Lerne vom Herbst und lass deine Sorgen fallen

· 29. Juni 2016

Wenn der Herbst kommt, scheint es oft so, als ob wir von Traurigkeit erfüllt wären, von der Dunkelheit der Nacht, von Nostalgie, Kälte, den weit entfernten Sommer anschauend und beinah glauben wir, unser Leben wäre auf Essen und Schlafen reduziert… Aber wir können vom Herbst lernen: Genauso, wie auch die Blätter von den Bäumen fallen, können wir unsere Sorgen fallen lassen.

Traurigkeit ist eine der Emotionen, die am längsten in uns verweilt. Aber wir müssen vorsichtig sein, dass die Traurigkeit nicht Besitz von uns ergreift und zu einem permanenten Begleiter wird.

Jedes Leben hat seine traurigen und glücklichen Tage. Glück resultiert aus der Wahl dessen, was erinnert wird.

7 Tipps, um deine Sorgen fallen zu lassen

Über unsere Sorgen hinwegzukommen und sie fallen zu lassen ist möglich, wir müssen es nur wollen, damit wir die Art, wie wir Dinge betrachten, ändern können, und unser Lachen zurückgewinnen. Es ist kompliziert und wir müssen mutig handeln. Wir geben dir 7 Tipps, wie du deine Sorgen fallen lassen und sie überwinden kannst:

Weine, wenn du es brauchst

Manchmal schämen wir uns, zu weinen, aber wir müssen unsere Tränen fließen lassen, wenn wir spüren, dass sie herauswollen. Wenn wir weinen, lassen wir unsere Sorgen durch kleine salzige Erinnerungen fallen. Weine, wenn du es brauchst, manchmal können wir uns nicht aussuchen wo oder mit wem, Weinen ist oft unkontrollierbar und das ist nichts Schlechtes.

Man hat herausgefunden, dass beim Weinen Endorphine ausgeschüttet werden, sodass sich unser Körper entspannt und besser fühlt. Also lass deine Tränen kullern und lass den Druck heraus, indem du einfach immer weinst, wenn du dich danach fühlst… Hab keine Angst.

Traenen

Sei aktiv

Bewege dich. Gehe irgendeiner körperlichen Aktivität nach, die du magst und die dich besser fühlen lässt, die dir Energie gibt und den Wunsch danach weckt, weiterzumachen, die dein Selbstwertgefühl steigert und deinen Willen zu leben und zu genießen. Sport regt die Ausschüttung von Endorphinen und anderen Stoffen an, die deine Stimmung verbessern. Du kannst langsam mit einem Sport beginnen, den du magst, und jede Woche ein bisschen mehr tun, bis du es schaffst, jeden Tag eine Stunde Sport zu treiben.

Übe dein Lachen

Versuche, zu lachen, selbst wenn du dich schlecht fühlst. Das ist manchmal schwierig, weil wir nicht lachen wollen, aber wir müssen über unser Leid hinwegkommen, uns ein Lächeln ins Gesicht malen und unsere Stimmung verbessern. Lächle das Kind an, das dich anschaut, den Kellner, der dich jeden Tag bedient, deine Freunde, deinen Partner. Es ist ganz egal an wen, aber wenn du lachst, überträgst du deine Freude.

„Das Leben ist voller Einsamkeit, Elend, Leid, Traurigkeit und trotzdem ist es zu schnell zu Ende.“

Woody Allen

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Akzeptiere deine Gefühle

Das zu akzeptieren, was wir fühlen – zum Beispiel Wut, Schmerz, Frustration, oder Traurigkeit – kann uns dabei helfen, das Leben auf eine hoffnungsvollere Art zu sehen. Wir können negative Gefühle nicht verneinen, aber wir können damit aufhören, uns dafür zu entschuldigen, dass wir uns schlecht fühlen, und unsere Gefühle zu unterdrücken, damit wir unsere Emotionen und Gefühle akzeptieren können.

Lerne, zu meditieren

Meditation kann uns dabei helfen, über Sorgen hinwegzukommen, ohne über sie oder uns selbst zu urteilen. Es wurde gezeigt, dass Meditation die Art und Weise, wie das Gehirn auf Traurigkeit reagiert, verändert.

Mindfulness ist eine weit verbreitete Meditationstechnik. Dabei geht es darum, im gegenwärtigen Moment zu leben und das Hier und Jetzt zu genießen, und das, ohne zu urteilen. Schon 15 Minuten Meditation am Tag helfen dabei, unsere Stimmung zu verbessern.

Meditation-2

Verstehe die Phasen von Sorge

Nahezu aller Kummer besteht aus fünf Phasen: Verneinung, Wut, Verhandlung, Depression und Akzeptanz. Aber diese Phasen werden nicht von jedem in der gleichen Reihenfolge verarbeitet. In jedem Fall aber ist Sorge eine schrittweise Sache und lässt irgendwann in ihrer Intensität nach. Niemand kann dir sagen, wie du dich fühlen musst, nur du allein kannst identifizieren, wie du dich fühlst, und dann mit diesen Gefühlen umgehen.

Fühl dich nicht schuldig über die Art und Weise, wie du deinen Kummer erlebst. Manchmal sind die Phasen vermischt und es ist auch möglich, dass es eine Phase gibt, die du gar nicht durchlebst. Das ist für jeden Menschen anders und einzigartig.

Suche dir Hilfe bei Familie und Freunden

Wenn wir traurig sind, ist die Hilfe von Familie und Freunden unabdingbar, denn sie kennen und lieben uns, also werden sie uns unterstützen, unsere schlechte Laune zu überwinden. Es ist wichtig, sich von den Menschen, die uns ihre Liebe zeigen, und nur das Beste für uns wollen, unterstützt zu fühlen. Jemanden zu finden, der zuhört, wird dir dabei helfen, zu spüren, wie deine Sorgen nachlassen und sich leichter anfühlen.

„Hör niemals auf zu lachen, nicht einmal, wenn du traurig bist, denn du weißt niemals, wer sich in dein Lachen verlieben wird.“

Gabriel García Márquez