Wie können wir unseren Verstand benutzen, um unser Herz zu schützen?

· 8. April 2017

In Werbekampagnen wird uns ständig vor Augen geführt, was unser Lebensstil für Risiken für unsere Gesundheit hat. Übergewicht, Bewegungslosigkeit, schlechte Essgewohnheiten, Alkohol-und Tabakkonsum, zu hohe Cholesterinwerte etc. – all das sind Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere Pathologien.

Wir wissen ganz genau, dass wir uns gesund ernähren, regelmäßig Sport treiben und weniger Tabak oder Alkohol konsumieren sollten, um diese Art von Erkrankungen zu vermeiden. Doch nicht nur diese Faktoren beeinflussen unsere Gesundheit. Wir sollten auch eine Reihe von psychologischen und sozialen Faktoren bedenken. Finden wir doch heraus, um welche es sich handelt.

„Das Leben besteht zu 10% aus dem, was uns widerfährt, und zu 90% daraus, wie wir darauf reagieren.“

Dennis P. Kimbro

Negative Gefühle: Wie Wut das Herz beeinflusst

Man hat herausgefunden, dass Wut, Angst und eine depressive Gefühlslage das Entstehen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beeinflussen. In Bezug auf Wut müssen wir zwischen der inneren Wut (wenn wir sie nicht zum Ausdruck bringen, aber sie verspüren), der äußeren (wenn wir aggressiv reagieren) und der Kontrolle über die Wut (wenn wir sie angemessen regulieren) unterscheiden.

Es wurde bewiesen, dass die innere Wut ein Risikofaktor für die Entstehung und das Voranschreiten von Herzkrankheiten ist. Das wird so begründet, dass wir beim Blockieren der inneren Wut diese dennoch weiterhin empfinden. Sie zu unterdrücken hat in den meisten Fällen zur Folge, dass sich das emotionale Unbehagen noch verstärkt.

Zu versuchen, unsere Wut zu vermeiden, kann für uns genauso schädlich sein wie sie unkontrolliert zum Ausdruck zu bringen. Wir sollten sie am besten so ausdrücken, dass wir die Person, mit der wir interagieren, nicht angreifen. Das gelingt uns beispielsweise mit Hilfe verschiedener Techniken, um unsere Wut zu kontrollieren.

„Je weniger du dein Herz öffnest, desto mehr leidet dein Herz.“

Deepak Chopra

Die äußere Wut steht ebenfalls im Zusammenhang mit diesen Krankheiten, aber damit nicht genug, denn man stellte fest, dass sie vor Herzinfarkten und Gehirnschlägen schützen kann, wenn sie angemessen zum Ausdruck kommt. In Bezug auf die Wutkontrolle zeigte sich, dass eine schwache Fähigkeit, die Wut zu regulieren, zu einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes bei Patienten mit einer Herzerkrankung führt.

Angst und Traurigkeit: Emotionales Unbehagen und die Herzgesundheit

Nachdem eine derartige Krankheit diagnostiziert wurde, tritt für gewöhnlich ein emotionales Unbehagen auf. Dieses Gefühl ist am Anfang normalerweise intensiver und wird nach und nach schwächer, wenn sich der Patient an die veränderten Lebensumstände gewöhnt hat. Weitere Gefühle, die in solch einer Situation auftreten, sind Angst und Traurigkeit.

Hinsichtlich der Angst hat man herausgefunden, dass überaus ängstliche Patienten nach einem Herzinfarkt fünfmal häufiger Komplikationen erleben können. Deshalb ist es sehr wichtig, Strategien zu entwickeln, um einen Angstzustand angemessen unter Kontrolle zu bekommen.

Wenn Traurigkeit krankhaft wird und Symptome einer Depression hervorruft, kann das ebenfalls eine Rolle bei der Entstehung einer Herzerkrankung spielen. Sie kann beispielsweise dazu führen, dass ein Patient auf eine Behandlung nicht so gut anspricht. Natürlich ist es normal, dass wir traurig sind, wenn wir erfahren, dass wir an einer chronischen Erkrankung leiden. Doch wir müssen daran arbeiten, damit diese Traurigkeit kein ständiger Begleiter wird und wieder verschwindet.

Wie wir mit Stress umgehen, beeinflusst den Gesundheitszustand unseres Herzens

Jeder von uns geht mit Stress oder Situationen, die Stress erzeugen, anders um. Einige Verhaltensweisen sind nützlicher als andere und sind dafür verantwortlich, ob wir uns besser oder schlechter fühlen. Im Allgemeinen verwenden wir Strategien, um zu versuchen, ein Problem zu lösen, dass Unbehagen erzeugt und/oder wir versuchen, auf die unterschiedlichsten Arten mit unseren Gefühlen im Hinblick auf diese Situation umzugehen.

Chronische Krankheiten, sowie einige, die den Gesundheitszustand des Herzens beeinträchtigen, sind eine wichtige Stressquelle. Aus diesem Grund wurde erforscht, welche Arten mit Stress umzugehen für uns am gewinnbringendsten oder schädlichsten sein können. Die Ergebnisse verraten uns, dass es uns psychologisch gesehen wesentlich schlechter geht, wenn wir versuchen, Schwierigkeiten, die Herzprobleme verursachen, aus dem Weg zu gehen oder sie zu vermeiden, sowohl auf mentaler Ebene als auch auf Verhaltensebene. Das beeinflusst unsere Körperfunktionen auf eine negative Art und Weise und wir haben deshalb eine schlechtere physische Gesundheit.

Andererseits fand man heraus, dass wir eine Krankheit positiver erleben, wenn wir uns darauf konzentrieren, ein Problem zu lösen, und Tatsachen, die wir nicht ändern können, akzeptieren lernen, da dadurch weniger Symptome einer Depression auftauchen. Beide Strategien der Stressbewältigung bezüglich der gleichen physischen Erkrankung können den Verlauf dieser ganz unterschiedlich beeinflussen.

Die Unterstützung aus dem sozialen Umfeld ist bedeutend für unsere Herzgesundheit

Die Unterstützung aus dem sozialen Umfeld ist ein wichtiges Werkzeug für unser allgemeines Wohlbefinden. Einerseits wird der negative Einfluss von Stress verringert, andererseits begünstigt es die Entwicklung gesunder Lebensweisen und wir nehmen Behandlungen besser an. Noch dazu können wir uns dadurch mehr dazu in der Lage sehen, einer Krankheit die Stirn zu bieten.

In diesem Sinn ist die Wahrnehmung des Patienten hinsichtlich der erhaltenen Unterstützung aus dem sozialen Umfeld sehr wichtig. So konnte man bei Menschen, die anfangs gesund waren, feststellen, dass es einen Zusammenhang zwischen der mittel- und langfristigen Prognose für eine Herzerkrankung und dem Bewusstseins zur Unterstützung aus dem sozialen Umfeld gibt.

Menschen, bei denen bereits eine Krankheit diagnostiziert wurde und die die soziale Unterstützung nur sehr schwach wahrnehmen, haben eine schlechtere Prognose. Diese Patienten weisen einen schlechteres psychologisches Wohlbefinden, mehr Symptome einer Herzerkrankung, weniger Zufriedenheit mit ihrem Leben, eine höhere Sterberate und weniger angemessene Verhaltensweisen gegenüber der Erkrankung auf, was, wie wir bereits gesehen haben, ein wichtiger Aspekt ist.

Das verdeutlicht uns, wie wichtig die Unterstützung aus dem sozialen Umfeld für unser physisches und mentales Wohlbefinden ist. Deshalb ist es notwendig, ein gutes soziales Umfeld aufzubauen, besonders bei Menschen, die unter einer Herzerkrankung leiden. Außerdem wirkt es sich auch positiv aus, wenn sie sich der Bedeutung dieser Unterstützung bewusst sind.

„Wer sich von Herzen liebt, spricht nur mit dem Herzen.“

Francisco de Quevedo

Aus all diesen Gründen ist es von so großer Bedeutung, dass wir uns mit Hilfe gesunder Lebensweisen, einer gesunden Ernährung und durch regelmäßige sportliche Betätigung um unser Herz kümmern. Doch dabei sollten wir unsere mentale und soziale Gesundheit nicht vernachlässigen. In diesem Artikel haben wir etwas darüber erfahren, wie wir uns vor diesen Krankheiten schützen und unsere Prognose hinsichtlich dieser sogar verbessern können. Wir sollten also gut auf uns aufpassen!

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