Warum sehen wir uns immer wieder die gleichen Filme an?

Trotz des großen Filmangebots sehen wir uns bestimmte Filme immer wieder gerne an. Finde heraus, warum das so ist.
Warum sehen wir uns immer wieder die gleichen Filme an?

Geschrieben von Redaktionsteam

Letzte Aktualisierung: 01. März 2022

Sei ehrlich: Es gibt sicher bestimmte Filme, die du dir immer wieder ansiehst, auch wenn dir eine enorme Auswahl an Filmen zur Verfügung steht. Doch deine Lieblingsfilme enttäuschen dich nie. Warum sehen wir uns immer wieder die gleichen Filme an? Lies weiter, wenn dich die Antwort auf diese Frage interessiert.

Wir wiederholen im Allgemeinen gerne Erlebnisse, die uns Spaß machen und gefallen. Sie werden oft zur Tradition: Im Dezember sind klassische Weihnachtsfilme angesagt, im Sommer Liebesromanzen. Außerdem siehst du dir vielleicht bestimmte Filme immer mit einer bestimmten Person zusammen an, da verschiedene Erinnerungen damit verankert sind.

Du wiederholst jeden Tag die Lieder deiner Lieblingsserie und kennst bestimmte Dialoge bereits auswendig. Natürlich bist du nicht die einzige Person, der es so geht. Und es gibt dafür auch verschiedene Erklärungen, die wir uns nachfolgend ansehen werden.

Immer wieder die gleichen Filme…

Die Antwort auf diese Frage ist offensichtlich und sehr einfach: Wir sehen uns die Filme an, weil sie uns gefallen! Die Handlung ist spannend oder lustig, das Drehbuch sehr gelungen und die Bild- und Tongestaltung fantastisch. Du identifizierst dich vielleicht mit einer bestimmten Rolle oder teilst dieselben Werte.

Die Gründe sind vielfältig, doch kurz zusammengefasst: Du fühlst dich gut! Doch es gibt noch mehr Erklärungen dafür, dass du immer wieder die gleichen Filme schaust.

Du entdeckst immer wieder neue Details

Auch wenn du den Film bereits kennst, entdeckst du immer wieder neue Details, ohne dich anstrengen zu müssen. Du kennst die Geschichte bereits und kannst dich jetzt auf die kleinen Feinheiten konzentrieren. Ohne deine Komfortzone verlassen zu müssen, findest du neue Perspektiven und Aspekte, die du beim ersten Mal nicht sahst, da du so sehr vom Drehbuch fasziniert warst.

Du fühlst dich wie zu Hause

Die Hauptdarsteller sind dir jetzt schon vertraut, fast so, als ob es Freunde wären. Sie haben deine Sympathie und dein Mitgefühl geweckt und du kannst dich in ihre Probleme und Situationen hineinversetzen. Es ist sehr tröstlich, mit Harry Potter mitzufiebern oder andere Filmhelden auf ihren Abenteuern zu begleiten. 

Du siehst immer wieder die gleichen Filme, da sie Erinnerungen in dir wecken

Deine Lieblingsfilme versetzen dich vielleicht nicht nur in andere Zeiten und Situationen, sondern wecken auch persönliche Erinnerungen, die dich gut fühlen lassen. Du denkst an deine unbeschwerte Kindheit zurück oder an andere glückliche Ereignisse in deinem Leben: Gemütliche Stunden mit deinen Eltern oder Kindern, die Illusion der ersten Liebe… der emotionale Aspekt spielt in manchen Filmen die Hauptrolle.

Du kannst dich selbst besser kennenlernen

Wenn du immer wieder die gleichen Filme siehst, entdeckst du vielleicht eines Tages, dass du dich verändert hast. Du interpretierst jetzt die Handlung anders, sympathisierst vielleicht mit den Bösewichten oder verstehst gewisse Dinge anders, da du jetzt mehr persönliche Erfahrungen hast. Du beobachtest in deinen Lieblingsfilmen deine eigene Entwicklung und Weltanschauung.

Du schaust immer wieder die gleichen Filme, da du so die Kontrolle bewahrst

Du weißt bereits im Voraus, was passiert, es gibt also keine Überraschungen. Und genau das gibt dir das Gefühl der KontrolleDas menschliche Gehirn bevorzugt in der Regel vorhersehbare Situationen und bereits bekannte Muster. Du kannst dich einfach zurücklehnen und entspannen.

Du kannst mit deinen Emotionen besser umgehen

Filme helfen dir, deine Emotionen zu managen. Und wenn du sie bereits kennst, weißt du, wie du reagieren wirst und welcher Film dir in welcher Situation hilft. Du identifizierst dich mit dem Hauptdarsteller und kannst durch diese Figur deine eigenen inneren Probleme bewältigen. Dies wirkt befreiend. Du hast vielleicht einen Lieblingsfilm für traurige und einen anderen für fröhliche Tage.

Es gibt verschiedene Gründe, warum wir immer wieder die gleichen Filme anschauen, wobei keiner negativ oder schädlich ist. Im Gegenteil, du kannst damit interessante und notwendige Prozesse bewältigen. Wenn dir danach ist, solltest du dir also keine Gedanken über dieses Thema machen und deinen Lieblingsfilm einfach genießen.

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  • Dean, D. H. (2010). Exploring consumer motivations for re-watching movies. Research Yearbook, 535.
  • Russell, C. A., & Levy, S. J. (2012). The temporal and focal dynamics of volitional reconsumption: A phenomenological investigation of repeated hedonic experiences. Journal of Consumer Research39(2), 341-359.