Suche nicht, sondern lass dich finden

· 29. März 2016

Das Leben ist zu kurz, um hinter jemandem herzulaufen, der sich für dich noch nicht einmal ein bisschen in Bewegung setzt. Es ist nicht nötig, hinter jemandem herzulaufen, wenn dieser bereits weiß, wo er dich finden kann, wenn er dein Zuhause und deine Geheimnisse kennt. Suche deshalb nicht, sondern lass dich finden.

Es ist sicher, dass es Menschen gibt, für die wir nicht wichtig sind, die jedoch für uns wichtig sind. In diesen Fällen ist es manchmal schwierig, die Situation zu verstehen, da unser Interesse an anderen nicht in der Sprache des Egoismus spricht. Suche aber nicht nach etwas, was dir nicht angeboten wird, bettle auch nicht darum.

Erinnere dich daran, dass deine Telefonnummer immer noch aus denselben Zahlen besteht und es in Wirklichkeit wohl nicht an Zeit, sondern an Interesse fehlt. Denke daran, dass man dazu fähig ist, die Erde und den Himmel auf den Kopf zu stellen, nur um ein paar Sekunden miteinander zu teilen, wenn man dies wirklich will oder braucht.

Man fleht nicht um Zärtlichkeit

Suche nicht. Sich zu verbiegen und um Krümel der Zuneigung zu bitten, die man uns nicht geben will, ist weder auf kurze noch lange Sicht gesund. Es kann jedoch sein, dass gewisse Gesten uns erweichen lassen und uns dazu dienen, weiter nach Gründen zu suchen, warum wir an dem Wunsch festhalten wollen, dass dieser Mensch in unserem Leben bleibt.

Wenn wir einmal darüber nachdenken, dann ist das Einzige, was wir mit dieser Haltung erreichen, auf unnötige Weise unser emotionales Leid zu verlängern. Uns dem Willen anderer zu unterwerfen führt dazu, dass wir zu Marionetten ihrer Bedürfnisse und ihrer Launen werden.
 In diesem Sinne gibt es ganz klar Dinge, die passieren, weil sie passieren müssen, aber es gibt andere, die nur passieren, wenn wir sie passieren lassen. Wir können uns weder frei noch glücklich fühlen, wenn wir an Hoffnungen gekettet leben, die von den anderen bestimmt werden.
Puppe

Suche nicht, lass den Wind das Unnötige aus deinem Leben wegtragen

Es ist schwierig, loszulassen oder das gehen zu lassen, was wir als etwas zu uns Gehöriges betrachten, seien es Gefühle oder Personen. Das soll heißen, dass wir für manche der Steine, die wir auf unsere Schultern laden, ein Gefühl der Identität und der Zugehörigkeit entwickeln. Dies vergrößert wiederum unsere Angst davor, etwas zu verlieren, was wir für so wichtig halten.

Doch trotz all dieses emotionalen Chaos, das uns an bestimmte Menschen bindet, sind wir es irgendwann Leid, dass sie uns nicht wertschätzen. Wahrscheinlich werden wir uns in dem Moment, in dem wir das feststellen, etwas egoistisch fühlen, was wiederum unsere emotionale Gesundheit belastet.

Es ist ziemlich weit verbreitet, dass man das Gefühl hat, zu scheitern, wenn man nicht bereit ist, eine Situation oder eine bestimmte Personen noch ein bisschen länger auszuhalten. Die Hauptursache dieses Gefühls ist die Angst vor der Leere, der wir uns nach einem Verlust stellen müssen.

Wir haben das Gefühl, dass wir gleichzeitig die Chance darauf verlieren, die emotionale Geschichte unseres Lebens weiter aufzubauen, wenn wir mit unserer Aufopferung aufhören. In Wirklichkeit jedoch verhalten wir uns auf grausamste Art und Weise gegenüber uns selbst, und auch gegenüber unseren Erwartungen und unseren Wünschen.

Herz-auf-Fensterscheibe

 Der Weg hin zur emotionalen Freiheit wird mit den Steinen gebaut, von denen wir uns befreien: Das heißt, mit den toxischen Gefühlen und Personen, die wir loslassen.

Loslassen ist die einzige Art, einen Platz für unsere Stärken zu schaffen, unsere Fehler anzunehmen und zu erreichen, Klarheit über unsere Pläne und über unsere Bereitschaft zu bekommen. Auf diese Weise vermeiden wir, dass das Negative dem Positiven Platz wegnimmt, und wir können so unseren Enthusiasmus für das Leben und unser Wohlbefinden zurückgewinnen.

Es ist nicht der stärker, der am meisten aushält, sondern der, der am besten loslässt

Wenn etwas dir keinerlei Freude in deinem Leben bringt… LASS ES LOS

Wenn etwas dich weder erleuchtet noch dich aufbaut… LASS ES LOS

Wenn etwas dableibt, aber nicht wächst… LASS ES LOS

Wenn etwas dir Sicherheit gibt, dir aber den Antrieb zur Entwicklung nimmt… LASS ES LOS

Wenn etwas deine Talente nicht anerkennt… LASS ES LOS

Wenn etwas dein Sein nicht liebkost… LASS ES LOS

Wenn etwas nicht dein Startknopf ist… LASS ES LOS

Wenn es nur Dinge sagt, aber nicht macht… LASS ES LOS

Wenn es keinen Platz für dich in seinem Leben gibt… LASS ES LOS

Wenn es versucht, dich zu ändern… LASS ES LOS

Wenn es dir sein „Ich“ aufzwingt… LASS ES LOS

Wenn es mehr unstimmige als stimmige Begegnungen gibt… LASS ES LOS

Wenn etwas ganz einfach nicht in dein Leben passt… LASS ES LOS

LASS ES LOS… der Fall wird viel weniger schmerzhaft sein als der Schmerz, dich an etwas festzuhalten, was etwas hätte sein können, aber nicht ist.
Suche nicht nach etwas und renne ihm nicht hinterher, wenn man es dir nicht geben will. Lass es los… Halte dich aber offen für die Möglichkeit, dass dich jene finden, die sehr wohl auf gesunde Weise Teil deines Lebens sein wollen. Suche sie nicht, lass zu, dass sie dich finden.