10 Dinge, die du noch nicht über den Orgasmus wusstest

· 17. Dezember 2015

Orgasmen sind ein fester Bestandteil unseres Alltags. Dennoch stellen sie seltsamerweise ein Tabu-Thema in unserer Gesellschaft dar.

Wir wissen alle, dass ein Orgasmus das intensive Gefühl des Vergnügens ist, das man verspürt, wenn man mit einem anderen Menschen eins wird. Man kann ihn auch als ein Gefühl der Erfüllung bezeichnen, bei dem wir mit der anderen Person verschmelzen. Physiologisch betrachtet bewirkt der Orgasmus einen angenehmen Befreiungseffekt angestauter Spannungen.

Doch auch wenn wir schon viel über den Orgasmus wissen, sind uns viele Fakten darüber noch unbekannt: zum Beispiel, dass nicht alle Orgasmen als gleichermaßen leidenschaftlich empfunden werden. 

Heute präsentieren wir euch einen der meist gesehenen Vorträge über den Orgasmus, der über 12 Millionen Aufrufe im Internet erhielt.

Mary Roach, Autorin und Publizistin, spricht mit uns über Eigenarten, die man im Bereich der  Sexualität antreffen kann, und in diesem Fall besonders über die, die das Erreichen des sexuellen Höhepunktes betreffen.

Mary stand mit ihrem Buch „Bonk, the curious coupling of Science and Sex“,  zu DeutschBONK: Alles über SEX – von der Wissenschaft erforscht: Wenn Sex und Wissenschaft sich paarenim Jahre 2008 auf der Liste der 10 meistverkauften und empfohlenen Autoren der USA. Das erste Wort des Buchtitels, „bonk“,  ist ein umgangssprachlicher Ausdruck wie „vögeln“,  der sicherlich nicht unbemerkt blieb und vielleicht einen der Gründe darstellt, weshalb tausende von Lesern beschlossen, das Buch zu kaufen.

Mary Roach macht es mit ihrem Sinn für Humor leicht, diese Art von Fragen anzugehen und die durchaus pikante Thematik aufzulockern. Sie präsentiert uns einen unverblümten Vortrag, den wir euch an dieser Stelle sehr ans Herz legen. Nichtsdestotrotz bieten wir euch schon mal einen Einblick in die interessantesten Aspekte ihrer Lesung.

10 Fakten über den Orgasmus

In dem besagten Video werden uns unter anderem 10 interessante Informationen über Orgasmen gegeben:

  1. Babys masturbieren in der Gebärmutter.
  2. Um einen Orgasmus zu haben muss man nicht zwangsläufig an den Geschlechtsorganen herumspielen.
  3. Es ist möglich, nach dem Tod noch Orgasmen zu haben.
  4. Orgasmen können Mundgeruch verursachen.
  5. Sie können den Menschen von Schluckauf befreien.
  6. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Orgasmen von Ärzten zur Förderung der Fruchtbarkeit empfohlen.
  7. Viehzüchter aus Dänemark machen das heute noch mit Schweinen. Es gibt sogar Poster und DVDs darüber.
  8. Die Weibchen der Tierwelt genießen Orgasmen mehr als wir denken.
  9. Es ist nicht einfach, den Orgasmus in einem Labor zu untersuchen…
  10. …aber amüsant ist es allemal.

Es handelt sich hierbei um einen sonderbaren Vortrag, der gleichzeitig erfrischend sympathisch wirkt und zudem gespickt ist mit einem Hauch Humor, der dich dazu bringt, dass du dich nicht mal zu blinzeln wagst, während du ihn dir anschaust. Wir wollen nicht alles vorwegnehmen. Wir ziehen es vor, dass du dir das Video anschaust und selbst entscheidest. Dennoch erzählt uns die Autorin erstaunliche Dinge wie zum Beispiel, dass sie einmal eine Frau interviewte, die angab, sich lediglich durch die Kraft ihrer Gedanken zu einem Orgasmus zu bringen. Sie fragte sie: „Könntest du mir das hier und jetzt demonstrieren?“,  woraufhin die Frau antwortete: „Warte, bis wir fertig zu Mittag gegessen haben!“  Später stellte sie ihr Können auf einer Parkbank unter Beweis. Diese Art von Orgasmus ist bekannt als zerebraler Orgasmus oder ASMR (Autonomous Sensory Meridian Response).

Eine weitere Frau erlangte Orgasmen jedes Mal, wenn sie sich die Zähne putzte und eine andere wenn sie sich über die Augenbrauen streichelte. Diese Umstände untermauern die Idee, dass das Vergnügen nicht nur durch Penetration erreicht wird, sondern dass es tausende anderer Formen gibt, die uns dabei helfen können. Wir müssen nur gewillt sein, zu experimentieren und empfindsam zu sein.

Die Autorin gibt uns sogar eine Rezeptur für künstlichen Samen, auf die sie im Laufe ihrer Literaturrecherche gestoßen ist. Mary Roach zeigt uns außerdem einen Videoausschnitt über einen dänischen Viehzüchter, der eine Sau durch Stimulation zum Orgasmus bringt, um die Fruchtbarkeit zu verbessern. Seltsam, oder?

Zudem erzählt sie uns von dem lohnenswerten Experiment von Kinsey, einer der Pioniere im Bereich der Sexualforschung, und auch von dem Ehepaar Masters und Johnson, das auf der Suche nach der Antwort auf die menschliche Sexualität eine Maschine erfand.

Aber da ein Bild mehr sagt als tausend Worte und für diejenigen unter euch, die Englisch verstehen, stellen wir euch hier das Video bereit und lassen euch selbst sehen, wovon wir so viel erzählt haben. Lacher sind garantiert!

Und zum Schluss geben wir euch noch ein paar Anreize, wie ihr Sex noch mehr genießen könnt:

  1. Macht aus Sex nichts Eintöniges, seid kreativ und probiert neue Sachen aus, die euch beiden gefallen.
  2. Sprecht euch darüber ab, was euch gefällt und was euch nicht gefällt. Sex besteht nicht nur aus der Praxis. Es ist ebenso wichtig, mit dem Partner darüber zu reden wie man es praktiziert.
  3. Lern dich selbst erst kennenWenn du deine sexuellen Bedürfnisse kennst, weißt du genau, was du willst und was du nicht willst. Vergiss alte Mythen und Tabus.
  4. Vergiss nicht, dass es beim Sex keine festen Regeln gibt. Das Wichtigste ist, dass du und dein Partner euch wohlfühlt und ihr miteinander harmoniert.
  5. Lies viel über das Thema Sex. Du öffnest deinen „sexuellen Verstand“ und lernst dazu.
  6. Vernachlässige nicht das Vorspiel. Es ist ein wesentlicher Bestandteil einer guten und befriedigenden sexuellen Beziehung.
  7. Mache nichts, was dir nicht gefällt oder womit du dich unwohl fühlst. Besprich diese Dinge mit deinem Partner.
  8. Wartet auf den Moment, in dem ihr beide entspannt seid und Lust verspürt.
  9. Hab keine Komplexe. Keiner hat einen perfekten Körper. Die Sinnlichkeit, die Erotik… diese Dinge basieren auf tausenden von Sachen: wie man sich anschaut, wie man sich küsst, wie man sich liebkost. Fühl dich wohl mit deinem Körper und lass dich führen.

Wir verabschieden uns mit einem von Mary Roachs Lieblingssätzen:

„Käsestückchen, die man vor einem kopulierenden Rattenpaar ausstreut, stören möglicherweise die Konzentration des Weibchens — aber niemals die des Männchens.“

Viel Spaß!