Tiertherapie: Die wundervolle Geschichte von Bella und George

· 26. Dezember 2016

Bella ist zehn Jahre alt und leidet an Morbus Morquio. Wenn sie es heute schafft, zu laufen, dann ist das ihrer Deutschen Dogge George zu verdanken. Sie ist ein wunderschönes Tier, das schon als Welpe darauf trainiert wurde, Beine, Herz und bester Freund von Kindern mit degenerativen Krankheiten zu sein.

Ihre Eltern sagen, dass die Verbundenheit zwischen Bella und ihrem Hund George beinah von der ersten Sekunde an da war. Ihre zwei Seelen haben sich unheimlich schnell gefunden, um das beste Team der Welt zu bilden. Ihre Kooperation ermöglicht es dem Kind, normal zur Schule zu gehen und die Stärke zu finden, Operationen und medizinische Tests durchzustehen.

In den letzten Jahren sind Hunde zu unersetzbaren Therapeuten für Kinder und Erwachsene mit gesundheitlichen Problemen geworden. Sie sind wertvolle Assistenten mit einer bewundernswerten Loyalität und wundervollen Intelligenz, die dabei helfen können, Hindernisse zu überwinden.

George, diese Dogge, die noch recht jung ist, ist Teil des „Service Dog Project“, eines Programms, das Menschen mit Behinderung Unterstützung bietet. Heute wollen wir euch anhand von Bella und George ein Beispiel für die Vorteile solcher Tiertherapien geben.

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Bella und George: die Welt ohne Krücken entdecken

Bella leidet unter einer seltenen Krankheit. Morbus Morquio führt zu einer abnormalen Entwicklung von Knochen, besonders in der Wirbelsäule. Mit nur 10 Jahren musste dieses Mädchen aus Massachusetts, USA, bereits Krücken und einen Rollstuhl benutzen.

Um den unerbitterlichen Fortschritt der Krankheit zu stoppen, hat Bella schon neun Operationen hinter sich gebracht. Zusätzlich muss sie jede Woche ins Krankenhaus für eine Ersatztherapie, sodass ihr Körper lange Ketten von Zuckermolekülen abbauen kann, um ihre Lebensqualität zu verbessern.

Die Tatsache, dass sie im Rollstuhl sitzt und mehr Zeit im Krankenhaus als in der Schule verbringt, hat dazu geführt, das Bella aufgehört hat, zu kämpfen. Sie hatte keine Kraft mehr und das war genau der Zeitpunkt, als sie mit dem „Service Dog Project“ in Berührung kam. Es ist ein humanitäres Projekt, bei dem Deutsche Doggen trainiert werden, um Menschen mit ernsten Mobilitätsproblemen zu helfen.

Was dieses Tier mit seinem gütigen Blick getan hat, war einfach magisch. George hat Bella angelacht und sie weg von ihren Krücken und ihrem Rollstuhl gebracht. Seitdem geht das Mädchen zur Schule, indem sie sich an ihren Hund lehnt. Jede Woche, wenn sie ins Krankenhaus geht, legt sich George mit ins Bett. Sie sind unzertrennlich.

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Die Vorteile einer Tiertherapie

Humanitäre Initiativen wie jene in Massachusetts sollten definitiv öfter ins Leben gerufen werden. Während Hunde oft als Therapeuten für Kinder mit körperlichen oder geistigen Behinderungen benutzt werden, gibt es noch mehr Bereiche, die wir betrachten sollten.

Therapiehunde für Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden

Patienten mit neurodegenerativen Krankheiten profitieren ebenso stark davon, mit Hunden zusammenzuleben. Die Tiere helfen dabei, Gefühle von Einsamkeit und Isolation zu mildern. Kontakt mit Hunden weckt Emotionen in Alzheimer-Patienten und macht sie aufnahmefähiger für das, was in ihrer Umwelt geschieht.

Laut einer Studie, die an der Universität von Nebraska (Nebraska, USA) durchgeführt wurde, wirken Therapiehunde wie ein „Anker“ für das Gedächtnis von Patienten mit Morbus Alzheimer. Hunde verbessern ihre Aufmerksamkeit und führen dazu, dass die Patienten kommunikativer werden.

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Begleithunde für Kinder mit Autismus

Bemühungen, Therapien mit Begleithunden für Kinder mit Autismus zu entwickeln, haben interessante Erfolge gezeigt. Haustiertherapie unterscheidet sich wesentlich von traditionellen Herangehensweisen bei der Arbeit mit autistischen Kindern. Hunde können ihnen das Erlernen von neuen Verhaltensweisen erleichtern. Die Tiere werden nicht nur als positive Verstärkung herangezogen, sondern auch als Vorbilder, die bestimmte Aktivitäten „vorführen“. Hunde sind auch bedeutende Auslöser von positiven Emotionen, die Kinder mit Autismus rezeptiver und motivierter machen.

Zum Abschluss können wir sagen, dass wir zuversichtlich sind, dass uns in den kommenden Jahren Therapien mit Hunden (und anderen Tieren) dabei helfen werden, die Lebensqualität von vielen Menschen zu verbessern. Die Großmütigkeit dieser Tiere und dieser „sechste Sinn“, den sie zeigen, wenn sie assistieren und wissen, wie man sich emotional mit einem Menschen verbindet, ist sicherlich etwas, was wir alle lernen sollten.

Die Geschichte von Bella und George ist nur ein kleines Beispiel dafür, wie ein Tier fähig dazu ist, der beste Therapeut für ein Kind zu sein, dass die Zukunft jetzt mit neuen Augen sieht und Unterstützung hat, die ihr Kraft und Hoffnung geben.

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