Ich habe vor nichts Angst

21. Dezember 2015 en Emotionen 0 Geteilt

Beginnen wir mit einer Geschichte über Angst und Veränderung…

Ein ängstliches Mädchen stand an einem Fenster und sah zu, wie sich das Leben in der Welt davor abspielte, ohne jemals selbst vor das Fenster zu treten. Aber das Leben wollte, dass sie lernte, und da sie lange Zeit nicht aus ihrem Versteck hervorkommen wollte, sorgte das Leben dafür, dass die Welt zu ihr kam und an ihre Tür klopfte.

Da sie ein gut erzogenes Mädchen war, öffnete sie selbstverständlich die Tür. Ängstlich streckte sie zu Beginn nur ihren Kopf hinaus, aber schließlich ließ sie alle Arten von Kreaturen in ihr Haus: Gespenster, Zauberer, als Hexen verkleidete Feen und als Feen verkleidete Hexen. Manchmal fesselten sie die Tricks der Zauberer so sehr, dass sie einsam und traurig zurückblieb, wenn der Zauberer verschwand.

Zuweilen überraschte sie eine Fee mit wunderschönen Worten, die sich wie Pfeile in ihr Herz bohrten. Manchmal hatte sie Angst vor einer seltsamen Frau, die eigentlich gar nicht so angsteinflößend war, sie aber immer erschreckte.

Vielleicht fühlte sie so, weil auch schon einmal falsche Feen an ihre Tür geklopft haben, oder wundervolle Zauberer, die versprachen alles, was sie anfassten, in Gold zu verwandeln, oder Gespenster, die so schnell wieder weg waren, wie sie auftauchten. Alles in ihrem Innern fing an, sich zu verändern.

Langsam fing das Mädchen an, die Feen von den Hexen zu unterscheiden, die falschen Zauberern von denen, die wirklich Zauberer waren, und trotzdem irrte sie sich manchmal noch. An einem guten Tag fühlte sie sich zutiefst glücklich.

Vor nichts hatte sie mehr Angst. Die Welt betrachtete sie nicht mehr vom Fenster aus, denn nun klopfte sie selbst an an die Türen anderer ängstlicher Mädchen, um ihnen all das mit auf den Weg zu geben, was sie von den vielen Gästen, die an ihre Türe geklopft hatten, gelernt hatte.

Seitdem bekräftigte sie sich regelmäßig selbst, indem sie andere Mädchen wissen ließ: „Ich habe keine Angst mehr vor nichts.“

Wie wird man seine Ängste los?

Falls du dich mit dieser Geschichte identifizieren kannst, falls du Angst davor hast, dich dem Leben zu stellen, anderen Menschen, dem Rest der Welt, schäme dich nicht dafür.

Alle haben wir Angst vor etwas, oft sogar vor Vielem; aber das Leben, die Erfahrung, unterweist uns nach und nach, macht uns stärker, und immer, wenn du versuchst, dich zu verstecken, wird das Leben an deine Tür klopfen.

Frau unter Baum

Zögere also nicht…

Erfahrungen zu machen

Erfahrungen sind das Einzige, was uns hilft, zu wachsen, von unseren Fehlern zu lernen; hab keine Angst davor, dich zu irren, oder davor, dass andere sich mit dir irren. Alle begehen wir nicht nur einmal, sondern immer wieder Fehler.

Die Reue über Bord zu werfen

Mit Sicherheit gab es schon einmal einen Moment, in dem du etwas bereut hast, weil die Zeit vergangen ist, die Umstände ungünstig waren oder deine Persönlichkeit etwas nicht zugelassen hat. Wirf Ballast ab, schleppe die Fehler nicht mit dir herum. Wenn du bereits aus ihnen gelernt hast, werden sie dich nur noch einschränken.

Reflektierender Mann

Zu reflektieren, ohne dich zu quälen

Wenn du denkst, dass dir etwas geschadet hat oder du jemandem geschadet hast, denk darüber nach, vergib dir oder vergib anderen und blicke nach vorn. Es ist nicht gut, Wut in uns aufzustauen, die uns jeden Tag aufs Neue beschäftigt.

Dich mit deinen Liebsten zu beraten und eine endgültige Entscheidung zu treffen

Oft fühlen wir uns verloren, aber es gibt Menschen, die uns lieben und es schaffen, uns mit wenigen Worten zu beruhigen. Hör ihnen zu, aber am Ende musst du selbst eine Entscheidung treffen.

Niemand kennt dich besser als du selbst. Oft hast du mehrere Möglichkeiten, aber kannst dich nur für eine entscheiden. Entscheide dich, nachdem du gut darüber nachgedacht hast, aber quäle dich nicht mit „Was wäre, wenn…“ – Fragen. Was passiert ist, ist passiert und damals glaubtest du, dass es die beste Option war.

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