Zen-Coaching: 8 Schlüssel für ein besseres Leben

· 15. Oktober 2018

Zen-Coaching kombiniert zwei Schwerpunkte. Auf der einen Seite ist Coaching darauf ausgerichtet, eine Verbindung zum Leben herzustellen. Außerdem werden Techniken vermittelt, die uns helfen sollen, unsere eigenen Ziele zu erreichen. Auf der anderen Seite ist Zen eine jahrhundertealte Philosophie, die in erster Linie das Gewissen wecken möchte. Nach diesem Erwachen kann der „Schüler“ seine individuelle Entwicklung besser verstehen und seinen primären Zweck im Leben erkennen, nämlich Frieden und Harmonie zu erreichen.

Daher geht es im Zen-Coaching darum, das geistige Potenzial zu fördern, indem wir Ziele erreichen, die uns glücklich machen. Deswegen wollen wir heute acht wesentliche Aspekte vorstellen, die auf dieser Reise helfen können.

1. Die eigenen Vorurteile herausfordern

Wir alle haben Vorurteile. Sogar die hellsten und vernünftigsten Menschen unter uns können sich davon nicht freimachen. Leider führen unsere Vorurteile zu vielen „Straßensperren“ auf unserer Reise.

Die Überwindung unserer Vorurteile ist alles andere als einfach. Um sie abzuschaffen, müssen wir sie zunächst erkennen. Erkunden wir doch die „Wahrheiten“, von denen wir oft glauben, dass sie allgemein gültig wären. Wir sollten den Mut haben, die Gültigkeit dieser Wahrheiten neu zu bewerten, sie von einem neuen Standpunkt aus zu betrachten. Sollten sie sich als falsch erweisen, sollten wir diese vermeintlichen Wahrheiten zurücklassen können; es gibt dann keine Gründe mehr, an ihnen festzuhalten.

2. Uns Ziele in drei Kategorien setzen

Zen-Coaching schlägt vor, unsere Ziele nach drei Kategorien zu sortieren: Sein, Tun und Haben. Der Bereich „Sein“ bezieht sich auf Werte, Fähigkeiten und unsere persönliche Entwicklung, die wir erreichen können. Das „Tun“ hat mit Handlungen zu tun, die wir anwenden wollen,  als auch mit konkreten Errungenschaften, die wir überprüfen sollten. Schließlich bezieht sich das „Haben“ auf die materielle Welt und das, was wir besitzen wollen.

Es ist wichtig, dass wir diese Ziele genau ins Auge fassen und diese nicht allgemein bleiben. Wir sollten uns auch eine Frist setzen, wann wir diese Ziele erreichen wollen. Ein Monat, ein Jahr, fünf Jahre usw. Eine klare Definition der eigenen Ziele und eine Frist, diese zu erreichen, sind wichtig, um unsere Träume zu verwirklichen.

Sand und Steine in einem Zen-Garten

3. Erkennen, was wir nicht verändern können

Das Leben hat seine Grenzen. Der Tod ist eine dieser Grenzen, die wir nicht verschieben können. Allerdings gibt es noch weitere unüberwindbare Hürden in unserem Leben, die wir erkennen und akzeptieren sollten.

Eine Person springt in einer herzförmigen Höhle.

Zen-Coaching rät uns dazu, zu akzeptieren, dass wir niemals zu 100 % glücklich sein werden, wenn wir unsere unmöglichen Wünsche nicht erkennen und auf sie verzichten. Wir verschwenden zu viel Energie auf das Unmögliche. Das distanziert uns von den Zielen, die wir uns gesetzt haben.

4. Uns in der Gegenwart verankern, auf die Zukunft blicken

Zen-Coaching lehrt uns, dass sich unsere Handlungsebene auf die Gegenwart konzentrieren sollte. Die Vergangenheit befindet sich nur noch in unseren Köpfen. Unser Handeln ist aber an das Hier und Jetzt gebunden. Die Gegenwart ist unser Leben, also ist es notwendig, jetzt in ihr zu leben.

In der Gegenwart zu leben bedeutet dabei nicht, unsere Perspektive zu verlieren. Wir alle haben eine Vergangenheit, die uns geprägt und uns zu dem gemacht hat, was wir sind. Aber wir sollten unser gegenwärtiges Verhalten auf Projekte und Wünsche, die in der Zukunft liegen, ausrichten.

5. Verantwortung übernehmen

Wenn wir aufhören, uns selbst zu schikanieren oder uns an äußere Vorwände zu klammern, warum wir uns nicht ändern können, dann gewinnen wir. Daher müssen wir Verantwortung für unser Handeln und unser Leben übernehmen.

Eine Frau meditiert unter dem freien Sternenhimmel.

Die Verantwortung zu übernehmen bedeutet, zu akzeptieren, dass unser Leben, das Ergebnis unserer Erfolge, aber auch unserer Fehler ist. Wir können niemandem etwas vorwerfen – nur uns selbst. Auch wenn wir nicht alles in unserem Leben kontrollieren können, haben wir doch bis zu einem bestimmten Maß die Fähigkeit, uns selbst zu kontrollieren.

6. Unsere Zeit zurückgewinnen

Zeit ist das Wertvollste, was wir als Menschen haben. Tatsächlich ist sie das Einzige, was wir in unserem Leben wirklich besitzen. Häufig sind wir uns dessen nicht bewusst und verschwenden sie deshalb gedankenlos.

Die einzige Möglichkeit, dieser Zeit einen Wert zu geben, besteht darin, sie zu nutzen. Vermeiden wir irrelevante Aktivitäten, die uns nicht glücklich machen. Machen wir Platz für die wichtigen Dinge im Leben.

7. Weiterentwickeln

Sobald wir verstanden haben, dass das Erreichen großer Ziele aus einem Schritt nach dem anderen besteht, haben wir unsere Reise begonnen. Zen-Coaching lädt uns ein, bewusst, geduldig und diszipliniert auf unserem Pfad zu wandern, der uns zu unseren Zielen führen wird.

Jede große Leistung kann in einzelne Teilschritte zerlegt werden. Jeder Schritt ist eine Weiterentwicklung auf einem langen Weg, der uns dahin bringen wird, wohin wir gelangen wollen. Vertrauen wir der alten Weisheit: Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt.

8. Entscheidungen treffen und handeln

Ungewissheit gehört zu unserer Realität. Wir werden nie sicher wissen, ob ein bestimmter Weg besser ist als ein anderer. Wenn wir jedoch zu viel Zeit damit verbringen, über diese Entscheidung nachzugrübeln, werden wir uns selbst lähmen. Zen-Coaching besagt, dass es wichtig ist, sich zu entscheiden. Reflexion ist zwar wichtig, aber danach sollten wir ohne weitere Verzögerungen handeln. Denn oft kann nur unser Handeln unsere Zweifel zerstreuen.

Eine Frau springt und befreit sich aus ihren Ketten.

All dies führt zu dem Schluss, dass es nicht so schwer ist, besser zu leben. Zen-Coaching lehrt uns in erster Linie, dass wir unsere Realität akzeptieren müssen und versuchen sollten, so konstruktiv wie möglich zu leben. Alles andere wird folgen.