Wenn Eltern die Geduld mit ihren Kindern verlieren

Eltern verlieren aus verschiedenen Gründen die Geduld mit ihren Kindern. Alle Situationen, die die Erholungszeit eines Menschen verkürzen, führen normalerweise zu erhöhter Reizbarkeit und größerer emotionaler Instabilität.
Wenn Eltern die Geduld mit ihren Kindern verlieren

Letzte Aktualisierung: 09. Juni 2021

Manche Eltern verlieren sehr häufig die Geduld mit ihren Kindern. Allerdings solltest du wissen, dass dies für die Kleinen sehr schädlich sein kann. Obwohl die meisten Eltern dies natürlich nicht mit Absicht tun, weil sie ihre Kinder wirklich lieben und nur das Beste für sie wollen, sind die Folgen dennoch negativ. Leider schließt das eine das andere nicht aus. Vor allem, wenn Menschen zu Eltern werden, ohne zuvor einige Ihrer eigenen emotionalen Probleme gelöst zu haben. Darüber hinaus verlieren Eltern die Geduld mit ihren Kindern, wenn ihnen geeignete Strategien fehlen, um die eigene Erziehung zu umgehen.

Mangelnde Geduld mit Kindern führt häufig zu unfairem Verhalten den Kindern gegenüber, das Eltern später oftmals bereuen. Dadurch entsteht eine Verwirrung bei den Kindern, welche, so seltsam es auch erscheinen mag, oft genau die Verhaltensweisen der Kinder verstärkt, die für diese Eltern am unerträglichsten sind.

Obwohl dies auch oft bei Teenagern vorkommt, ist das in der Regel häufig bei jüngeren Kindern der Fall. Was aber führt dazu, dass manchen Eltern die Geduld mit ihren Kindern fehlt? Wie lässt sich dieses Problem lösen? Lies einfach weiter, um die Antwort auf diese Fragen zu entdecken!

“Anstatt dein Kind so zu behandeln, wie du selbst behandelt wurdest, solltest du es mit der gleichen Liebe und Aufmerksamkeit beschenken, die du dir von deinen Eltern in deiner eigenen Kindheit gewünscht hättest.”

-Jonathan Anthony Burkett-

die Geduld - gestresste Mutter auf dem Sofa

Was genau bedeutet das, wenn Eltern die Geduld mit ihren Kindern verlieren?

Kurz gesagt, dieser Mangel an Geduld mit Kindern deutet auf latente Wut hin. Entweder den Kindern selbst gegenüber oder dem, was sie repräsentieren. Mit anderen Worten: Ungeduld ist eine Manifestation von etwas Tieferem und erzeugt einen Zustand der Unzufriedenheit, Frustration und des Unbehagens.

Die Gründe für diesen Mangel an Geduld sind unter anderem:

  • Mangelnde Klarheit bei der Verteilung der zu erfüllenden Rollen. Sie entsteht, wenn ein Elternteil sich nicht darüber bewusst ist, was die Elternrolle eigentlich bedeutet. Die meisten Menschen denken, dass sich alles von selbst entwickelt. Daher scheint es aus ihrer Sicht also auch nichts zu geben, worauf man sich im Vorfeld vorbereiten müsste. Allerdings ist dies ein gewaltiger Irrtum.
  • Die Elternschaft kann ein Hindernis für die Verwirklichung der eigenen Ziele sein. Wenn Menschen gerne Dinge tun wollten, die sie aufgrund der Elternrolle nicht tun können, stellt sich bei einigen das Gefühl ein, dass die elterliche Verantwortung mehr Belastung als Bereicherung ist.
  • Auch wenn die Beziehung der beiden Eltern zueinander nicht gut ist, kann dies oft zu Problemen führen. Häufig sind dann die Kinder unverschuldet eine Quelle für Konflikte. Dies kann beispielsweise dazu führen, dass ein Elternteil oder beide die Kinder als Hindernis für die Harmonie und Zweisamkeit in der eigenen Beziehung betrachten.

Weitere Gründe

  • Menschen, die von misshandelnden oder missbrauchenden Eltern aufgezogen wurden, von denen sie in vielerlei Hinsicht nicht respektiert wurden, neigen dazu, solche Verhaltensmuster zu wiederholen, wenn sie sich nicht eingehend damit auseinandergesetzt und diese Verletzungen geheilt haben.
  • Darüber hinaus gibt es verschiedene Störungen der Impulskontrolle. Infolgedessen fehlt dem betroffenen Elternteil das Verständnis für die eigenen Emotionen wie auch die Fähigkeit, diese angemessen zu kontrollieren. Das äußert sich dann nicht nur als Ungeduld mit den eigenen Kindern, auch das tägliche Leben wird davon beeinträchtigt.
  • Außerdem kann es vorkommen, dass ein Elternteil ein Kind unbewusst ablehnt. Das bedeutet aber nicht, dass dieser Vater oder diese Mutter ein “Monster” oder gefühlskalt ist. Häufig ist dies vielmehr ein Indiz dafür, dass die oder der Betroffene, die eigene Mutter- oder Vaterschaft aus irgendeinem Grund nicht ganz akzeptiert hat. Viele von ihnen lieben ihre Kinder aufrichtig.

Warum verlieren Menschen die Geduld?

Wenn Menschen die Geduld verlieren, ist das ein Symptom, das als solches betrachtet werden muss. Das bedeutet, dass es sich nicht um das eigentliche Problem handelt, welches gelöst werden muss. Vielmehr geht es darum, dass zu lösen, was sich dahinter verbirgt. Wenn du also häufig die Geduld mit deinen Kindern verlierst, musst du die Ursachen dafür identifizieren. Dabei solltest du ehrlich sein und dich selber reflektieren.

Ein guter Ausgangspunkt ist der, dass du zunächst über die Gründe nachdenkst, die dich zu deiner Reaktion oder deinem Verhalten motiviert haben. Nicht immer ist dies das Ergebnis eines vorher gefassten Planes und das Verhalten tritt nicht immer zum am besten geeigneten Zeitpunkt auf. Wie du siehst, kann dies der Ursprung der Intoleranz gegenüber diesem kleinen Menschen sein, der in deinem Leben existiert und seinen Platz und deine Aufmerksamkeit einfordert.

Darüber hinaus ist es ebenfalls bedeutungsvoll, dass du über deine eigene Beziehung zu deinem Partner nachdenkst. Welche Muster herrschen vor und woher kommen diese? Was ist die Basis und warum haben sie sich entwickelt? Sind sie hilfreich und ist die Beziehung gesund?

die Geduld verlieren - Vater schreit seinen Sohn an

Tipps, um dich selber unter Kontrolle zu bekommen, wenn dir der Geduldsfaden zu reißen droht

Zunächst einmal ist Selbstbeobachtung notwendig, denn nur so kannst du dieser Wut auf den Grund gehen. Darüber hinaus musst du einige weitere Maßnahmen ergreifen, um deine mangelnde Geduld mit deinen Kindern in der Zwischenzeit unter Kontrolle zu bekommen.

Wenn du das nächste Mal das Gefühl hast, kurz davor zu sein, die Geduld zu verlieren, kannst du Folgendes ausprobieren:

  • Rede oder handele nicht, wenn du wütend bist, denn dies führt nur dazu, dass du Fehler begehst. Stattdessen solltest du erst einmal bis zehn zählen und versuchen, dich wieder zu beruhigen. Das ist wesentlich besser, als in der ersten Wut etwas Gemeines zu tun oder zu sagen.
  • Darüber hinaus solltest du akzeptieren, dass es kaum Momente geben wird, in denen du während der Erziehung deiner Kinder die vollständige Kontrolle über die Situation haben wirst. Dies liegt daran, dass es unzählige Situationen geben wird, die nicht so ablaufen, wie du dies möglicherweise erwartet hast. Daher musst du damit umgehen lernen und das Drama vermeiden.
  • Wenn du die Elternschaft als Belastung empfindest, die dir alle Energie raubt und dich überfordert, solltest du dir unbedingt Hilfe suchen. Sprich mit deinem Partner, Freunden oder einem Außenstehenden über deine Probleme. Außerdem kannst du natürlich auch auf professionelle Beratung zurückgreifen.
  • Achte darauf, in welchen Situationen, zu welcher Tageszeit und aus welchen Ursachen deine Wut entsteht und welche Verhaltensweisen deines Kindes dazu führen.

Weitere Aspekte, die du berücksichtigen solltest

Und natürlich ist es gleichermaßen wichtig, dass du mit deinem Partner sprichst und ihr euch auf gemeinsame Richtlinien für die Erziehung eurer Kinder und eure jeweilige Aufgabenverteilung einigt. Darüber hinaus solltest du dir auch einige Strategien für die richtige Kindererziehung aneignen.

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  • Elias, M. J. (2014). Educar con inteligencia emocional: Cómo conseguir que nuestros hijos hijos sean sociables, felices y responsables. DEBOLS! LLO.