Wie reagiert die Haut bei Stress?

Wie wirkt sich Angst auf unsere Haut aus und was können wir tun, um sie in Zeiten von Stress zu vermeiden?
Wie reagiert die Haut bei Stress?

Geschrieben von Redaktionsteam

Letzte Aktualisierung: 29. Juli 2022

Andauernder Stress versetzt den Körper in Alarmbereitschaft und hat nicht nur Auswirkungen auf die Psyche, sondern auch auf den Körper. Wenn du von einem Termin zum anderen hetzt, ständig nervös bist oder du an emotionalem Stress leidest, reagiert auch die Haut gereizt.       

Oft reicht bereits ein Blick auf die Haut, um Stresssymptome zu erkennen, denn es handelt sich um ein sehr empfindliches Körperorgan. Wenn Stress zur Norm wird, spiegelt die Haut den Zustand der Seele wider. Erfahre heute mehr über die Auswirkungen.

Wie reagiert die Haut bei Stress?

Der Stress steht den meisten Betroffenen bereits ins Gesicht geschrieben. Ihr Blick ist getrübt, sie haben dunkle Ringe unter den Augen und oft auch Pickel. Außerdem heilen Wunden in dieser Situation oft langsam. Für diese Auswirkungen sind chemische Prozesse verantwortlich, die sich durch den Stress verändern. Lies weiter, wir erklären dir, wie die Haut bei Stress reagiert.

Wie reagiert die Haut bei Stress?
Stress kann Nesselsucht oder andere Arten von Ausschlägen verursachen.

1. Stresspickel und Mitesser

Psychischer Stress Pickel und Mitesser zur Folge haben oder Akne verschlimmern. Der Grund dafür ist, dass der Cortisolspiegel im Blut steigt und die Haut mehr Fette absondert. 

2. Atopische Dermatitis

Die Haut wird unter Stress empfindlicher, denn der Körper ist in Alarmbereitschaft und schärft alle Sinne. Die Folgen sind häufig Juckreiz, Ekzeme, Hautausschläge oder atopische Dermatitis. 

3. Seborrhoische Dermatitis

Da aufgrund des erhöhten Cortisolspiegels mehr Talg produziert wird, ist die Gefahr für seborrhoische Dermatitis höher. Juckreiz und Kratzen verschlimmern in diesem Fall den Zustand der Haut zusätzlich.

4. Schuppenflechte

Bei Schuppenflechte spielen genetische Faktoren eine wesentliche Ursache. Stressfaktoren können einen Schub auslösen und die Beschwerden deutlich verstärken.

5. Schnellere Alterung der Haut

Die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA) reguliert die Reaktion auf Stress und regt die Produktion von Cortisol und anderen Hormonen an, um eine Problemlösung zu vereinfachen. Wenn Stress jedoch chronisch wird, wirkt sich dies auf die Durchblutung der Haut aus, da die Priorität jetzt die Muskeln und jene Organe sind, die in der Kampf- oder Fluchtreaktion wichtig sind.

In der Folge beschleunigt sich die Hautalterung, was an folgenden Symptomen zu erkennen ist:

  • Falten
  • Schlaffheit
  • Hautunreinheiten
  • Stumpfe Haut
  • Verlust der Elastizität
So wirkt sich Stress auf die Haut aus
Stress stimuliert die Ausschüttung von Cortisol, das Hautentzündungen verursacht.

6. Infektionen und langsamere Wundheilung

Stress schwächt auch das Immunsystem. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass du nicht nur häufiger krank wirst, sondern auch merkst, dass sich deine Wunden langsamer schließen und sich eher infizieren. Das ist unter anderem bei Akne deutlich zu sehen.

Was tun, um die Auswirkungen von Stress auf die Haut zu reduzieren?

Die Wurzel des Problems ist Stress, deshalb liegt hier auch die Lösung. Wir wissen jedoch, dass das Stressmanagement in der Praxis nicht so einfach ist. Am besten nimmst du psychologische Hilfe in Anspruch, um den Umgang mit Stress besser zu bewältigen und Ängste und Nervosität zu lindern. Sobald du das schaffst, wird sich nicht nur dein Hautbild verbessern, sondern auch dein allgemeines Wohlbefinden.

Des Weiteren empfehlen wir dir, fachärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, um deine Haut richtig zu pflegen, während du versuchst, deinen Stress unter Kontrolle zu bringen.

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