Kuriositäten über das Reisen

Wusstest du, dass es ein Reise-Gen gibt, das uns in ferne Länder drängt? In diesem Artikel findest du weitere interessante Fakten über das Reisen.
Kuriositäten über das Reisen
Sergio De Dios González

Geprüft und freigegeben von dem Psychologen Sergio De Dios González.

Geschrieben von Edith Sánchez

Letzte Aktualisierung: 17. Dezember 2022

Viele kuriose Reiseerlebnisse bleiben im Koffer oder Rucksack der reiselustigen Abenteurer. Wir sprechen von Anekdoten, die Mahlzeiten auflockern, gemeinsames Lächeln erzeugen und nach wiederholten Erzählungen auch langweilig sein können. Auf die eine oder andere Weise sind Reisen außergewöhnliche Lebenserfahrungen, die uns prägen.

Moderne Nomaden erinnern uns an unsere Vorfahren, auch wenn wir wenig mit ihnen gemeinsam haben. Die Reiselust und die Sehnsucht, ferne Orte kennenzulernen, wohnt vielen von uns inne. Manche haben das Reisen zu einem Lebensstil gemacht, andere nutzen den Urlaub, um neue Welten zu entdecken. Wir sehen uns anschließend einige Kuriositäten über das Reisen an.

“Der intelligente Mensch reist, um sein Leben in den sitzenden Tagen, die immer zahlreicher werden, zu bereichern.”

Enrique Larreta

Mann am Flughafen begibt sich auf Reisen

Das Reise-Gen

Es scheint, als hätten alle Menschen so etwas wie ein “Reise-Gen” – ein Überbleibsel aus unserer Nomaden-Vergangenheit. Das geht aus einer Studie hervor, die 2015 in der Zeitschrift Evolution and Human Behaviour veröffentlicht wurde. Die Forschung deutet darauf hin, dass die genetische Variante DRD4-7r eng mit der Wanderlust verbunden sein könnte.

Es könnte ein direkter Zusammenhang mit der Suche nach Neuem, Impulsivität und Abenteuerlust bestehen. Rund 20 Prozent der Bevölkerung soll dieses Gen besitzen. Diese Menschen lieben es, fremde Orte zu entdecken und Abenteuer in der Ferne zu erleben. Die Forscher weisen jedoch darauf hin, dass die Reiselust nicht auf ein einziges Gen zurückzuführen ist: Nicht nur genetische Faktoren, sondern auch persönliche und kulturelle Aspekte spielen dabei eine wichtige Rolle.

Reisen hat viele Vorteile

Reisen ist nicht nur eine Freizeitbeschäftigung, es hat zahlreiche Vorteile: Eine Studie von Wissenschaftlern der Universität Jyväskylän, Finnland, weist darauf hin, dass diese bereichernde Aktivität die Lebenserwartung verlängert. Das liegt daran, dass Reisen den körperlichen und geistigen Bewegungsmangel ausgleicht – jeder kann davon profitieren!

Eine Studie unter der Leitung von Thomas Gilovich, der an der Universität Cornell forscht, bestätigt, dass Reisen glücklich macht. Es ist eine rundum befriedigende Erfahrung: von der Planung und Vorfreude bis zur Reise selbst. Reisen ist Teil der unvergesslichen Erfahrungen, die eine positivere Einstellung zum Leben fördern und tief befriedigende Erinnerungen prägen.

Weitere Vorteile

Ein Tapetenwechsel lässt uns der Routine entkommen und stellt verschiedene Fähigkeiten auf die Probe:

  • Reisen verbessert unsere Problemlösungsfähigkeit. In einem fremden Kontext erleben wir Situationen, die Kreativität und das Denken “out of the box” erfordern. Wir müssen lernen, Schwierigkeiten zu lösen und uns anzupassen.
  • Eine Reise fördert auch soziale und kommunikative Kompetenzen. Du benötigst Einfühlungsvermögen und gute Kommunikationsfähigkeiten, um die Ideen und Gefühle anderer Menschen zu verstehen und dich selbst auszudrücken.
  • Wer reist, lernt viele sehr unterschiedliche Menschen kennen und kann Vorurteile abbauen. Durch das Reisen werden wir offener für andere Kulturen und Weltanschauungen.
  • Eine Reise fördert auch die Selbsterkenntnis. Du siehst dich in einem anderen Kontext und kannst Aspekte deiner Persönlichkeit entdecken, die in deiner Komfortzone im Verborgenen lagen.
Paar mit Landkarte genießt das Reisen

Große Reisende

Die berühmtesten klassischen Epen sind die “Ilias” und die “Odyssee”. Beide beschreiben zahlreiche Abenteuer, die die Helden auf ihren Reisen erleben. Auch Homer selbst, dem diese beiden Werke zugeschrieben werden, war ein unermüdlicher Reisender. Reisen war bei den Römern ein weitverbreiteter Brauch, sie entdeckten meistens mehrere Jahre lang fremde Orte.

Eine weitere Kuriosität über das Reisen liefert ein chinesischer Mönch namens Xuan Zang. Sein Ziel war, alle buddhistischen Texte auf dem Weg von China nach Indien zu sammeln. Er folgte der Seidenstraße und dokumentierte geografisch alle Orte, die er besuchte. Seine Reise dauerte 16 Jahre.

Auch Isabella Lucy Bird hat sich hier einen Platz verdient: Sie lebte in der viktorianischen Zeit und zögerte trotz aller Beschränkungen, die damals für Frauen galten, nicht, ihre Koffer zu packen und nach Asien zu reisen. Sie war die erste Frau, die Mitglied der Royal Geographic Society wurde und hinterließ wunderbare Bücher über ihre Reisen. Wie alle Reisenden war auch sie eine wandernde Seele auf der Suche nach Geheimnissen.

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  • Gilovich, T., Kumar, A., & Jampol, L. (2015). A wonderful life: Experiential consumption and the pursuit of happiness. Journal of Consumer Psychology, 25(1), 152-165.
  • Haines, G. (2017, 3 agosto). The ‘wanderlust gene’ – is it real and do you have it? The Telegraph. https://www.telegraph.co.uk/travel/travel-truths/the-wanderlust-gene-is-it-real-and-do-you-have-it/.
  • Katja Pynnönen, Timo Törmäkangas, Riitta-Liisa Heikkinen, Taina Rantanen, Tiina-Mari Lyyra, Does Social Activity Decrease Risk for Institutionalization and Mortality in Older People?, The Journals of Gerontology: Series B, Volume 67, Issue 6, November 2012, Pages 765–774, https://doi.org/10.1093/geronb/gbs076.

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