Was ist Feedback? – Lernen, unsere Motivation zu steigern

· 7. Dezember 2018

Feedback ist mehr als nur die Rückmeldung anderer darüber, wie wir unsere Arbeit erledigen. Der Zweck der Rückmeldung ist (oder sollte es sein), konstruktive Verbesserungsvorschläge anzubringen. Feedback sollte uns spezifische Informationen geben, um unsere Motivation zu steigern. Diese Kunst, diese Fähigkeit, ist in allen Bereichen des Lebens unverzichtbar: in Bildung, Arbeit, Beziehungen usw.

„Wir alle brauchen Menschen, die uns Feedback geben. So verbessern wir uns.“ 

Bill Gates

Rückmeldung ist Information und Motivation. Sie ist Energie und Kommunikation. Sie steht für das Streben nach Verbesserung. Wer konstruktives Feedback gibt, hat den authentischen Wunsch, einer anderen Person Strategien aufzuzeigen, um ihre Fähigkeiten zu steigern. Daher können wir nicht leugnen, dass es etwas wirklich Großartiges auf dieser Welt gibt, nämlich das Wesen menschlicher Entwicklung und die Motivation, die wir von den Mitmenschen erhalten, mit denen wir zusammenarbeiten.

Sprechblasen gefüllt mit unterschiedlichen Symbolen

Feedback: Die Kunst der Bestimmtheit

Motivationsexperten wissen, dass es nichts Beängstigenderes gibt, als schlechtes Feedback zu erhalten. Die Folgen einer negativen Rückmeldung oder eines fehlerhaften und daher wenig hilfreichen Kommentars können katastrophal sein. Wir wissen, wie es in einem Klassenzimmer läuft, wenn der Lehrer nicht vorbereitet ist. Ähnlich ergeht es Mitarbeitern, die unter einem übel gelaunten Chef arbeiten müssen. Vielleicht kennen wir dieses Phänomen auch aus unseren persönlichen Beziehungen.

Um gutes Feedback zu geben, teilen wir einer Person die Rolle des Feedbackgebers zu. Die Rückmeldung dieser Person sollte beim Empfänger positiv ankommen und ihn inspirieren.

Betrachten wir das Konzept von Feedback doch noch ein wenig genauer, um es besser zu verstehen.

Was ist Feedback?

  • Feedback ist ein Kommunikationswerkzeug.
  • Der Sender des Feedbacks gibt dem Empfänger eine objektive Stellungnahme zu seiner Leistung ab, die er mit Beispielen unterstreicht.
  • Feedback sollte nicht auf eine bloße Rückmeldung beschränkt sein. Ziel ist es, den Fortschritt zu fördern. Feedback sollte daher positiv sein. Denn so regt es die Motivation an.
  • Es ist besser, auf Fehler, Schwächen und Stärken hinzuweisen, als sich nur auf erstere zu fokussieren.
  • Konzentrieren wir uns auf den Fortschritt und bieten wir immer Strategien oder Ratschläge an, die zur Verbesserung beitragen können.
  • Die zentrale Idee ist es, unseren Mitmenschen zu zeigen, was sie gut machen, und ihnen mit unserem Feedback helfen, sich zu verbessern.
  • Kommunikation muss immer bestimmt, respektvoll und einfühlsam sein.
Eine Mitarbeiterin erhält positives Feedback und freut sich.

Weitere Strategien bezüglich Feedback

  • Feedback sollte nicht beinhalten, was der Empfänger falsch gemacht hat.
  • Wenn wir nur den Fehler korrigieren oder identifizieren, bleibt beim Empfänger ein negativer Eindruck. In diesem Fall können nur zwei Dinge passieren: Die Person, die das Feedback erhalten hat, blockiert oder weist das Feedback von sich. Bei beiden Optionen ist das Ergebnis das gleiche: Es gibt keinen Fortschritt.
  • Andererseits ist positive Verstärkung nicht gleichbedeutend mit Feedback. Wenn man einem Kind sagt, dass es etwas gut mache, ohne neue Informationen hinzuzufügen, kann es sich nicht optimal entwickeln. Laut Lew Wygotski, einem russischen Psychologen, könne das Kind nur durch Zusammenarbeit und Informationsweitergabe in eine Zone der nächsten Entwicklung eintreten.
  • Wenn wir Vorschläge und Ideen teilen, wie sich der Empfänger des Feedbacks verbessern kann, und dabei gleichzeitig sein Selbstvertrauen fördern, steigern wir sein Potenzial und seine Kapazität.

Wie können wir gutes Feedback geben?

Gutes Feedback muss etwas Wesentliches erreichen: einen Fortschritt und eine Verbesserung. Um dies in der Arbeitswelt und im Alltag als auch in unseren Beziehungen zu erreichen, sind geeignete Strategien erforderlich. Betrachten wir diese Strategien ein wenig näher.

  • Es ist eine gute Idee, konkrete Belege für das zu sammeln, was wir kommunizieren möchten. Es lohnt sich nicht, zu wiederholen: „Du machst das gut.“ Wir sollten hervorheben, was wir rückmelden wollen.
  • Wenn wir Feedback geben, sollten wir unseren Gemütszustand berücksichtigen. Ziel ist es, Menschen positiv zu motivieren und zu korrigieren. Wenn wir also einen schlechten Tag haben, ist es besser, mit dem Feedback zu warten.
  • Beim Feedback ist die „Sandwich-Strategie“ sehr nützlich. Zunächst sagen wir dem Empfänger etwas Gutes. Dann weisen wir ihn auf etwas hin, was er verbessern könnte. Zum Abschluss sollten wir eine Verbesserungsstrategie vorschlagen.
  • Wenn wir Feedback geben, ist es empfehlenswert, eine Reihe an Wörtern zu vermeiden. Diese Wörter sind „immer“, „nie“ und „doch“. Diese Begriffe sind nicht nützlich und können Unbehagen beim Empfänger auslösen.
  • Wir sollten spezifisch, direkt und bestimmt sein.
Zwei Bäume, die Gesichter formen

Sicherlich erinnern wir uns alle an eine Situation, in der jemand uns gutes oder schlechtes Feedback gegeben hat. Obwohl die Methode des Feedbacks oft in der Geschäftswelt eingesetzt wird, kann sie auch im Privatleben helfen. Rückmeldungen sollten uns positiv motivieren, etwas Neues zu lernen, oder uns eine neue Sichtweise eröffnen. So wird Feedback effektiv genutzt.