10 Sätze, um das Karma zu verstehen

8. Mai 2018 en Psychologie 2 Geteilt
Karma verstehen - Hände umschließen eine Blume.

Das Wort Karma ist ein häufig genutztes Wort. Im Allgemeinen sprechen wir über Karma, wenn uns etwas Negatives passiert. Wir verstehen es als eine Art Rache des Lebens für etwas Schlechtes, das wir getan haben. Doch in Wirklichkeit ist diese Definition unvollständig. Es ist deshalb empfehlenswert, einige Sätze zu kennen, die das Karma beschreiben, wenn wir es verstehen wollen. Damit ist gemeint, dass wir seine Bedeutung hoffentlich besser verinnerlichen können, wenn wir uns mit diesen Aussagen beschäftigen.

Das Wort Karma stammt aus der altindischen Sprache Sanskrit. Von den Indern wird es als eine unsichtbare und transzendente Kraft verstanden, die sich mit jeder Handlung einer Person zufriedengibt. Diese Kraft führt zu einer Kette von Konsequenzen. Dabei stellt sie grundsätzlich das Gesetz von Ursache und Wirkung dar.

„Probleme oder Erfolge, alle sind Ergebnisse unserer eigenen Handlungen. Das ist Karma. Die Handlungsphilosophie bedeutet, dass niemand Frieden oder Glück gibt. Das Karma selbst, die Handlungen selbst sind dafür verantwortlich, Glück, Erfolg oder was auch immer zu bringen.“

Maharishi Mahesh Yogi

Der Mensch ist frei und kann sein Handeln frei gestalten. Von seiner Wahl hängt ab, was in seiner Zukunft passiert. Es gibt kein Glück oder Pech, sondern lediglich die Folgen von Handlungen. Viele von ihnen zeigen sich erst nach langer Zeit.

Lass uns einige Sätze ansehen, um zu verstehen, was Karma ist.

Das Karma verstehen

Beginnen wir mit einem dieser schönen Sätze, der uns auf die wesentliche Bedeutung des Karmas hinweist. Dieser Satz stammt von Edwin Hubbel Chapiny und lautet: „Jede Handlung unseres Lebens berührt eine Saite, die in der Ewigkeit vibrieren wird.“  Damit wollte er ausdrücken, dass jede Handlung, und mag sie auch noch so klein sein, im Laufe der Zeit ihre Wirkung zeigen wird.

Karma in Neonlicht

EEckhart Tolle hingegen fordert uns auf, eine Wahrheit zu verstehen, die uns manchmal entgeht: Wir leben genau so, wie wir leben sollen. Und das äußert sich im täglichen Leben. Hierzu sagt er: „Das Leben wird dir jene Erfahrung bereiten, die für die Entwicklung deines Bewusstseins am nützlichsten ist. Woher weißt du, welche Erfahrung du brauchst? Ganz einfach: Es ist die Erfahrung, die du gerade erlebst.“

Der Schriftsteller Robert Louis Stevenson verfasste ebenfalls wunderbare Sätze, um das Karma verstehen zu können. Zum Beispiel diesen: „Beurteile nicht jeden Tag nach der Ernte, die du einholst, sondern nach den Samen, die du säst.“  In dieser Aussage wird eine der wesentlichen Überzeugungen des Karmas aufgegriffen: Man erntet, was man sät.

Die Beziehung zu anderen und dem Karma

„Wir haben uns aus einem bestimmten Grund getroffen. Entweder bist du ein Segen oder du bist eine Lektion.“ Unsere Beziehung zu anderen ist einer der Aspekte, die am stärksten vom Gesetz des Karmas berührt werden. Dieser Satz erinnert uns beispielsweise daran, dass jede Person aus einem bestimmten Grund in unser Leben tritt.

Auf die gleiche Weise wies uns Elbert Hubbard darauf hin, dass unsere Beziehungen zu anderen, seien sie gut oder schlecht, nicht vom Zufall abhängen. Dazu sagte er: „Wir erwecken in anderen die gleiche mentale Einstellung, die wir ihnen gegenüber haben.“

Wayne Dyer ergänzt hierzu: „Die Art, wie Menschen dich behandeln, ist ihr Karma, wie du reagierst, ist deines.“  Er lud uns damit dazu ein, unser Handeln mehr auf uns selbst als auf andere zu konzentrieren.

Farbige Figuren umarmen sich

„Wenn du einen Samen der Liebe pflanzt, wirst du derjenige sein, der blüht.“  Dieser schöne Satz stammt von dem buddhistischen Lehrer Ma Jaya Sati Bhagavati und bestätigt, dass es uns eher bereichert, zu geben, als zu nehmen.

Bewusstsein und Karma

„Karma ist kein unantastbarer Motor kosmischer Bestrafung. Es ist vielmehr eine neutrale Abfolge von Handlungen, Ergebnissen und Konsequenzen.“  Dieser Satz von Vera Nazarian verdeutlicht, dass es für unser Handeln keine Strafe gibt, die vom Himmel fällt. Vielmehr sind es die Handlungen slebst, die eine Kette positiver oder negativer Konsequenzen hervorbringen.

Etwas Ähnliches steckt in diesem Satz von Deepak Chopra: „Karma, wenn es richtig verstanden wird, ist nur die Mechanik, durch die sich das Bewusstsein festigt.“  Es ist klar, dass der Mensch selbst für seine Bestrafung verantwortlich ist. Wenn man sich falsch verhält, kann man nicht erwarten, dass sich daraus eine positive Lebensdynamik entwickelt.

Eine andere Eigenschaft des Karmas ist die ewige Wiederholung. Damit ist gemeint, dass das Leben uns immer wieder die gleichen schwierigen Erfahrungen bringt, bis wir uns ihrer bewusst werden. Ben Okri beschreibt es sehr deutlich: „Das Gesetz ist einfach. Jede Erfahrung wiederholt sich, oder du leidest, bis du sie zum ersten Mal richtig und vollständig erlebst.“

Eine Person meditiert unter einem Baum.

Asiatische Kulturen erteilen uns häufig Lektionen zum Leben. Die Gesetze des Karmas sind davon keine Ausnahme. Für einige Gesellschaften haben sie eine sehr große Bedeutung, die weit über das oben Gesagte hinausgeht. Auch für das Miteinander in westlichen Kulturen sind sie sehr hilfreich. Es liegt an uns, sie zu nutzen.

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