Warum denkst du, du würdest etwas Besseres verdienen?

9. Februar 2016 en Psychologie 1 Geteilt

„Etwas verdienen“ sagt man heute so häufig, dass es bereits seine Bedeutung verloren hat. Inwiefern kannst du sagen, dass du mehr verdienst, als du hast? Warum verdienst du etwas Besseres? Wegen der allgegenwärtigen Werbungen und anderer Einflüsse scheint es darauf hinauszulaufen, dass wir alle etwas Besseres verdienen, einfach „weil du es dir wert bist“.

Es ist einfach, in dem Kreislauf des „Ich verdiene das“  gefangen zu bleiben. Es ist fast genauso einfach, einen Zustand der Frustration zu erreichen, weil man nicht das hat, was man glaubt zu verdienen, ohne aber zu wissen, warum: „Wenn alle das haben, warum nicht ich? Wenn die das erreichen, warum nicht ich? Ich bin doch mehr wert, weil ich diese Person bin oder weil ich jenes habe.“

Dies wird sehr häufig von anderen katalysiert, die uns ermutigen wollen und damit das „Verdienen“ zum Aufleuchten bringen. Und es ist sogar noch schlimmer, wenn ein Vergleich herangezogen wird, wenn der Andere das hat, was du haben willst.

Warum verdienst du es?

Wenn du etwas als deinen eigenen Verdienst einforderst, solltest du zuerst wissen, warum. Hast du es durch Arbeit verdient? Warst du wirklich besser? Hast du wirklich ein Recht darauf?

Warum glaubst du, dass du besser sein musst als die Anderen? Wer hat dir das Recht gegeben, zu denken, dass die Anderen weniger wert sind als du?

Wir können diese Überlegungen noch tausendmal drehen und wenden und hunderte von Fragen stellen, wir kommen immer zum selben Schluss: Etwas zu verdienen oder nicht zu verdienen, ist kein Recht, mit dem wir geboren werden.

verdienen

Es bringt nichts, sich mit anderen zu vergleichen

Es kann dir so vorkommen, dass jemand mehr hat und mehr erreicht hat als du, obwohl er es weniger verdient. Das kann stimmen oder auch nicht. Das ist subjektiv, wie wir bereits gesehen haben. Was bringt es dir, dich selbst mit dieser Idee zu foltern? Fakt ist, dass du es nicht hast bzw. dass du es nicht erreicht hast.

Bringen deine Beschwerden dich dem Erfolg näher? Definitiv nicht.

Der Vergleich mit denen, die das haben, was du erstrebst, ist eine ausgezeichnete Art und Weise, seine Zeit, Motivation und Energie zu verlieren. Es kann sein, dass es nicht gerecht ist, aber es ist, wie es ist.

Erbringe deine Verdienste, dann sehen wir weiter

Einzig die Verdienste können dir das Recht geben, das einzufordern, was du zu verdienen meinst. Aber sie sind kein Tauschmittel. In Wahrheit wirkt es eher wie eine Auktion, deren Währung nicht immer denselben Wert hat.

Dich ständig mit dem Gedanken zu quälen, du verdientest etwas Besseres, zieht dich nur auf den Weg des Pessimismus und lässt dich nicht aktiv im Leben handeln, um deine Ziele zu erreichen.

verdienen1

Was erstrebst du?

Viele Personen meinen, sie hätten nicht, was sie glauben zu verdienen, einfach weil sie gut überdacht haben, was sie suchen. Einige sind zu stolz, um zu erkennen, dass sie sich geirrt haben, andere machen einfach weiter, ohne überhaupt zu wissen, dass sie diese Frage beantworten müssten.

Glaubst du, dass du etwas Besseres verdienst? Überleg dir zuerst, warum du das nicht hast und dann, was du tun wirst, um das zu verdienen, was du erstrebst. Doch vorher musst du wissen, was du willst oder welche Art von Leben du leben willst.

In deinem eigenen Interesse solltest du mehr handeln und dich weniger beschweren. Verlass die Unwirklichkeit, in der du dich einsperrst, um dich zu rechtfertigen, und entscheide, was du von nun an tun wirst.

Sei ehrlich mit dir selbst und bleib immer am Boden. Akzeptiere, dass die faktische Wirklichkeit wenig mit der Fantasie zu tun hat und dass die Welt eben so ist: Unvollkommen. Eben darum haben wir alle eine Chance. Und gib nicht den Anderen die Schuld an deinen Problemen, deiner Frustration, oder deinem „Pech“. Es gibt Dinge, die du nicht ändern kannst. Das Einzige, was du tun kannst, ist, dich selbst zu verändern.

Auch interessant