Mein Hund ist kein Haustier, er ist Teil meiner Familie

31. März 2016 en Kuriositäten 37 Geteilt

Man könnte sagen, dass jemand, der noch nie ein Haustier gehabt hat, der noch nie erfahren hat, was es heißt, mit einer faszinierenden Katze oder mit einem treuen Hund zusammenzuleben, der wie besessen um etwas Aufmerksamkeit bettelt, dass dieser noch nie die reinste und uneigennützigste Form der Liebe kennengelernt hat.

Eine Liebe, für die keine Gegenleistung erwartet wird, die keine Ressentiments kennt, und die mit Schweigen und durch kleine Details dein Leben gelassener, angenehmer und authentischer sein lässt.

 Wir verstehen unter Haustier ein domestiziertes Tier, das mit den Menschen zusammenlebt. Man kann jedoch sagen, dass es noch viel mehr als das ist: Es lebt nicht nur mit uns zusammen, sondern macht einen essentiellen Teil der Familie aus.

Wahrscheinlich ist für viele Menschen eine solche Idee nur schwer zu begreifen, insbesondere wenn wir das Wort Familie im engeren Sinne der Blutsverwandschaft verstehen, was die mögliche Zugehörigkeit natürlich einschränkt.

Tiere können auch Familie sein

Doch hat dieses Wort in Wirklichkeit viele Facetten. Manchmal reicht Blut allein nicht aus, um eine Familie zu sein, da es sich um eine zwischenmenschliche Bindung handelt, die auf Gegenseitigkeit beruht, die erst durch den gemeinsamen Alltag authentisch wird. Daraus wiederum entsteht das Bedürfnis, sowohl Menschen als auch Tiere in unserer Umgebung zu haben.

Jegliche positive Emotion, woher sie auch kommen mag, bereichert uns und lässt uns wachsen. Es macht also gar nichts, wenn wir unseren Haustieren auch jeden Tag einen Platz auf unserem Sofa geben, neben unserem Partner und unseren Kindern. Vielleicht mag jemand darüber lachen, wenn du erzählst, dass du jeden Morgen von deiner Katze aufgeweckt wirst, oder dass dein Hund sofort bemerkt, wenn du traurig bist, als wäre er dein Partner.

Tiere bilden auch einen Teil unseres emotionalen Lebens, und deshalb nehmen wir sie auf, integrieren sie und erkennen sie als einen intimen Teil unseres Mikrokosmos an. Als einen Teil unserer Familie.

Wenn wir von einem Haustier adoptiert werden

Hund-mit-Maedchen

Hast du schon einmal erlebt, was es heißt, von einem Haustier adoptiert zu werden? Wenn ein Tier in unserem Leben auftaucht und uns schüchtern und erstaunt anschaut, weil die Welt der Menschen ihm manchmal etwas zu komplex erscheint, dann ist es bis zur Adoption nicht mehr weit.

 Wir Menschen sind unbeständig, auf Momente der Wut folgen Momente des Glücks, manchmal durchleben wir Momente der Bitterkeit und was uns heute nicht gefällt, dass erfüllt uns morgen mit Leidenschaft. Sie hingegen, die Katzen, die Hunde, sind immerzu gleich und hoffen nur auf das eine: darauf, dass du sie lieb hast.

Wenn wir von einem Haustier adoptiert werden, dann verändern sich viele Dinge in unserem Inneren, die wir gar nicht bemerken. Sie hingegen, durch ihre reinen, spielerischen und aufrichtigen Blicke, können viel mehr Dinge in uns lesen, als wir uns vorstellen können.

  • Wenn wir ein Haustier aufnehmen, dann werden wir schnell entdecken, dass wir im Zentrum der Aufmerksamkeit eines Tieres stehen, welches von uns abhängig ist und wir von ihm. Wir lieben diesen Moment, in dem wir nach Hause kommen und mit dieser überschwänglichen Freude empfangen werden.
  • Sie müssen in die Familie wie ein weiteres Mitglied integriert werden. Sie mögen die Routine, die Gewohnheiten und wir sollten sie stets auf gleiche Weise, ohne zu große Abweichungen, behandeln.
  • Wenn die Adoption zu voller Integration wird, dann verändern wir uns alle ein bisschen. Sie werden zu Beschützern, wir sind ihre engsten Bezugspersonen, ihr Rudel und ihr Schoß, auf dem sie sich am Nachmittag für ein Schläfchen hinlegen können.
  • Tiere sind für uns diese emotionale Erholung im Alltag, unsere stillen Vertrauten, der Trost für unsere Trauer und der emotionale Ausbruch in Momenten des Lachens und der Entspannung.
 Wenn wir von einem Tier adoptiert werden, dann wird unsere Familie größer und unser Herz stärker. Es wird dann zu unserer Pflicht, sich um sie zu kümmern. Sie zu lieben wird dagegen zu unserem größten Privileg.

Mein Haustier ist einzigartig und ich bin einzigartig für es

Haustiere

Es erzeugt ein Gefühl großer Dankbarkeit, stets im Zentrum der Existenz des Hundes oder der Katze zu stehen, die wir in unserer Familie aufgenommen haben. Es ist egal, ob du mit schlechter Laune aufstehst, ob du einen schrecklichen Tag erlebt hast oder ob du mit all deinen Plänen gescheitert bist.

 Für sie, für unsere Tiere, sind wir immer dieselben, was auch immer passiert. Ihnen sind deine Fehler, deine Unaufmerksamkeiten und auch dein Aussehen egal und noch weniger interessiert sie deine Vergangenheit. Sie leben im Hier und Jetzt und sie können nicht anders als dir zu zeigen, dass du jemand bist, der ihre Liebe verdient hat.

Manchmal, wenn wir zu sehr in unsere Alltagssorgen verstrickt sind, voller Eile und voller Aufgaben, dann bemerken wir gar nicht, wie unsere Hunde und Katzen ihre Blicke auf uns richten. Wir sollten das jedoch tun.

Sie leben jeden Moment auf die erfüllteste Art und Weise, die möglich ist. Das Gestern gibt es nicht und das Morgen hat keinen Sinn, sie warten sehnsüchtig darauf, einen Moment mit dir zu verbringen, in der stetigen Erwartung, dass es der beste, der intensivste, entspannendste und der glücklichste aller Momente sein wird.

Sie sind nicht anspruchsvoll, sie urteilen nie über dich und haben die subtile Fähigkeit, aus dir das Beste herauszuholen. Wenn du mit traurigem Gesicht nach Hause kommst, dann wissen sie, deine Haustiere, deine Familie, wie sie dein Leiden sofort mindern können.

 Sie akzeptieren immer eine Umarmung, ein Streicheln und ein liebes Wort. Sie lassen sich liebhaben in der Hoffnung, dass du ihnen dasselbe erlaubst. Es sind treue Kreaturen, die unseren Alltag in ein anekdotenreiches Abenteuer voller angenehmer Momente verwandeln und die immer auf der besten Seite deines Herzens schlafen werden.
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