Medikament zur Migräneprävention: Ajovy (Fremanezumab)

07 November, 2020
Ajovy (Fremanezumab) ist ein Medikament zur Migräneprävention. Erfahre heute mehr darüber.

Die Migräneprävention ist eine große Herausforderung für die Gesellschaft, da Migräne heutzutage eine der häufigsten invalidierenden Krankheiten ist. Deshalb ist Ajovy (Fremanezumab) ein Medikament, das vielen Erleichterung bringt.

Migräne ist kein einfacher Kopfschmerz, sondern eine neurologische Erkrankung. Mehr als 50 Millionen Patienten in Europa leiden unter den Folgen dieser unvorhersehbaren Erkrankung. Ein akuter Migräneanfall lämt Betroffene physisch und psychisch.

Migräne ist in der Regel im Alter von 25 bis 55 Jahren verbreitet und hat einen großen Einfluss auf die Lebensqualität der Patienten. Sie ist häufiger bei Frauen anzutreffen und hat eine gewisse genetische Komponente.

Migräne ist als invalidierende Krankheit anerkannt. Es stimmt, dass immer mehr Wert darauf gelegt wird, ihre Prophylaxe zu verbessern, um sie zu kontrollieren und ihre Auswirkungen zu reduzieren. In vielen Fällen wird sie jedoch nicht diagnostiziert oder eine adäquate Intervention wird nicht festgestellt.

Neue therapeutische Alternativen wie Ajovy sind in der Behandlung sehr vorteilhaft. Sowohl die Migräneprävention als auch die Symptombehandlung sind wichtig, um die Belastung der Patienten durch diese Erkrankung zu verringern.

Dieses neue Medikament wurde an Patienten mit invalidierender Migräne untersucht. Ajovy reduziert nachweislich bis zu 50% der Migränetage pro Monat. Mehrere Studien belegen die Wirksamkeit als vorbeugende Maßnahme.

Ein weiteres Medikament, das bisher in der Migräneprophylaxe eingesetzt wurde, ist Propanolol. Dieses Medikament, das als Sumial vermarktet wird, ist ein entspannendes Medikament, das auch bei Angstzuständen zum Einsatz kommt.

Frau mit Migräne

Was ist Ajovy und wie funktioniert es?

Ajovy ist der Markenname des monoklonalen Antikörpers Fremanezumab. Es handelt sich um eine injizierbare Lösung zur Vorbeugung von Migräne bei Erwachsenen, die mindestens vier Tage im Monat an dieser Krankheit leiden. Was seine Anerkennung und seinen Verlauf betrifft, so können wir sagen, dass es sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa genehmigt wurde.

Fremanezumab ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper. Es wirkt durch die Bindung an das mit dem Gen Calcitonin (CGRP) verwandten Peptid. So verhindert es, dass es sich an seinen Rezeptor bindet. Deshalb wird es als Anti-CGRP bezeichnet. CGRP ist eines der am häufigsten vorkommenden Neuropeptide, das sowohl in zentralen als auch in peripheren Neuronen produziert wird. Es ist ein starker Vasodilatator und beeinflusst die Schmerzübertragung.

Es hat sich gezeigt, dass der CGRP-Spiegel bei Migräne erhöht ist. Wenn dieses Neuropeptid an den Nervenenden freigesetzt wird und sich an seinen Rezeptor bindet, bewirkt es eine Freisetzung von Entzündungsmediatoren sowie eine starke Vasodilatation.

Daher würde Fremanezumab durch die Wirkung auf CGRP die Aktivierung der für die Schmerzaktivierung verantwortlichen trigeminalen Nervenfasern verhindern. Die Mechanismen, mit denen diese Substanzen wirken, sind jedoch noch nicht vollständig bekannt.

Verabreichung zur Migräneprävention

Du findest Ajovy im Handel in einer Fertigspritze mit fest angebrachter Injektionsnadel in einer Blisterverpackung. So fällt es den Patienten einfach, es subkutan unter die Haut zu spritzen. Jede Injektion enthält 225 Milligramm Antikörper. Die Verabreichung erfolgt monatlich oder vierteljährlich:

  • Bei monatlicher Verabreichung ist eine subkutane Injektion ausreichend.
  • Bei vierteljährlicher Verabreichung werden drei Spritzen gleichzeitig injiziert. Das sind 675 Milligramm, sodass die Dosis erst drei Monate später wiederholt werden muss.

Diese Verabreichungsform stellt einen großen Vorteil dar, da sie die Flexibilität der Behandlung erheblich erhöht. Wenn die vierteljährliche Option gewählt wird, reichen vier Verabreichungen pro Jahr.

Spritze mit dem Medikament Ajovy

Nebenwirkungen

Die beobachteten Nebenwirkungen waren im Allgemeinen mild. So wurden beispielsweise Reaktionen in der Haut um die Injektionsstelle herum festgestellt, darunter:

  • Schmerzen
  • Rötung
  • Härtung
  • Juckreiz
  • Ausschlag

Da es sich jedoch um ein relativ neues Medikament handelt, ist es notwendig, seine Sicherheit und Langzeitwirkung weiter zu untersuchen. Wenn Patienten unerwünschte Reaktionen feststellen, müsen sie ihren Arzt konsultieren.

Bei Migräne funktionieren nicht für alle Patienten die gleichen Behandlungen. Das liegt auch daran, dass nicht alle Migränearten gleich sind. Der behandelnde Arzt entscheidet, welch Behandlung für jeden Patienten am besten ist.

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