Sich mit der Natur verbinden – es wird dich glücklicher machen

· 2. August 2016

Die Natur ist weise und hat uns mit bestimmen Mechanismen, Instinkten und Impulsen ausgestattet, die dazu gedacht sind, dass wir überleben und glücklicher sein werden. Letztendlich ist dies das letzte Ziel aller Menschen und alles, absolut alles, was wir durchführen, hat die Zufriedenheit mit dem Leben und das Überleben zum Ziel.

Wir arbeiten zum Überleben, aber wir suchen auch auf irgendeine Weise unser Glück durch die Arbeit, wir bilden Paare, damit die Menschheit, und noch genauer, unsere Gene, überleben, und auch damit unser Leben in Begleitung einer besonderen Person, die uns viel geben und der auch wir viel geben können, angenehmer wird.

Bei allem, was wir tun, bei all unseren Projekten, trachten danach, das ersehnte Glück zu finden, und es uns einfacher zu machen, auf dieser Welt zu bestehen.

Ist die Welt ein künstlicher Ort?

Durchaus. Und sie ist es nicht einfach so, sondern wir haben eine künstliche Welt erschaffen, mit einem künstlichen Leben, welches sich wiederum wegen der Anforderungen entwickelt hat, die wir selbst erfunden haben. Die Wahrheit ist, dass alles viel einfacher sein könnte als es ist, wenn wir uns nur mehr von der Natur beeinflussen lassen würden, wenn wir nicht so sehr an der Welt hängen würden, wie sie ist.

Wenn wir sagen, dass die Welt ein künstlicher Ort sei, dann beziehen wir uns darauf, dass wir den größten Teil unserer Zeit damit verbringen, entgegen unserer Natur zu handeln. Wir arbeiten zu viele Stunden, wir hetzen von einem Ort zum anderen und mit einer so großen Nervosität, als müssten wir jeden Tag vor einem Raubtier fliehen. Wir leiden unter Eifersucht und emotionaler Abhängigkeit und erleben den Tod so, als hätten wir uns für unsterblich gehalten. Dies ist nicht natürlich und lässt uns zu leiden. Wir leiden, weil wir denken und glauben, dass wir immer liefern müssten, dass wir niemals etwas falsch machen dürften, dass die Welt ein sehr gefährlicher Ort wäre und dass wir zu viele Verpflichtungen hätten.

Gestresste Frau am Steuer
Wenn jemand all das glaubt, dann wird er sich dem auch in seinem Handeln anpassen, mit all dem Stress und negativen Emotionen, die das mit sich bringt. Wenn wir auf den Rest der Natur schauen, noch genauer auf die Tiere, dann können wir beobachten, dass sie nicht so sind wie wir. Sie erleiden keine Magengeschwüre wegen Stress und rennen nicht durch den Wald, als ob ihr Leben bedroht wäre. Wenn sie rennen, dann aus Vergnügen oder zum Jagen, aber nicht wegen irrationaler Glaubensvorstellungen. Und während es in der Humanmedizin das Gebiet der Stressmedizin gibt, braucht in der Tierarztpraxis maximal der Tierarzt selbst eine entsprechende Behandlung.

Sich mit der Natur verbinden

Sich mit der Natur verbinden bedeutet, auf der einen Seite den Glauben aufzugeben, dass wir so wichtig, fast göttlich sind, um stattdessen endlich und für immer festzustellen, dass wir Menschen sind, und genauso wie die Tiere, zu dieser Welt gehören, die wir nur wenig verstehen, die aber eine etablierte, natürliche Ordnung hat und die so ist, wie sie ist, ob es uns gefällt oder nicht.

Wir müssen anfangen, unsere eigene Biologie zu umarmen, das, was der Körper von uns verlangt, ernst nehmen, die selbst aufgedrückten Verpflichtungen sein lassen und anfangen, mehr das zu genießen, was uns mit Leidenschaft erfüllt, was unserer Natur entspricht.

Letztendlich ist es das einzige Leben, was wir erleben werden, und es mit Anforderungen und Verpflichtungen zu verschwenden, ist nicht der Weg zum Wohlbefinden, eher das Gegenteil.

Wenn du ein bisschen nachdenkst, dann wirst du merken, dass es dir deshalb sehr schlecht geht, weil du die Dinge zu negativ, zu selbstkritisch siehst und zu hohe Ansprüche stellst. Deine Gedanken entstehen aus den irrationalen Glaubenssätzen, die durch die Gesellschaft und die Kultur erfunden wurden und an die wir geglaubt haben, als wäre es das Richtige, das Wahre und dass alles so sein sollte. Das gilt für Gedanken wie „Arbeit bringt Würde“, „Wenn er mich mögen würde, dann würde er nicht nach anderen Frauen schauen“, oder  „Ich bin weniger Wert, weil ich dick bin“.

Frau meditiert auf einer Lichtung

Natürlich geben diese Art von Gedanken nicht die Realität wieder, so wie sie ist, denn unsere Arbeit macht uns nicht würdevoller oder wertvoller als andere Menschen, auch können wir von unserem Partner nicht erwarten, dass er niemand anderen mehr schön findet oder körperlich attraktiv findet und nur für uns Platz in einer imaginären Rangliste ist.

„Die natürlichen Instinkte gehen im domestizierten Zustand verloren.“

Charles Darwin

Glaubst du, dass natürlichere Gesellschaften, wie etwa die Indios im Amazonas, so denken? Ganz eindeutig nicht. Für sie ist alles viel einfacher, sie beschränken sich darauf, täglich zu essen und zu trinken und dafür müssen sie nur ein oder zwei Stunden arbeiten. Den Rest der Zeit verbringen sie damit, das Leben, Kunst und die Familie zu genießen.

Fang noch heute an dich zu verbinden

Um zu lernen, auf eine etwas natürlichere Art zu leben und dadurch eine ruhigere, gelassenere und glücklichere Person zu sein, musst du mit Tätigkeiten beginnen, mit denen du dich wieder mit der Natur in Verbindung setzt.

  • Gehe öfter mal in die Berge, ans Meer oder an irgendeinen anderen Ort, der fern von der Stadt und der täglichen Routine ist. Beobachte, wie wunderbar und vielfältig die Welt ist, in der wir leben, lass dich von ihrem Biorhythmus anstecken. Wir können die Bäume, die Tiere, die Sterne oder den Regen genießen, sie betrachten und mit ihnen verschmelzen. Wir haben das Glück gehabt, all das kennenzulernen, denk gar nicht erst daran, all diese Schönheit zu verachten.
Frau geht am Meer spazieren

  • Denke etwas realistischer. Nimm von sozialen Vorurteilen Abstand, von falschen Ideen, die dir von der modernen Gesellschaft eingetrichtert werden und versuche, dein Gehirn an das zu gewöhnen, wie es in Wirklichkeit ist und immer war: Der Tod ist nicht ungerecht, auch er hat einen Sinn, negative Emotionen sind natürlich, Sex ist keine Sünde und wir sind von nichts der Besitzer außer von uns selbst.
  • Nimm Veränderungen an deinem Verhalten vor. Renne nicht nur umher, sei nicht so intolerant gegenüber den Dingen, die dir passieren, fordere nicht zu viel und bestrafe dich nicht, wenn etwas nicht so läuft, wie du das willst. Fang an, mit dem Leben zu fließen, damit es mit dir fließt.