Was ist Panphobie?

· 27. Februar 2019

Manchmal hören wir, dass es keine Medizin gegen Angst gäbe. Wenn das wahr wäre, hätten Menschen, die an Panphobie leiden, kaum Hoffnung. Und wir alle kennen das Gefühl der Angst, mit dem Panphobiker leben müssen: die Angst vor einem unbekannten Bösen. Der Panphobiker aber erkannt das unbekannte Böse in allem, was ihn umgibt.

Wer an Panophobie leidet, braucht sich aber keine Sorgen machen, denn diese Phobie kann behandelt werden. In diesem Artikel sprechen wir über die Definition, die Symptome und die Behandlung der Panphobie. Wie bei anderen Phobien helfen Vermeidungsstrategien nicht, um die Erkrankung in den Griff zu bekommen – aber mithilfe spezifischer Therapien kann sie überwunden werden.

„Angst ist der Weg zur dunklen Seite. Angst führt zu Wut. Wut führt zu Hass. Hass führt zu Leiden.“

Yoda

Was ist Panphobie?

„Panphobie“ bezeichnet eine vage Angst vor einer unerklärlichen Bedrohung, die aus einer unbekannten Quelle stammt. Es ist eine irrationale Angst, die keinen erkennbaren Auslöser hat. Wie bei anderen Phobien verstehen Betroffene, dass ihre Phobie jeglicher rationalen Grundlage entbehrt, können ihre Angst aber dennoch nicht loslassen.

Experten nennen diese Art der Phobie auch „Angst vor allem“, Omniphobie, Panphobie oder Pantophobie. Dieser Name beruht auf dem des antiken griechischen Gottes Pan, der den Menschen Angst einflößte. Menschen mit Panphobie sorgen sich übermäßig darum, dass ein schlimmes Ereignis eintreten könnte. Psychologen sehen in dieser Art der Phobie eine limitierende Angst, da sie das Verhalten der Betroffenen beeinflusst und damit deren Fähigkeit, alltägliche Aufgaben zu bewältigen.

Eine Frau schaut durch die Jalousien eines Fensters nach draußen.

Auslöser von Panphobie

Es gibt verschiedene mögliche Ursachen für diese Phobie. Im Allgemeinen erinnern sich Betroffene nicht an das erste Mal, als sie diese Art von Angst verspürt haben. Aber sie erinnern sich oft daran, wie diese Phobie anfing bzw. was als Auslöser für ihre Angstzuständen diente.

Experten sind sich einig, dass die Panphobie auf anderen, spezifischeren Phobien beruht. Einige Beispiele sind Arachnophobie oder Aerophobie. Bestehende Phobien könnten Menschen demnach anfälliger für Panphobie machen. Zu den häufigsten Ursachen zählen traumatische Ereignisse, aber auch die Genetik spielt eine Rolle. Des Weiteren kann die Angst von anderen Personen vermittelt werden, sodass etwa Kinder die ängstliche Haltung ihrer Eltern übernehmen. Menschen mit niedrigem Selbstwertgefühl und Schuldgefühlen sind davon häufiger betroffen als jene, die ein gesundes Selbstbewusstsein haben.

Symptome der Panphobie

Woher wissen wir, ob wir an dieser Art der Phobie erkrankt sind? Es gibt viele erkennbare Symptome, wie zum Beispiel eine irrationale Angst vor Gegenständen, Situationen, Tieren und Menschen. Schwieriger zu erfassen ist die ständige und schwer zu erklärende Angst, die physische Komplikationen über das typische Zittern, Schwitzen und Herzklopfen hinaus nach sich ziehen kann.

Da die Erkrankung für Betroffene von großer Bedeutung ist, kann sie in einen Zustand der Hypervigilanz führen. In diesem Zustand produziert der Körper ständig Adrenalin, um auf eventuell auftretende Gefahren sofort reagieren zu können. Darüber hinaus geht dieses Problem in der Regel mit anderen psychischen Problemen wie Depressionen, Angstzuständen oder Trauer einher.

Betroffene mit Panphobie haben Angst davor, die Kontrolle zu verlieren. Oder sie verspüren den konstanten Drang, aus der Stresssituation zu fliehen, von der sie glauben, dass sie die Angst verursacht habe. Diese Phobie kann also zu Vermeidungsverhalten veranlassen. Wenn wir ein solches erkennen, sollten wir den Rat von Experten einholen.

Eine Frau rennt durch einen Wald und dreht sich panisch um.

Behandlung der Panphobie

Glücklicherweise kann die Panphobie behandelt werden. Natürlich sollten nur qualifizierte Therapeuten nach entsprechender Diagnose in dieser Hinsicht aktiv werden: Der Spezialist wird dann einen Behandlungsplan erstellen, um Betroffenen zu helfen. Einige der Strategien, die Psychologen zur Überwindung der Panphobie einsetzen, sind:

  • Systematische Desensibilisierung: Diese Behandlung zielt darauf ab, ängstliche Reaktionen der Betroffenen zu reduzieren oder ganz zu beseitigen. Dazu werden Panphobiker unter kontrollierten Bedingungen jenen Situationen und Objekten ausgesetzt, die ihnen Angst verursachen.
  • Kognitive Verhaltenstherapie: Diese Art von Therapie untersucht die irrationalen und verzerrten Überzeugungen, die zur Phobie geführt haben. So werden Betroffene in die Lage versetzt, ihre Ängste als irrational und nicht nützlich zu betrachten.
  • Selbsthilfe: Diese Therapie beruht auf der vorherigen Therapie. Sie besteht darin, Verhaltensmuster zu ändern, indem die angstauslösende Situation verbalisiert wird.
  • Achtsamkeit: Dies ist eine ergänzende Technik, die Betroffene einlädt, sich auf den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren. Panphobiker sollten sich auf das Hier und Jetzt fokussieren, die Unannehmlichkeiten als Teil der Erfahrung akzeptieren und die Kontrolle aufgeben.
  • Medikamente: In schweren Fällen können auch verschreibungspflichtige Medikamente erforderlich sein. Ärzte und Psychiater können diese verschreiben, wenn der Patient an einer schweren Phobie leidet.

Wir können sehen, dass es viele Wege gibt, um die Panphobie zu behandeln. Es gibt jedoch eine Sache, die wir noch nicht erwähnt haben, die aber als Schlüssel dient, wenn eine Besserung eintreten soll: die Haltung des Betroffenen. Wir müssen bereit sein, hart zu arbeiten, um diese Angst hinter uns zu lassen.