Soziale Intervention im pädagogischen Umfeld

3. Dezember 2019
Soziale Intervention im pädagogischen Umfeld kann den gesamten Lebensweg von Schülern verändern. Möchtest du die Gründe erfahren? Dann lies einfach weiter!

Die Schulzeit kann sowohl für die Schüler selbst als auch für ihre Eltern oder die Erziehungsberechtigten sehr herausfordernd sein. Sie könnten gemobbt werden, schlechte Noten bekommen, Fehlzeiten haben, schwierige Situationen zuhause erleben, Lernschwierigkeiten haben oder vieles mehr. Manchmal haben die Schüler auch Probleme, die sie nur unter Mitwirkung einer unabhängigen Partei lösen können. Daher ist die soziale Intervention im schulischen Umfeld sehr wichtig.

Die Jahre, die du in der Schule verbringst, haben einen großen Einfluss auf den Rest deines Lebens. Dieser Lebensabschnitt formt maßgeblich deine Persönlichkeit. Man könnte fast sagen, dass du bereits in der Schule lernst, welchen Platz du in der Gesellschaft einnehmen wirst. Während dieser Zeit verbringst du außerdem sehr viel Zeit mit Gleichaltrigen.

Obwohl jeder Schüler aus einem anderen Umfeld kommen mag, ist es die Aufgabe der Schule, einen Beitrag dazu zu leisten, dass jeder Schüler ein positives Selbstbild aufbauen kann und dies unabhängig von seiner sozialen oder kulturellen Herkunft. Außerdem sollte die Schule dafür sorgen, dass die Schüler lernen, sich im täglichen Schulumfeld zu integrieren. Darüber hinaus ist es wichtig für die Schüler, dass sie alle Bildungsmöglichkeiten nutzen können, die ihnen zur Verfügung stehen (Fernández and Fernández, 2011).

Daher möchten wir nochmals betonen, dass der Bildungsprozess den Schüler in eine Situation versetzen sollte, die ihm eine freie und harmonische Entwicklung ermöglicht.

Rosell (1998) vertritt die Auffassung, dass dieser Prozess als Ganzes betrachtet werden muss. Das bedeutet, dass sowohl Pädagogen als auch weitere Fachkräfte eingesetzt werden sollten, die die „Lücken“ im Bildungssystem schließen können. Solche Fachkräfte können beispielsweise Psychologen, Sozialarbeiter, Logopäden und Bildungspsychologen sein.

Intervention - Experten im Gespräch

Soziale Intervention im pädagogischen Umfeld

In einigen Städten und unabhängigen Gemeinden haben die verantwortlichen Behörden die Stelle eines technischen Leiters für kommunale Dienste geschaffen. Die Behörden haben diese Positionen geschaffen, um eine wirkungsvolle Intervention in stark risikobehafteten Situationen zu ermöglichen.

Außerdem dienen sie der Vorbeugung von sozialer und pädagogischer Ausgrenzung der betroffenen Schüler. Dadurch erhoffen sich die Behörden, dass diese Schüler bessere Chancen haben, die obligatorische Sekundarstufe erfolgreich zu absolvieren.

Außerdem gibt es zusätzlich noch pädagogische Orientierungsteams und Bildungspsychologen. Ihre Aufgabe besteht darin, mit der Schule und den Bildungseinrichtungen zusammenzuarbeiten, sie zu unterstützen und sie zu bewerten. Dadurch soll die Qualität der Ausbildung verbessert werden.

Der Internationale Verband der Sozialarbeiter (IFSW) vertritt die Auffassung, dass der Bildungsbereich der Ort ist, an dem familiäre und soziale Probleme frühzeitig erkannt werden können (zitiert in Roselló, 1998). Daher sollten wir uns bewusst machen, dass die Auswirkungen von Problemen, die frühzeitig erkannt werden, oftmals verhindert oder zumindest verringert werden können.

Das Ziel sozialer Intervention im pädagogischen Umfeld ist es, eine Zusammenarbeit zu erreichen, um zu gewährleisten, dass jeder Schüler die gleichen Entwicklungschancen bekommt. Dabei sollte dies unabhängig von der Herkunft, der familiären Situation oder des sozialen Umfeldes erfolgen.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Schüler und dessen Familie notwendig. In anderen Worten müssen auch die Eltern und Erziehungsberechtigten in diesen Prozess involviert werden und aktiv mitarbeiten. Dadurch kann sich der Schüler vollkommen anpassen und seine Erfolgschancen erhöhen sich maßgeblich.

Intervention beginnt üblicherweise mit der Problemerkennung. Oftmals liegen die Probleme im privaten Umfeld des Schülers. Daher werden von externen Institutionen oder Unternehmen pädagogische und informative Gespräche mit den Beteiligten geführt.

“Erziehe die Kinder und es wird nicht notwendig sein, die Männer zu bestrafen.“

-Pythagoras-

Was kann der Bildungsbereich selber dazu beitragen?

Da zahlreiche Fachleute zur Verfügung stehen, wollen wir außerdem auf die Notwendigkeit hinweisen, dass die Schüler zu einem gesunden Lebensstil erzogen werden müssen.

Wenn wir über einen „gesunden“ Lebensstil sprechen, dann denken die meisten Menschen zuerst an die physische Gesundheit. Allerdings sollten wir in diesem Zusammenhang auch die psychische Gesundheit der Schüler nicht vernachlässigen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir gesunde Teenager und junge Erwachsene erziehen, die über angemessene Sozialkompetenzen verfügen und gesunde Freizeitaktivitäten unternehmen. All das wird sich positiv auf ihre weitere Lebensentwicklung auswirken.

Intervention - junge Frau und Sozialarbeiterin

Soziale Intervention: Die Rolle des Sozialarbeiters im pädagogischen Umfeld

Sozialarbeiter können ihre Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen anwenden und einsetzen. Einer dieser Bereiche ist das pädagogische und schulische Umfeld. Dabei gibt es in diesem Bereich noch viele weitere Einsatzbereiche, die es zu entwickeln gilt. Auch heute noch gibt es viele neue Einsatzmöglichkeiten für Menschen, die bereits in diesem Beruf tätig sind.

Wenn wir über soziale Intervention im pädagogischen Umfeld sprechen, dann gibt es zahlreiche unterschiedliche Aufgaben, die in diesem Kontext erfüllt werden können. Nachfolgend wollen wir einige davon aufzeigen (Iglesias and Ortuño, 2017):

  • Planung und Durchführung von Projekten in Zusammenarbeit mit den Bildungseinrichtungen. Besonders wichtig ist diese Zusammenarbeit in Bezug auf die soziokulturellen Umweltbedingungen und auch bezüglich des sozialen und familiären Lebens der Schüler.
  • Information und Anleitung der Eltern über ihre Erziehungsaufgaben und ihre Rolle als Eltern.
  • Beteiligung an der Lösung individueller Problemsituationen innerhalb der Schülerschaft. Einige mögliche Themen sind beispielsweise häufiges Fehlen im Unterricht und Leistungsdefizite. Auch soziale Probleme werden thematisiert. Hierzu gehören unter anderem: Probleme in Bezug auf Mitschüler, Kommunikationsprobleme, Anpassungsschwierigkeiten bei Veränderungen und Probleme im Umgang mit anderen oder aggressives Verhalten.
  • Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Ausbildungsprogrammen für Familien.
  • Erstellung und Verteilung von Materialien zur Unterstützung der Lehrer. Dazu gehören auch Methoden und Instrumente.
  • Information der Bildungseinrichtungen über die in den Städten und Kommunen zur Verfügung stehenden Ressourcen.
  • Außerdem informieren die Sozialarbeiter die verantwortlichen Stellen über soziale und pädagogische Bedürfnisse, welche diese bei der Bildungsplanung berücksichtigen sollten.

Der Stellenwert von Sozialarbeitern

Daher sollten wir die Rolle der Sozialarbeiter im pädagogischen Umfeld als das anerkennen, was sie wirklich ist: eine sehr wichtige Funktion. Außerdem sollten sie als Change Agents und Experten für Veränderungsprozesse eine grundlegende Rolle in der pädagogischen Gemeinschaft spielen. Darüber hinaus tragen Sozialarbeiter maßgeblich zu einer Verbesserung des Wohlbefindens aller Beteiligten und auch zu einem besseren Miteinander bei.

Wir sollten auf keinen Fall vergessen, dass wir die Weichen für eine bessere Zukunft dadurch stellen können, dass wir unseren Kleinen heute gute Grundlagen in der Erziehung und Ausbildung mit auf den Weg geben.

  • Fernández, I., & Fernández, C. (2011). La intervención social en el contexto educativo: funciones y expectativas de los PTSC en la Comunidad de Madrid. Revista Iberoamericana de Educación / Revista Ibero-americana de Educação.
  • Ortuño, E. I., & Muñoz, E. O. (2018). Trabajo Social y mediación para la convivencia y el bienestar escolar. Cuadernos de Trabajo Social31(2), 375-387.
  • Roselló Nadal, E. (1998). Reflexiones sobre la intervención del trabajador social en el contexto educativo. Alternativas. Cuadernos de Trabajo Social, N. 6 (octubre 1998); pp. 233-258.