10 Gründe, deine Komfortzone zu verlassen

· 14. Februar 2016

Viele denken, dass unsere Komfortzone aus all den angenehmen Situationen besteht, die uns umgeben und die Freude in unserem Leben bringen. In Wahrheit ist dem nicht so. Die Komfortzone besteht aus allen Situationen, sowohl guten wie auch schlechten, an die wir uns gewöhnt haben und die unsere Routine darstellen. Diese Routine, auch wenn sie uns verhasst erscheint, lässt es uns vermeiden, Fragen zu stellen, zu denken, Entscheidungen zu treffen.

Dies ist der einzige Komfort, den sie uns bietet: uns mit Trägheit zu bewegen. Die Komfortzone ist wie diese Luftblase, in der wir uns verstecken, damit alles so weitergeht wie bisher. Und auch wenn wir uns noch so beschweren und es uns unerträglich erscheint, machen wir weiter, weil wir Angst haben und weil es einfach zur Gewohnheit geworden ist.

Der Preis ist sehr hoch. Die Komfortzone nicht zu verlassen heißt im Prinzip, auf das Leben, auf das Wachsen zu verzichten. Wir machen einfach weiter, vegetieren dahin, während die Jahre vergehen und unser Leben weiter und weiter verarmt. Hier geben wir dir zehn gute Gründe, damit du etwas Wichtiges für dich selbst tust: Verlasse deine Komfortzone.

Das Leben fängt dort an, wo deine Komfortzone aufhört.

1. Du wirst Möglichkeiten entdecken, die du vorher noch nicht gekannt hast

Dies ist keine hohle Phrase. Es ist wirklich erstaunlich, was wir alles über uns selbst entdecken können, wenn wir uns trauen, etwas Außergewöhnliches zu machen. Wenn wir uns dazu entscheiden, ein Ziel zu verfolgen, von dem wir nie geglaubt haben, dass wir es erreichen könnten. In jedem Menschen stecken viele Fähigkeiten und Geschicke, die vor sich hin schlummern und auf einen guten Moment warten, um hervorzukommen.

In der Routine findet das Gesetz des geringsten Aufwands Anwendung, denn genau dafür ist sie gemacht. Nur außergewöhnliche Situationen kitzeln das Beste aus uns heraus. Und dann entdecken wir, dass wir viel mehr machen können als wir gedacht haben.

2. Du wirst flexibler werden

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Wenn du dich nur auf eine einzige Perspektive reduzierst, dann nimmst du viele Blickwinkel der Realität nicht war, obwohl diese vielleicht vorteilhafter oder interessanter sein können. Die Komfortzone zu verlassen erlaubt dir, dich mit neuen Formen vertraut zu machen, wie du dich selbst und dein Leben siehst.

Dies macht dich auch darin flexibler, was du wertschätzt und auf welche Weise du lebst. In anderen Worten: Du wirst anpassungsfähiger. Und eine größere Anpassungsfähigkeit wiederum ist Voraussetzung für die Fähigkeit, aus schwierigen Situationen einen Ausweg zu finden.

3. Du gehst selbstbewusster damit um, was du bist

Wenn du entdeckst, dass dir nur Entschlossenheit gefehlt hat und dass du wirklich dazu in der Lage bist, viel mehr Dinge zu tun, als du geglaubt hast, dann stärkt sich auch das Vertrauen, was du in dich selbst hast und du fängst an, all das umzusetzen, wovor du zu Beginn Angst hattest.

Die Unsicherheit nährt sich genau dadurch, dass du es nicht versuchst. Wenn du aufhörst, immer nur zu denken und stattdessen zu handeln, wirst du früher oder später merken, dass du in Wirklichkeit viel weiter gehen kannst, als du gedacht hast. Und du wirst mehr Wertschätzung für das spüren, was du bist.

4. Du wirst viele Ängste beseitigen

Die größten Ängste entstehen aus der Unentschlossenheit und aus der Trägheit. Die Angst erzeugt ihren eigenen Teufelskreis: Wenn du Angst hast, dann versuchst du nichts und du bleibst, wo du bist. Und weil du es nicht versuchst, nistet sich die Angst weiter ein und wächst weiter.

In den meisten, wenn nicht sogar in allen Fällen, erzeugt bereits die pure Tatsache Angst, dass man überhaupt etwas zu tun versuchen will. Doch normalerweise löst sich die Angst langsam auf, je weiter man voranschreitet. Das einzig Schwierige ist der Anfang: Wenn du den ersten Schritt gehst, wirst du merken, wie sich die große Furcht in Luft auflöst.

5. Du spürst, dass dein Leben viel aufregender ist

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Sich etwas zu trauen hinterlässt ein Gefühl von Abenteuer und Herausforderung in deinem Leben. Die tägliche Routine hat eine nur sehr flach ausgeprägte Empfindsamkeit, bei der alles vorhersehbar ist und die genau deshalb auch langweilig ist. Veränderungen rütteln die Welt der Gefühle wach. Es erwachen sehr angenehme Gefühle aus Erfahrungen wie Überraschungen, die Neugierde und der Drang zu Entdeckungen.

6. Deine Kreativität und deine Intelligenz verbessern sich

Selbst die größte Intelligenz nutzt sich ab, wenn sie nicht ständig stimuliert wird. Die Intelligenz ist wie ein Muskel, der trainiert werden muss, um gut zu funktionieren. Die Routine fordert von dir nur einen minimale Anstrengung deiner intellektuellen Fähigkeiten.

Das Gleiche gilt für die Kreativität. Nur neue Situationen provozieren neue Antworten und neue Lösungen. Deine Komfortzone zu verlassen bedeutet, deiner Kreativität und deiner Intelligenz neue Möglichkeiten zu geben, um sich zu zeigen.

7. Es wächst deine Lust zu leben

Wenn das Leben aufhört, eine ständige Wiederholung von sich selbst zu sein, dann wird es viel interessanter und würdiger, lebendig zu sein. Wenn du dich mit dir selbst wohler fühlst und du Stück für Stück entdeckst, dass du viel mehr kannst, als du dachtest, wird bestimmt auch deine Wertschätzung für das Leben steigen.

8. Deine Beziehungen mit anderen Menschen werden sich verbessern

Um gute Beziehungen mit anderen zu haben, musst du zunächst eine gute Beziehung zu dir selbst haben. Wenn du nicht damit zufrieden bist, was du selbst bist oder was du machst, dann kannst du nur schwer in der Lage sein, das Gute in den Menschen wertzuschätzen, die dich umgeben.

Die Komfortzone verlassen, dich selbst entdecken, Ängste überwinden und dich in deinem Leben glücklicher fühlen sind alles Dinge, die schließlich auch zu einer besseren Beziehung mit anderen führen wird. Du wirst merken, wie Konflikte weniger werden und du wirst besser dazu in der Lage sein, das Gute in jedem Menschen zu sehen.

9. Du lebst viel stärker das Hier und Jetzt

Das Hier und Jetzt zu erleben ist ein Gefühl der Erfüllung. Wenn sich unsere Kräfte, unsere Aufmerksamkeit und unser Enthusiasmus auf den jetzigen Moment konzentrieren, dann ist dieser Moment eine Zeit der Selbstverwirklichung. Die Komfortzone zu verlassen lässt keinen Platz für all die Dinge, die dich nicht die Gegenwart wahrnehmen lassen. Du brauchst all deine Aufmerksamkeit und all deinen Einsatz, um dich mit dieser neuen Situation auseinanderzusetzen, die sich vor dir ausbreitet.

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10. Du wirst unabhängiger

So wie dein Selbstvertrauen in deine eigenen Fähigkeiten ansteigt, wirst du merken, dass du anderen nun auf eine andere Art und Weise brauchst. Sie sind eine wunderbare Ergänzung dessen, was du bist, weder dein Gehstock, noch dein Schutzraum. Unabhängig zu sein stärkt noch einmal mehr die Sicherheit darin, was du bist, und lässt dich den Wert der Freiheit spüren.

Bildmaterial mit freundlicher Genemigung von Anne Soline, Art Graphik y Kim Ji-Hyuck