10 Gründe, wieso man Psychologie studieren sollte

26. Mai 2018 en Psychologie 0 Geteilt
Warum Psychologie studieren? - menschliches Gehirn verstehen

Warum Psychologie studieren? Wir könnten dir tausend Gründe nennen, warum wir denken, dass du Psychologie studieren solltest. Aber es gibt einen, der sie alle zusammenfasst – Psychologie ist aufregend! Wenige Studiengänge gehen über die bloße berufliche Entwicklung hinaus und bereichern uns als Menschen, erlauben uns, zu wachsen und eine viel breitere Wahrnehmung unserer Realität zu erfahren. Obwohl es kein leichte Aufgabe ist, Psychologie zu studieren, ist es ein Abenteuer, das sich definitiv lohnt.

Wenn du deine erste Vorlesung an der Universität besuchst und herausfindest, welch breite Palette von Fächern der Abschluss in Psychologie umfasst, könntest du dich angesichts der hohen Anforderungen fragen, ob du die richtige Wahl getroffen hast oder nicht. Du könntest einen ziemlichen Schock erleben, wenn dir Dutzende von Büchern zum Lesen vorgelegt werden, alle mit unterschiedlichen Theorien und Ansätzen, die du verstehen und unterscheiden sollst.

„Du bist, was du tust, nicht das, was du sagst, was du tust.“

Carl Gustav Jung

Manche Menschen fühlen sich angespannt und sogar verzweifelt, wenn sie der immer komplexen, aber interessanten Welt der Statistik und des experimentellen Designs gegenüberstehen. Eine Welt, in der Mathematik immer noch notwendig ist – schlechte Nachrichten also für diejenigen, die unangenehme Erinnerungen an Zahlen haben. Es ist jedoch die tägliche Arbeit, die diese Wissenschaft ausmacht, die uns aufrüttelt und schließlich ein faszinierendes Universum eröffnet.

Auf der anderen Seite muss man sagen, dass das Studium der Psychologie uns kaum reich machen wird und uns auch keinen Spitzenjob garantieren kann. Die gegenwärtigen Verhältnisse in Gesellschaft und Arbeitsmarkt sind, was sie sind, und manchmal müssen wir Talent mit Einfallsreichtum, Motivation mit Gelegenheit und Ausdauer mit Geduld kombinieren, um zum Ziel zu gelangen. Es muss jedoch auch gesagt werden, dass es viele Facetten gibt, in die man eintauchen kann, und dass wir uns, wenn wir uns spezialisieren, eine außergewöhnliche berufliche Zukunft aufbauen können.

Fäden aus dem Gehirn ziehen

10 Gründe, wieso man Psychologie studieren sollte

Ob wir uns in dem entscheidenden Moment unseres Lebens befinden, in dem wir wählen müssen, woran wir gern arbeiten würden, oder ob wir die Zeit haben, etwas anderes zu lernen – das Studium der Psychologie wird immer eine gute Option sein. Natürlich sollten wir zuvor über zwei wichtige Punkte nachdenken: was wir suchen und was wir anderen anbieten möchten. Psychologie ist ein Fach, in dem wir wachsen können, während wir lernen, um das Beste von uns zum Wohle anderer zu bieten. Lass uns nun sehen, welche Vorteile uns der Abschluss in Psychologie bieten kann.

1. Psychologie hilft uns, uns selbst besser zu verstehen

Wenn wir uns mit allen oben genannten Theorien, den verschiedenen Ansätzen zur Persönlichkeit, menschlichen Entwicklung oder der Frage, wie Kultur unser Verhalten beeinflusst, auseinandersetzen, sind wir gezwungen, unser eigenes Leben und das anderer Menschen zu reflektieren.

Das Studium der Psychologie wird uns viele Fragen stellen. Fragen, die nicht immer eine Antwort haben. Aber es sind Fragen, die uns helfen werden, ständig zu suchen und zu entdecken. Es wird ein Abenteuer, auf dem wir uns selbst und andere Menschen jeden Tag ein bisschen mehr kennenlernen und bestimmte Einstellungen und Ideen hinter uns lassen können, die für uns einst so wichtig waren.

2. Wir werden lernen, wissenschaftliche Methoden zu schätzen

Wie wir wissen, halten sich Mythen hartnäckig, und wir werden uns den Mythen der Psychologie stellen müssen, ob wir es wollen oder nicht. Es gibt jedoch einen Aspekt, über den wir uns von Anfang an im Klaren sein sollten: Die Psychologie ist eine Sozialwissenschaft, die auf wissenschaftlichen Methoden beruht. Wir müssen verstehen, dass wir, um zu Ergebnissen und Einsichten zu gelangen, viel mühsame und geduldige Arbeiten durchführen und objektiv auswerten müssen. Diese Arbeit basiert immer auf einer Reihe von Forschungsmethoden, und genau das ist der Weg, um als Psychologe professionell zu sein.

Auf der anderen Seite gibt es die Populärpsychologie, die die breite Öffentlichkeit so sehr liebt und über die wir täglich in Zeitschriften oder sozialen Netzwerken lesen. Diese hat jedoch wenig oder gar nichts mit der Realität zu tun, denn Psychologie ist keine Magie. Psychologen sind keine Mentalisten, noch haben sieein Radar in ihrem Kopf, dass es ihnen ermöglichen würde, in Sekunden zu erfassen, an welchem Trauma die Person vor ihnen leidet, wovor sie Angst hat oder was ihre Stärken sind. Als Studenten und Praktiker werden wir dennoch mit Sicherheit von Freunden, Verwandten oder Bekannten beschuldigt werden, sie zu analysieren.

Kopf als Universum

3. Kritisches Denken entwickeln

Ein großer Teil des Materials, der Ansätze und Hypothesen, die das Psychologiestudium ausmachen, helfen uns, kritisches Denken zu entwickeln. Ob wir es wollen oder nicht, es ist eine wesentliche Voraussetzung, wenn wir Profis werden wollen und wenn wir den Menschen wirklich nützlich sein wollen, ohne unsere Integrität und Ehre zu verlieren. Nur dann werden wir das Holz von den Bäumen unterscheiden, die Klarheit von der Täuschung, die Realität von der Manipulation.

„Denke niemals, dass du alles wüsstest. So hoch wie du dich selbst wertschätzen kannst, habe dennoch immer den Mut, dir selbst zu sagen, dass du ignorant bist.“

Iwan Pawlow

4. Größeres Verständnis der menschlichen Beziehungen

Das Studium der Psychologie wird uns nicht spontan in psychologisch gesündere, erfolgreichere oder glücklichere Menschen verwandeln. Auch Psychologen haben Depressionen oder Unsicherheiten. Sie sind nicht von Ausfällen in ihren persönlichen Beziehungen gefreit und haben manchmal auch Phobien und Einschränkungen.

Mit all ihrem Wissen machen sie sich jedoch viel bewusster, was mit ihnen und um sie herum geschieht. Es lässt sie die relationale Dynamik viel besser verstehen.

5. Wissen, wann man am besten um Hilfe fragt

Wenn wir verstehen, wie wir uns entwickeln und wie wir uns als Menschen im Laufe unseres Lebens verändern, gewinnen wir nicht nur wertvolle Kenntnisse: In der Regel macht es uns auch sensibler und offener für die Probleme anderer und für deren Leiden oder Zweifel.

Es ist eine Tatsache, dass die Psychologie Besonderheiten offenbart, die mit bestimmten Phasen unserer Entwicklung verbunden sind, wie mit der Kindheit oder dem Alter. Wir können uns auch für diese Lebensabschnitte begeistern und beschließen, unsere Zeit einer bestimmten Patientengruppe zu widmen.

6. Neue Perspektive auf psychische Erkrankungen

Das Studium der Psychologie wird dir erlauben, viele der Mythen niederzureißen, die Menschen über Geisteskrankheiten glauben. Du wirst zum Beispiel die Unterschiede zwischen einem Syndrom, einer Krankheit und einer Störung verstehen. Du wirst erkennen, dass Medikamente bestimmte Krankheiten nicht heilen, sondern nur deren Folgen lindern. Du wirst die Komplexität der Diagnosen und die vielfältigen Nuancen entdecken, die es bei einer Depression, einer Angststörung oder einer Schizophrenie gibt.

Psychologe erklärt einer Patientin

7. Eine Spezialität für jede Leidenschaft

Nicht alle Psychologen sind Psychoanalytiker oder folgen Freuds Prinzipien. Tatsächlich gibt es viel mehr, die ihnen nicht folgen, als solche, die es tun. Nicht alle praktizieren Hypnose oder leiten Kliniken. Das Studium der Psychologie bietet uns die Möglichkeit, später eine breite Palette von Spezialitäten zu trainieren, sodass wir wählen können, welche uns am besten gefällt. Die Möglichkeiten sind vielfältig:

  • Kinder- und Jugendpsychologie
  • Pädagogische Psychologie
  • Sozial- oder Gemeinschaftspsychologie
  • Gesundheitspsychologie
  • Organisationspsychologie
  • Sportpsychologie
  • Klinische Psychologie
  • Forensische Psychologie
  • Und viele weitere mehr

8. Psychologie – eine perfekte Ergänzung zu anderen Disziplinen

Nicht viele Studienrichtungen ergänzen andere Disziplinen so sehr wie die Psychologie. Wir können zum Beispiel einen Abschluss in Journalismus, Medizin, Krankenpflege, Pharmazie, Philologie, Anthropologie, Kunst oder Wirtschaft haben und gleichzeitig entscheiden, einen Abschluss in Psychologie zu machen, um eine viel reichere und umfassendere Ausbildung zu erwerben.

„Selbst wenn es nicht vollständig erreichbar ist, werden wir besser, wenn wir ein höheres Ziel verfolgen.“

Viktor Frankl

Das Studium der Psychologie bereichert uns, indem es uns das menschliche Verhalten besser verstehen lässt, mit all seiner sozialen Interaktion, Sprache, Kommunikation, Motivation, Emotionen und Entscheidungsfindung. Diese Prozesse sind oft notwendig, um in anderen Wissenschaften zu glänzen.

9. Bessere Kommunikation

Das ist ein Aspekt, über den wir nicht häufig genug sprechen kennen. Etwas, das der Psychologiestudent in seinen täglichen Studien entdeckt, ist, dass der Umgang mit Emotionen und das Verstehen von Körpersprache in all seinen Nuancen ihm eine erhöhte Fähigkeit zur Kommunikation vermittelt.

Wir reden nicht nur davon, unsere Fähigkeit zu verbessern, in der Öffentlichkeit zu sprechen, sondern auch davon, zu lernen, besser mit Menschen zu kommunizieren. Wir werden die Person, die uns gegenübersteht, durch ihre nonverbale Kommunikation, ihren Tonfall und ihre Ausdrücke verstehen, und wir werden einen einfühlsameren und effektiveren Dialog mit ihr führen können.

Psychologie studieren

10. Das Studium der Psychologie kann der erste Schritt in die beste Phase deines Lebens sein

Wir haben am Anfang gesagt, dass wir dir tausend Gründe nennen könnten, Psychologie zu studieren, aber dass es gibt einen, der alle anderen transzendiert – es ist eine faszinierende Wissenschaft und sie kann uns ein ganz neues Stadium in unserem Leben eröffnen. Wir werden immer etwas finden, das uns in einem bestimmten Moment so berührt, dass wir uns selbst sagen: „Das bin ich! Das ist es, worauf ich näher eingehen möchte. Das ist der Bereich, in dem ich den Menschen helfen möchte.“

Vielleicht werden es die Neurowissenschaft und all ihre Geheimnisse sein. In anderen Fällen eine bestimmte Art der Therapie. Oder der Wunsch, Kindern zu helfen oder sich auf einen eher experimentellen Bereich der Forschung zu konzentrieren. Die Welt der Psychologie ist so umfassend, dass jeder irgendwann herausfinden wird, in welchem spezifischen Aspekt er arbeiten will. Und in diesem Moment ändert sich alles und alles gewinnt an Bedeutung.

Also, wenn du darüber nachdenkst, Psychologie zu studieren, möchten wir dich ermutigen, dieses erstaunliche Abenteuer anzugehen!

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