Von der Wichtigkeit, zu lernen, wie wir richtig kommunizieren

5. Juli 2016 en Psychologie 0 Geteilt

Wie oft passiert es uns, dass wir etwas sagen und unsere Mitmenschen es anders als erwartet auffassen? Wie viele persönliche Konflikte entstehen aufgrund von Missverständnissen?

Wir leben in einer Gesellschaft, in der wir alle in verschiedenen Bereichen unseres Lebens voneinander abhängig sind. Deshalb ist es unglaublich wichtig, die Fähigkeit zu besitzen, mit unseren Mitmenschen richtig kommunizieren und sich auf wirksame Weise ausdrücken zu können. Denn wenn wir im Leben weiterkommen und ein ausgeglichenes Sozialleben haben wollen, das uns auf persönlicher Ebene zufriedenstellt, müssen wir unsere Kommunikationsfähigkeiten verbessern.

Was wir beachten sollten, wenn wir richtig kommunizieren wollen

Zuerst einmal sollten wir sachlich bleiben und uns nicht wiederholen. Wenn wir das, was wir mitteilen möchten, immer wieder wiederholen und unzählige Erklärungen geben, wird unser Gesprächspartner das Gefühl haben, dass man es ihm öfter erklären muss, so als würden wir denken, dass er nicht dazu in der Lage wäre, es beim ersten Mal zu verstehen. Es ist immer möglich, ein tiefgründiges und bedeutendes Thema einfach anzugehen, ohne großen Erklärungsbedarf und Wiederholungen.

Wir sollten uns auf den Kern des Gesprächsthemas konzentrieren und versuchen, konkret zu sein. Für eine effiziente Kommunikation müssen wir uns klar und deutlich ausdrücken. Zweideutigkeiten und Verallgemeinerungen sollten vermieden werden und wir sollten präzise sagen, was wir wollen. Wenn wir uns ohne Umschweife mitteilen, wird das Ergebnis eine bessere Kommunikation sein.

Vergangenes sollten wir auf sich beruhen lassen. Es bringt nichts außer Schmerzen und Problemen, wenn wir Vergangenes noch einmal durchkauen und über alte Streitigkeiten reden wollen. Natürlich können wir aus der Vergangenheit viel lernen und sie zeigt uns unseren zukünftigen Weg auf, aber nur, wenn wir dazu bereit sind, sie auf eine positive Art zu betrachten. Das soll heißen, dass wir versuchen müssen, sie als Lehrmeister anzusehen. Sich unaufhörlich an ein Ereignis zurückzuerinnern, ohne es als eine Lektion anzusehen, ist sinnlos.

Es ist wichtig, den genauen Zeitpunkt und den passenden Ort für ein Gespräch auszusuchen. Offensichtlich gibt es Themen, die man niemals ansprechen sollte. Falls wir jemandem etwas Schwieriges mitteilen müssen, ist es am besten, diese Angelegenheit privat zu besprechen. Wenn wir andererseits einen anderen Menschen beglückwünschen wollen, ist es ratsam, das in der Öffentlichkeit zu tun, wo es auch andere hören können. Es ist nicht notwendig, dabei zu übertreiben, doch wenn wir das auf natürliche Weise machen, wird sich unser Gegenüber auf jeden Fall sehr wertgeschätzt fühlen.

Gesprächsthemen sollten getrennt voneinander behandelt werden, eines nach dem anderen. Es ist nicht gerade ratsam, mehrere Punkte zusammen anzusprechen, die rein gar nichts miteinander zu tun haben. Manchmal möchten wir die Gelegenheit nutzen und eine lange Liste an ausstehenden Fragen abarbeiten, aber das wird den Zuhörer höchstwahrscheinlich nur stutzig machen.

Wir sollten versuchen, die sog. nonverbale Kommunikation anzupassen. Damit ist gemeint, dass der verbale Ausdruck nicht alles ist. Deine Gesten, deine Stimmlage und die Lautstärke deiner Stimme sowie dein Gesichtsausdruck sollten mit dem übereinstimmen, was du sagst. Andernfalls geht die Nachricht verloren. So bedeutend wie deine Mitteilung ist, ist auch die Art, wie du etwas sagst.

Wir dürfen andere im Gespräch nicht vor vollendete Tatsachen stellen. Wenn wir Dinge sagen, wie „Das machst du immer so!“, verurteilen wir damit ungerechter Weise unseren Gesprächspartner. Sobald wir uns so ausdrücken, sind wir sehr wahrscheinlich unfair und nicht sehr ehrlich. Wenn wir einen Konflikt wirklich lösen wollen, sollten wir versuchen, relative Begriffe, wie zum Beispiel „hin und wieder“  oder „oft“  einzubauen, die dem Zuhörer ein besseres Gefühl geben.

Wenn wir konstruktive Kritik üben müssen, dann sollten wir uns auf die Verhaltensweise der Person beziehen und nicht auf die Person an sich. Was uns oftmals in einer bestimmten Situation missfällt, ist das momentane Verhalten von jemandem und nicht der Mensch der dahintersteckt. Es ist sehr wichtig, den Unterschied zu verstehen und eine Grenze dazwischen zu ziehen.

Letztendlich können wir sagen, dass es eine wahrhafte Kunst ist, richtig zu kommunizieren und dass es es wert ist, uns stetig um eine bessere Kommunikation zu bemühen.

Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von smarnad – freedigitalphotos.net

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