Wie können wir Widerstände, die uns blockieren, überwinden?

9. Februar 2016 en Psychologie 70 Geteilt

„Je mehr wir tun, umso können wir tun.“

William Hazlitt

Ein Widerstand ist eine Art bewusster oder unbewusster Barriere, die uns daran hindert, weiterzukommen. Die meisten Widerstände, über die wir heute sprechen, liegen im Bereich von unseren Überzeugungen, Emotionen und Gefühlen. Viele Menschen fühlen einen Widerstand, wenn es um Veränderungen geht. Der innere Widerstand liegt an der Angst, Unruhe oder Schmerz, den diese Veränderung bedeuten könnte.

Was sind die Faktoren, die in uns Widerstände verursachen?

Angst vor dem Unbekannten

Aus unserer „Komfortzone“ in eine riesige unbekannte Wüste zu gehen bereitet uns Furcht oder sogar Panik.

Frau auf Apfelbaum mit Lupe

Mangel an Informationen

Sie ist eine der größten Ängste der Menschen: die Ungewissheit.

Wenn uns Gewissheit fehlt, fühlen wir uns unsicher, wir können uns an nichts festhalten und müssen mit verbundenen Augen gehen. Aber wir müssen da durch, wir müssen diese Ungewissheit, die für gewöhnlich in allen Veränderungen liegt, überwinden.

Angst vor dem Scheitern

Eine der anderen großen Befürchtungen, die wir haben, ist die Angst vor dem, was passiert, wenn wir uns irren – „Was ist, wenn ich versage?, „Und der Schmerz, den mir mein Versagen bereiten wird?“, „Und was werden die anderen sagen, wenn ich falsch liege, werden sie über mich lachen?“  Dies sind einige der lähmendsten Ängste, die es gibt, die aber genau genommen nur in unseren Köpfen existieren.

Angst, andere zu enttäuschen

Alle Personen, die eine großes Verlangen danach haben, die anderen zufriedenzustellen und ihnen zu gefallen, und sich sehr abhängig von dem machen, was diese sagen, haben eine große Furcht, sie zu enttäuschen. Aber unsere Freunde werden nicht aufhören, uns zu lieben, wenn etwas schief geht, oder uns ablehnen, wenn wir sagen, was wir denken oder wer wir sind, wir fallen damit niemanden in den Rücken. Wir müssen uns dieser Furcht bewusst werden, um sie zu überwinden.

Angst, aufzufallen

Die Leute neigen dazu, mit dem Finger auf Personen zu zeigen und sie zu beschuldigen, wenn sie anders sind und Dinge anders machen. Gleichzeitig ist die Gesellschaft heuchlerisch, denn auf der anderen Seite fordert sie uns auf, anders zu sein und zu sagen, was wir denken. Dieser Widerspruch führt zu Verwirrung, Angst und Unsicherheit.

Die Angst, unfähig zu sein, etwas zu lernen oder zu tun

Diese Angst kommt mit negativen Gedanken, die wir uns selbst auferlegen: „Weil ich nicht in der Lage bin…“, „Weil ich dumm bin…“, „Denn es ist mir nie gut gelungen…“.

Gemaltes Bild, Mann mit Stab

Faulheit

Der faule Mensch geht den Weg des geringsten Widerstandes. Alles was mit Arbeit verbunden ist, erschöpft ihn. Um uns nicht ändern zu müssen, lassen wir die Dinge, wie sie sind, weil Veränderung Aufwand erfordert und allein schon der Gedanke daran macht uns müde. „Warum sollte ich mich ändern, wenn es mir eigentlich gar nicht nicht so schlecht geht?“

„Besser bekanntes Übel als unbekanntes Gut“

Dieses großartige spanische Sprichwort erinnert uns an die Komfortzone. Warum sollten wir uns aus unserer Komfortzone begeben, wenn es uns dort bequem ist? Obwohl eine Veränderung positiv und verbessernd für unser Leben sein könnte, wollen wir nicht riskieren, dass diese eventuell doch nicht so angenehm oder sogar negativ sein könnte.

Es ist klar, dass die Angst der wichtigste Faktor ist, der unseren Widerstand aktiviert, und ein großer Teil davon sind mentale Barrieren, die wir uns selbst auferlegen. Unwissenheit und Faulheit tragen in einigen Fällen auch dazu bei, dass wir den Schritt in die Veränderung nicht gehen wollen.

Strukturfestigkeit

Sie beschreibt die Resistenz gegen die Veränderungen, die die Umwelt oder das Umfeld einer Person betreffen: Beispielsweise ein Berufswechsel oder ein Studium an einer anderen Universität, eine neue Beziehung, ein Umzug.

Nehmen wir als Beispiel doch einmal die durchschnittliche Frau von heute, der von ihrem Umfeld und der Gesellschaft vermittelt wird, wie sie sein sollte: immer schön und perfekt, geschminkt, gestylt.

Es ist natürlich in Ordnung und sei den Frauen frei gewährt, wenn sie sich gern schön zurechtmachen und sich pflegen. Was nicht akzeptabel ist, ist, dass die Gesellschaft sie ständig damit bombardiert, und sie somit auf subtile Weise schlecht behandelt, denn es scheint so, dass Frauen, die sich anders geben, nicht mehr in die Gesellschaft passen.

Diese Widerstände verursachen uns Angst, Unsicherheit, Scheitern und negative Gefühle, zu denen wir von der Gesellschaft regelrecht gezwungen werden.

Persönliche Widerstände

Persönliche Widerstände beziehen sich auf die drei Säulen der Änderung: Liebe, Macht und Wissen.

Wir können „Nein“ zur Veränderung sagen, schließlich haben wir das Recht dazu. Aber dies sollte uns bewusst sein und wirklich unsere Entscheidung sein.

Was uns nicht passieren sollte, ist, etwas zu wollen, es auch erreichen zu können, aber „zu wissen, was passieren wird“, und es dann doch nicht zu tun. Da gibt es ein klares Hindernis, und das müssen wir bekämpfen.

Wir Menschen legen uns üblicherweise mentale Barrieren auf, die uns viele Male daran hindern, zu bekommen, was wir uns wünschen, und wovon wir wissen, dass es uns glücklich machen wird. Diese Barrieren haben eine einfache Lösung.

Es bedarf all unserer Willenskraft, um dieses Problem zu lösen, und wir müssen die folgenden Schritte beachten:

  • Wir müssen das Ziel und das Ergebnis, das wir erwarten, definieren.
  • Uns alle Möglichkeiten vor Augen führen und eine wählen.
  • Eine Liste von den Dingen, die noch ausstehen, anfertigen.
  • Die Schritte auflisten, die wir dafür gehen werden.
  • Wir sollten dabei auch bedenken, wie wir selbst unsere Fortschritte bewerten.
  • Durchhalten ist sehr wichtig: Wenn wir etwas wirklich wollen, geben wir nicht so leicht auf.
  • Vorauszusehen, was passieren könnte. Es ist besser, vorher schon so weit wie möglich festzulegen, was wir tun werden, wenn etwas schief geht (Plan B).

Und jetzt, bist du bereit für Veränderungen?

Bedenke, wo es keine Beschwerden gibt, gibt es kein Problem, und wo es kein Problem gibt, gibt es keinen Anreiz zum Wandel. Du hast viele Leute um dich herum, die bereit sind, dir dabei zu helfen, du bist nicht allein!

Wenn du irgendetwas nicht weißt, dann suche Information, Bildung, lerne, lies und frage andere, bevor du dich ins Unbekannte stürzt, das wird dir eventuell später Einiges erleichtern. Und zu guter Letzt: Wenn du an deine Fortschritte glaubst, und dich selbst animierst, werden die Widerstände leichter überwindbar!

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