemäus und Apollonius von Perga.

4. Girolamo Cardano (1501-1576)

Girolamo Cardano ist wahrscheinlich der wichtigste Mathematiker der gesamten Renaissance. Er führte den Binomialsatz und die Binomialkoeffizienten ein. Außerdem war er einer der Begründer der Wahrscheinlichkeitstheorie. Er erkannte die Existenz von imaginären Zahlen und leistete Beiträge zu kubischen und quartischen Gleichungen.

5. Isaac Newton (1642-1726), ein herausragender Mathematiker

Newton ist ein Denker, der keiner weiteren Vorstellung bedarf. Sein Werk “Principia” war ein Meilenstein in der Geschichte der westlichen Mathematik und Physik und ist die Grundlage für die klassische Mechanik. Unter anderem verallgemeinerte er den Binomialsatz, entwickelte eine Methode zur Annäherung an die Wurzeln einer Funktion, klassifizierte kubische ebene Kurven und entwickelte die Infinitesimalrechnung.

Newton - Mathematiker

6. Gottfried Leibniz (1646-1716)

Nicht nur Newton, auch Leibniz hat einen wichtigen Beitrag zur Infinitesimalrechnung geleistet. Er war ein brillanter Mathematiker, auch wenn seine Ideen immer von denen Newtons überschattet wurden. Er war seiner Zeit weit voraus und entwickelte zentrale Ideen, die heute in der Wahrscheinlichkeitstheorie und Informatik von Bedeutung sind. Außerdem lieferte er wichtige Beiträge in der Geometrie, den linearen Funktionen, der Kalkulation und den Funktionen.

7. Thomas Bayes (1702-1761)

Bayes ist primär für die Entwicklung des Bayes-Theorems bekannt. Seine Ideen zu diesem Thema wurden zu seinen Lebzeiten nicht veröffentlicht, sondern erst nach seinem Tod von Richard Price herausgegeben. Dieser Mathematiker ist für den Bayesschen Wahrscheinlichkeitsbegriff und die Bayessche Statistik bekannt.

8. Leonhard Euler (1707-1783)

Euler ist einer der Väter der Infinitesimalrechnung, der komplexen Analysis und der analytischen Zahlentheorie. Er führte den Begriff der mathematischen Funktion und ein. Außerdem geht die Eulersche Zahl auf ihn zurück. Euler war der erste Forscher, der die Graphentheorie anwendete. Er wurde durch die Lösung des Basler Problems bekannt.

9. Joseph Lagrange (1736-1813)

Lapranges Beiträge finden sich in der Zahlenanalyse, der Zahlentheorie und der klassischen Mechanik von Newton. Er gilt auch als die treibende Kraft hinter der mathematischen Physik, der Algebra, der analytischen Geometrie, den Differentialgleichungen und den Kettenbrüchen. Seine Ideen, die Newtons Theorie neu formulieren, sind heute als langragianische Mechanik bekannt.

10. Pierre-Simon Laplace (1749-1827)

Ein Pionier der mathematischen Physik, der umfangreiche Kommentare und Beiträge zur klassischen Mechanik (insbesondere in Bezug auf die Infinitesimalrechnung) lieferte. Er entwickelte die Nebelhypothese, formulierte die Laplace-Gleichung und das, was heute als Laplacian-Differentialoperator bekannt ist. Er war wahrscheinlich der größte Mathematiker seiner Zeit und deshalb auch als französischer Newton bekannt.

11. William Playfair (1759-1823)

Playfair ist der Begründer der grafischen Methoden der Statistik und damit einer der Mathematiker, die Geschichte geschrieben haben. Er erfand mehrere Arten von Diagrammen, darunter Linien-, Balken-, Flächen- und Kreisdiagramme. Der Forscher leistete auch wichtige Beiträge zu Wirtschaft und Technik. Er verfasste verschiedene Aufsätze über lineare Arithmetik für den Fortschritt des Handels.

Kurt Gödel - mathematische Formeln

12. Carl Gauß (1777-1855)

Gauß formulierte den Fundamentalsatz der Algebra sowie Beiträge zu Zahlentheoremen, Arithmetik, quadratischen Formen und vielen anderen Bereichen. Er bewies und analysierte bestehende Theoreme, die schließlich in der Mathematik zum Standard wurden. Die Gaußsche Funktion und die Gaußsche Glocke sind nach ihm benannt.

13. Charles Babbage (1791-1871)

Babbage wird die Erfindung des ersten mechanischen Computers zugeschrieben, der die Grundlage für moderne Computer bildete. Er war einer der Gründerväter der Analytischen Gesellschaft, einer Institution, die Fortschritte vom europäischen Kontinent in die englische Mathematik einbringen sollte. Ihm wird auch die Entwicklung des ersten Computerprogramms zugeschrieben.

14. Ada Lovelace (1815-1852)

Die Mathematikerin setzte Babbages Arbeit fort, erweiterte sie und leistete einzigartige Beiträge zur Geschichte der Mathematik. Sie schuf den ersten Algorithmus, der speziell für die Verwendung in einem Computer entwickelt wurde, und wird oft als die erste Programmiererin der Geschichte bezeichnet. Ihre Arbeit ist in den letzten Jahren auf großes Interesse gestoßen.

15. James Maxwell (1831-1879)

Maxwell ist vorwiegend für seine Beiträge zur klassischen Theorie der elektromagnetischen Strahlung bekannt, also für die erste Theorie der Geschichte, die Licht, Magnetismus und Elektrizität beschreibt. Seine Ideen werden als die zweite große Vereinheitlichung der Physik angesehen. Er entwickelte ein statistisches Modell, um die kinetische Theorie der Gase zu erklären.

16. David Hilbert (1862-1943)

Hilberts Beiträge sind außerordentlich umfangreich. Wir erwähnen nur kurz, dass er als wichtigster Mathematiker des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts gilt. Er entdeckte grundlegende Konzepte im Bereich der Geometrie, der algebraischen Zahlentheorie, der kommutativen Algebra, der Invariantentheorie und der Variationsrechnung.

17. Srinivasa Ramanujan (1887-1920)

Obwohl der indische Mathematiker Ramanujan lange im Schatten stand, hat er wichtige Beiträge zur Geschichte der Mathematik geleistet. Er war größtenteils Autodidakt und ein herausragendes Genie seiner Zeit. Ramanujan beschäftigte sich hauptsächlich mit der mathematischen Analyse, unendlichen Reihen, fortgesetzten Brüchen und der Zahlentheorie.

18. John von Neumann (1903-1957)

Er galt als der wichtigste Mathematiker seiner Zeit und leistete unter anderem Beiträge zur Funktionalanalysis, Darstellungstheorie, numerischen Analyse, Topologie, Geometrie, Algebra, Ergodentheorie und Gruppentheorie. Auch in den Bereichen Physik, Informatik, Statistik und Wirtschaft war er sehr bewandert.

19. Stanislaw Ulam (1909-1984)

Ulam ging in die Geschichte ein, weil er mit einem Dutzend anderer Wissenschaftler am Manhattan-Projekt beteiligt war. Unter anderem entdeckte er das Konzept des zellulären Automaten, ein Berechnungsmodell, das noch heute verwendet wird. Er trug sowohl zur reinen als auch zur angewandten Mathematik bei und stellte Theoreme und Vermutungen auf.

20. Alan Turing (1912-1954)

Turing zählt zu den Gründervätern der theoretischen Informatik. Er leistete wichtige Beiträge im Bereich der Algorithmen und künstlichen Intelligenz. Während des Zweiten Weltkriegs entwickelte er die Kryptoanalyse.

Wie bereits erwähnt, handelt es sich nur um eine Auswahl bedeutender Mathematiker, natürlich gibt es viele andere Genies auf diesem Gebiet, die wichtige Beiträge geleistet haben. Ihr Erbe lebt weiter und dient den heutigen Mathematikern als Grundlage.

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