Tu das, von dem andere sagen, du könntest es nicht

· 17. Juli 2017

Es gibt wenig, was so befriedigend ist, wie anderen zu zeigen, dass sie dich unterschätzt haben. Wenn du das tust, von dem andere sagen, du könntest es nicht, dann ist das nicht nur ein persönlicher Triumph, sondern auch ein Akt der Gerechtigkeit gegenüber nicht angepassten Menschen, die dich niemals respektvoll betrachten und aufrichtig behandeln.

Jeder weiß, dass unsere Gesellschaft gern vergleicht, besonders im Hinblick auf Bildung und Erziehung, was uns schon im Kindesalter definiert. In den letzten Reihen im Klassenzimmer sitzen deshalb die „schlechten Schüler“, die es niemals zu etwas bringen werden, wie Lehrer heimlich vorhersagen: Denn Kinder, die Fünfen schreiben, seien schlichtweg nicht dazu fähig, etwas zu erreichen.

„Ich bin immer bereit, zu lernen, auch wenn es nicht immer angenehm ist, dass man mich lehrt.“

Winston Churchill

Bildung ist für viele dieser Schüler eine traumatische Erfahrung. Wir haben einige tolle Lehrer, aber das System und die vorgeschriebenen Methoden nehmen ihnen den Raum. Der Fokus liegt auf der Standardisierung, nicht auf den  Bedürfnissen der Schüler, und resultiert in einer selbsterfüllenden Prophezeiung: Wenn du es in der Schule zu nichts gebracht hast, dann wirst du es im Leben auch zu nichts bringen.

Aber es gibt noch einen weiteren Faktor, der die Bildung eines Menschen beeinträchtigen kann, nämlich seine Familie. In einem limitierenden, diskriminierenden oder sexistischen Umfeld aufzuwachsen, kann eine Einstellung in dir heranreifen lassen, von der du dich nur schwer befreien kannst.

Wenn etwas zu erreichen impliziert, sich von allem loszusagen

Manchmal muss man sich effektiv von allem lossagen, um etwas zu erreichen. Strukturelle Rebellion bedarf einer internen Revolution, zu der nicht jeder fähig ist. Es ist nötig, Bildungsmodelle, althergebrachte Vorstellungen und beschränkende Denkmuster, die dich nur einmal mehr ins Unglück führen, zu zerstören.

Wie bereits erwähnt, ist das nicht immer leicht, besonders für Frauen. Wir dürfen nicht vergessen, dass es in dieser Zeit des Fortschritts nach wie vor viele Frauen gibt, die in ihren Bestrebungen vom Patriarchat unterdrückt werden.

Das interessante Buch Resilience and Triumph: Immigrant Women Tell Their Stories  diskutiert den schwierigen Prozess, den viele indische, arabische und mexikanische Frauen durchlaufen, bevor sie in andere Länder ziehen können. Diese Frauen sind ein Beispiel für den täglichen Kampf des Menschen gegen die Umstände. Dies ist ein stiller, dunkler und heikler Kampf, über den sie meist nicht sprechen. Es ist nicht zu vergessen, dass der Kampf nicht auf die Vergangenheit und das Beschneiden der Wurzeln beschränkt ist, sondern dass diese Frauen sich gleichzeitig bemühen, für ihre Familien einen Weg in einer neuen Gesellschaft zu ebnen.

Besonders groß sind jene Hindernisse, die sie im Privaten überwinden müssen. Das Patriarchat definiert die Stellung der Frauen, der Kinder, der Familie. Es bedarf Resilienz, um sich von der Position in der Gesellschaft zu entfernen, die einem zugewiesen wurde.

Die bewundernswerte Mentalität von Menschen, die ihre Ziele erreichen

Erfolg hat nichts mit Bankkonto, Haus, Sportwagen oder anderen materiellen Dingen zu tun. Der größte Triumph im Leben ist es, die Freiheit zu haben, man selbst zu sein und stolz auf das zu sein, was man erreicht hat. Es geht nicht immer darum, zu gewinnen. Es geht darum, niemals deine Träume aufzugeben, die Sterne zu berühren, deine Ziele zu erreichen und das Gleichgewicht, was es dir erlaubt, zu sagen „Es geht mir gut, ich brauche nicht mehr“  zu erhalten.

„Selbstvertrauen ist das erste Geheimnis des Erfolgs.“

Ralph Waldo Emerson

Die höchsten Hürden auf dem Weg zum Sieg sind die Denkmuster, die uns von klein auf beigebracht wurden: Schulen, die Stempel aufdrücken und ausgrenzen, bringen Schüler hervor, die die genannte Prophezeiung tatsächlich erfüllen, dass sie nichts wert seien. Diese Schüler lernen, dass sie es nicht verdienten, ihre Träume zu erreichen. Auf die gleiche Art und Weise vergiften Familien, die den Kindern die Flügel stutzen, sie mit veralteten und beschränkenden Ideen, die sie davon abhalten, ihren Herzen zu folgen, die Folgegeneration.

Es ist nötig, sich von den Menschen zu lösen, die dich zurückhalten – und zwar so schnell wie möglich. Es ist egal, wie sehr es wehtut, und es ist auch egal, was für Konsequenzen es haben könnte. Denn wenn du das tust, dann gewinnst du an Autorität, Selbstvertrauen und Freiheit.

Erfolg beruht nicht darauf, intelligenter, kompetenter oder extrovertierter zu sein. Um deine Träume zu erreichen, brauchst du eine Mentalität des Wachstums. Sage dir niemals, dass du es nicht könntest. Menschen, die ihr emotionales und psychologisches Handeln auf Wachstum fokussieren, sehen Schwierigkeiten als eine Möglichkeit, neue Fähigkeiten zu erlernen.

Ob du es glaubst oder nicht, es gibt immer Hoffnung. Nichts ist in Stein gemeißelt. Lass dir deine Träume und Würde nicht von beschränkten Geistern oder unterdrückenden Systemen nehmen. Gib dich nicht auf. Erfolg ist nichts mehr als eine Lebenseinstellung.