Warum ist es so schwer, die Angst zu besiegen?

· 24. November 2015

Angst und Panikattacken sind heutzutage nicht selten und häufig wissen wir nicht, wie wir damit umgehen sollen und sie lindern können. Sie treten auf und bleiben, aber wie können wir sie wieder loswerden?

Angstanfälle wurden von vielen Psychologen studiert, die zu dem Schluss gekommen sind, dass es weder ein Einstiegsalter noch ein maximales Alter gibt, um solche Attacken zu erleiden. Das bedeutet, dass wir von unserer Geburt bis zum Tod dafür anfällig sind, Angst zu spüren.

Aber Achtung, manche Menschen sind anfälliger als andere, wenn es darum geht, unter Problemen zu leiden. Ebenso wie es bestimmte Stufen in unserem Leben gibt, in denen eher Öl ins Feuer gegossen wird. Auf jeden Fall handelt es sich um eine Reaktion des Körpers auf einen Reiz, meistens auf den Wunsch hin, dass sich etwas ändert, verbessert, funktioniert etc. Angst ist immer auf die Zukunft ausgerichtet.

Man könnte sagen, dass, einige Voraussetzungen erfüllt sein müssen, die immer mit der physischen wie psychologischen Verwundbarkeit verbunden sind, damit eine Angstkrise entsteht. Es ist nicht nötig, dass wir uns jetzt zu sehr in Fachtermini vertiefen.

Das Gute ist, dass wir wissen, dass die Angst auftritt, wenn wir eine Situation als bedrohend empfinden oder sie uns aus unserer Komfortzone herauszieht. Das Gleiche gilt, wenn wir sehr unsicher ob der Zukunft sind. Wir erwarten in Furcht die Ankunft von jemandem, erwarten, die Karriere zu beenden, dass unser Kind geboren wird, erwarten unseren Hochzeitstag…

Angst davor, Angst du haben

Wie kann man diesen Satz verstehen? Forschern zufolge haben 23% aller Menschen schon einmal eine Angstattacke erlitten, erleiden gerade eine oder werden sie noch erleben. Das soll nicht bedeueten, dass es sich um ein Durcheinander handelt, vorausgesetzt, dass es nicht zu einer generellen Verschlechterung des Individuums führt.

Angst ist eine potenzierte Furcht, weil sich der gleiche Prozess der Angst immer wieder wiederholen kann. Um auf die vorigen Beispiele zurückzukommen wären das die Befürchtungen, dass wir den Abschluss nicht schaffen, dass die erwartete Person niemals ankommt, Angst vor der Geburt des Kindes, Angst, dass es auf der Hochzeit regnen wird…

Angst2

Die nächste Stufe ist, dass die Angst zur somatischen Belastung wird: uns tut der Magen weh, wir leiden an Sodbrennen, wir fühlen uns seekrank, wir brauchen frische Luft, wir schwitzen, die Haut wird fettiger, wir können Leberprobleme bekommen, die Pupillen erweitern sich, das Herz klopft schneller. All diese Symptome treten in Momenten auf, in denen wir uns beunruhigt fühlen, weil wir Angst spüren. Ein weiterer Punkt, um zu verstehen, warum Psyche und Körper so eng verbunden sind.

„Ich werde verrückt.“ – „Ich brauche frische Luft.“ – „Ich kann nicht klar denken.“ – „Ich glaube, ich werde ohnmächtig.“ – Das sind nicht nur Sätze von jemandem, der eine Panikattacke durchmacht, sondern auch die eines beunruhigten und ängstlichen Menschen.

Sobald wir den Rahmen einmal festgelegt haben, ist es schwierig, ihn wieder zu verlassen. Warum ist es für uns so schwer, die Gefühle der Angst und der Beunruhigung wieder loszuwerden? Weil die Furcht ein wildes Tier ist, das versteckt auf uns wartet, um uns anzugreifen, und wenn das passiert, lässt es uns nicht mehr entkommen.

Aber was kannst du machen? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, aber das Wichtigste ist, in der Gegenwart zu leben, nicht allzu viel zu denken und das Jetzt zu genießen. Auf diese Weise wirst du verhindern, dich so beunruhigt zu fühlen.

Eine andere wirkungsvolle Technik ist, deine Gefühle und Gedanken kontrollieren zu lernen. In dem Moment, in dem die Angst und die Furcht anfangen, aufzutreten, musst du ihnen die Stirn bieten. Leg deine Waffen an, nimm dein Schutzschild und verteidige dich. Wie? Mit positiven Gedanken, indem du darauf achtest, was du in dem Moment machst und nicht zulässt, dass dein Herz schneller schlägt.

Es ist möglich, die Beunruhigung und mit ihr die Furcht zu besiegen. Wir müssen nur verstehen, warum wir uns so fühlen und dann analysieren, auf welche Weise wir das Monster besiegen können, das uns solchen Schrecken einjagt.