Wenn du dir das nimmst, was dir zusteht, wirst du das anziehen, was du brauchst

9. Mai 2016 en Psychologie 6 Geteilt

Wenn du dir darüber im Klaren bist, was dir zusteht, es schließlich zulässt und lernst, dir selbst den Vorrang einzuräumen, wirst du das bekommen, was du tatsächlich brauchst. Es ist weder Zauberei noch ist es das Universum, das dir dein Schicksal bringt. Es ist unser eigener Wille, glücklich zu sein, der uns die Zügel unseres Lebens in die Hand nehmen lässt.

Beginnen wir mit einer kleinen Überlegung: Was hast du dir deiner Meinung nach heute verdient?

Vielleicht hast du an Erholung gedacht. Lass die Zeit langsamer ablaufen, damit du auf diese Weise all das, was dich umgibt, zu schätzen lernst. Genieße das Hier und Jetzt, ohne Stress und ohne Angst. Womöglich hast du auch daran gedacht, dass du jemanden verdienst, der dich liebt und dich anerkennt. Normalerweise bemühst du dich sehr um andere, die wiederum nicht immer sehen, auf was du alles verzichtest.

In unserem Innersten wissen wir alle, was wir verdienen. Dies zu akzeptieren fällt uns jedoch manchmal schwer, denn oft denken wir, es handle sich um egoistisches Verhalten unsererseits.

Wie kann man mit erhobener Stimme Dinge sagen wie „ich will, dass man mich liebt“, „ich verdiene es, respektiert zu werden“, „ich verdiene es, frei zu sein und die Zügel meines Lebens selbst in die Hand zu nehmen“? Tatsächlich reicht es, wenn wir uns diese Dinge selbst sagen.

Wir sollten uns nicht täuschen lassen, denn uns selbst ein wenig mehr Vorrang zu geben ist kein egoistisches Verhalten. Es ist ein wesentliches Bedürfnis, es ist die Notwendigkeit, innerlich zu wachsen, um glücklich zu sein.

Wir möchten dich dazu einladen, mit uns darüber nachzudenken.

Einschränkende Verhaltensweisen

Viele von uns entwickeln im Laufe des Lebens einschränkende Verhaltensweisen. Es handelt sich dabei um Vorstellungen, die uns während unserer Kindheit in bestimmten Situationen oder im Nachhinein aufgrund von bestimmten Erfahrungen eingetrichtert wurden.

Es sind diese Gedanken, die sich in Sätzen äußern wie „ich bin zu nichts zu gebrauchen“, „ich bin nicht in der Lage, mein Ziel zu erreichen, und werde scheitern“  oder „wozu soll ich es versuchen, wenn mir die Dinge eh nie gelingen“.

Eine schwierige Kindheit mit Eltern, die uns wenig Sicherheit gaben oder liebevolle Beziehungen, die auf emotionaler Manipulation gründeten, schränken uns gewissermaßen ein. Wir werden innerlich schwach und verlieren nach und nach unser Selbstwertgefühl.

Strukturiere deine Glaubensvorstellungen neu. Du bist mehr als nur deine Erfahrung und hast dich nicht verletzt oder Mauern errichtet, um dir deine Freiheit zu nehmen. Du verdienst es, voranzuschreiten, du verdienst es, auf dein Inneres zu hören, deinen Wert neu zu entdecken und fähig, aber vor allem auch glücklich zu sein.

Pusteblumen im Wind

Das, was du verdienst, und das, was du brauchst

Das, was wir verdienen, und das, was wir brauchen, liegt so nahe beieinander, wie die Glieder einer Kette. Wir möchten dir ein Beispiel geben: „Ich brauche jemanden, der mich liebt.“  Dies ist ein geläufiger Wunsch. Nun werden wir jedoch die Worte ich brauche“  durch ich verdiene“  ersetzen.

Du verdienst jemanden, der deine Traurigkeit erkennt, jemanden, der dir zuhört, deine Ängste entschlüsselt und das Echo deines Lachens ist. Warum nicht?! Durch Austauschen des Wortes brauchen mit dem Wort verdienen beseitigen wir die Verknüpfung zu giftigen Neigungen, die wir bisweilen in unseren Liebesbeziehungen entwickelt haben.

Wenn wir etwas benötigen, um glücklich zu sein, werden wir von unseren eigenen Emotionen gefangen.

Fange bei dir selbst an. Sei du selbst die Person, die du gern an deiner Seite hättest, sei die Person, die es verdient, deinen Lebensweg zu begleiten. Schließlich wird jemand in dein Leben treten, der sich in dir wiedererkennt. Fange mit diesen wichtigen Maßnahmen an:

  • Befreie dich von deinen Ängsten.
  • Genieße das Alleinsein, lerne, auf dein Inneres zu hören und dich selbst zu mögen, statt dich von anderen abhängig zu machen.
  • Pflege dein persönliches Wachstum, genieße deine Gegenwart, das, was du bist, und so, wie du bist.
  • Lerne, glücklich zu sein durch Bescheidenheit und lass dabei dein Ego außen vor, wodurch du emotional reifer werden wirst.

Solange du dir selbst das gibst, was du verdienst, und du dich dabei zur besten Version deiner selbst wirst, wirst du das bekommen, was du brauchst.

Sich selbst den Vorrang zu geben ist nicht egoistisch

Oft sind wir in unserer einschränkenden Denkweise, die bereits am Anfang des Textes erläutert wurde, gefangen. Es gibt Menschen, die ihr Glück darin finden, den Mitmenschen alles zu geben und dabei für andere stets auf bestimmte Dinge zu verzichten.

Es kann sein, dass wir so erzogen wurden. Allerdings wird immer ein Augenblick kommen, in dem wir eine Bilanz ziehen und etwas nicht aufgeht. Es entsteht ein Vakuum, Frustration und emotionaler Schmerz.

Wie bei allem im Leben gibt es Harmonie, eine Verbindung aus deinem und meinem Raum, aus deinen und meinen Bedürfnissen. Das Leben in Familie, als Paar oder in anderen sozialen Zusammenhängen muss so gestaltet werden, dass ein Gleichgewicht entsteht, in dem alle etwas gewinnen und keiner etwas verliert.

Bei Verlusten verlieren wir die Kontrolle über unser Leben und spielen darin nicht mehr die Haupt-, sondern nur noch eine Nebenrolle.

Pusteblumen abgeweht

Denke einen Augenblick über diese Grundgedanken nach:

  • Ich verdiene einen Ruhetag allein und für mich selbst. Er wird mir das geben, was ich zum Nachdenken, zum Befreien von Stress und zum Relativieren der Dinge brauche.
  • Ich verdiene es, glücklich zu sein, vielleicht ist es an der Zeit, bestimmte Personen oder Gesichtspunkte meines Lebens gehen zu lassen. Dadurch wird mir das ermöglicht, was ich brauche, nämlich neue Möglichkeiten.

Wir alle verdienen es, nicht mehr gefangen im Leiden unseres eigenen, einschränkenden Verhaltens zu sein. Öffne dich für dein Inneres, entschlüssele deine Bedürfnisse und höre auf deine Stimme. Sobald du das zulässt, was du verdienst, bekommst du das, was du brauchst.

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