Geschichten über Hunde, die in die Geschichte eingegangen sind

· 26. Februar 2019

Es gibt viele Geschichten über Hunde, die uns inspirieren können. Sie erzählen uns auf bewegende Art und Weise, wie der beste Freund des Menschen seine Solidarität und Loyalität zum Ausdruck bringt. Es gibt eine Reihe von Hunden, die buchstäblich ihr Leben für den Menschen geben würden – und gegeben haben. Sie zögern nicht, in gefährlichen Situationen alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um ihr Herrchen oder auch andere Personen zu schützen.

Ebenso gibt es viele Geschichten von Hunden, die ihren Besitzern überallhin folgen, bis hin in den Tod. Oder von denjenigen, die verstehen, dass ein Kind ein verwundbares Wesen ist und deshalb Gefahren von ihm abwenden, um ihm zu helfen oder es zu retten.

Hunde geben uns jeden Tag Lektionen in Gutmütigkeit. Sie sind treue, liebevolle und fröhliche Gefährten. Im Tausch gegen ein bisschen Aufmerksamkeit und Liebe geben sie uns alles, was sie haben. Schon seit undenklichen Zeiten sind sie die unzertrennlichen Begleiter des Menschen und obwohl sie meist nicht die Beachtung bekommen, die sie verdienen würden, sind sie die unbestreitbaren Protagonisten vieler geschichtlich relevanter Ereignisse gewesen. Im Folgenden stellen wir einige Geschichten von Hunden vor, die einen großen Eindruck hinterlassen haben.

„Das Leben von Hunden ist zu kurz. In Wahrheit ist das der einzige Fehler, den sie haben.“

Agnes Sligh Turnbull

Salty – ein Blindenhund, der zum Helden wurde

Salty war ein Labrador Retriever, der während des 11. Septembers 2001 in New York eine sehr bewegende Situation erlebte. Sein Besitzer, der Kolumbianer Omar Eduardo Rivera, ist blind und Salty war sein Blindenhund. Rivera hat im Tower 1 des World Trade Centers gearbeitet. Er war gerade dabei, seiner Arbeit nachzugehen, als das erste Flugzeug auf das Gebäude traf.

Salty reagierte äußerst nervös, während Rivera aus allen Richtungen Schreie hören konnte. Dann bellte er laut vom Flur aus. Rivera hatte das Gefühl, als würde der Hund ihn rufen, um ihm zu helfen, aus dem Gebäude zu gelangen. Also näherte er sich dem Tier, das ihn Schritt für Schritt durch die 71 Stockwerke des Gebäudes leitete, um endlich die Straße zu erreichen. Als sie dort angekommen waren, brach das Gebäude zusammen. Salty führte sein Herrchen zur U-Bahn, und danach bis nach Hause.

Foto eines Labradors

Eine weitere ungewöhnliche Geschichte über einen Hund

In Punta Arenas in Chile ereignete sich eine weitere fantastische Geschichte über einen Hund, die die Vorstellungskraft eines jeden Drehbuchautors übertrifft. Der Name des Hundes ist leider unbekannt. Seine Besitzerin war ein achtjähriges Mädchen, das eine sehr starke Bindung zu dem Tier hatte. Eines Morgens ging seine Mutter los, um den Bruder des Mädchens in den Kindergarten zu bringen. Darum war das Mädchen fast eine Stunde lang allein im Haus.

Ein Mann, der dem Kind nachstellte, nutzte diese Situation aus, um an der Tür zu klingeln. Er betrat das Haus mit Gewalt und versuchte, das Mädchen, das sich kaum verteidigen konnte, sexuell zu missbrauchen. Der Hund warf sich wütend auf den Angreifer, der in kurzer Zeit überwältigt war und floh. Als die Mutter zurückkehrte, erzählte ihr ihre Tochter, was geschehen war. Auch die Polizei wurde gerufen und entdeckte Blutspuren des Pädophilen. So konnte seine Identität festgestellt und er gefangen genommen werden.

Bobby und die Stärke der Loyalität

Bobby war ein Skye Terrier, der zu einer wahren Legende wurde. Sein Herrchen war John Gray, ein Nachtwächter aus Edinburgh, Schottenland, der ihn aufgenommen hatte und zu seinem besten Freund wurde. Gray starb jedoch im Jahr 1858 an Tuberkulose. Er hatte die letzten Jahre seines Lebens an der Seite des Hundes verbracht, welcher nicht verstehen konnte, was geschehen war.

Es wird erzählt, dass John Gray auf dem Friedhof von Greyfriars begraben worden sei. Von diesem Moment an lebte Bobby an diesem Ort, um sein Herrchen auch noch über dessen Leben hinaus zu begleiten.

Dies ist eine dieser Geschichten über Hunde, die sich immer noch darauf freuen, ihre Besitzer wiederzusehen, selbst nachdem diese bereits verstorben sind. Dennoch weist der Fall von Bobby noch einige Besonderheiten auf.

Foto eines Skye Terriers

Die Anwohner bemerkten, dass der Hund aus irgendeinem Grund nicht von der Seite des Grabes seines Herrchens wichs. Sie versuchten, ihn wegzulocken, doch er beachtete sie nicht. So vergingen 9 Jahre, bis eine Verordnung erlassen wurde, nach der jeder nicht registrierte Hund eingeschläfert werden müsste. Sir William Chambers bezahlte also dafür, dass Bobby registriert wurde und ließ ihm eine Halskette anfertigen, auf der sein Name graviert war und die bis heute noch in einem Museum in Schottland aufbewahrt wird.

Bobby starb 14 Jahre nach seinem Besitzer. Ihm zu Ehren wurde sogar ein Grab errichtet und der Bildhauer Wiliam Brodie stellte eine berühmte Statue in seiner vollen Größe her, die nach wie vor in Edinburgh zu sehen ist. Seit dem Jahr 2000 ist das Grab von Bobby zu einer Art Zufluchtsort geworden, an dem Menschen Stöckchen für ihn zurücklassen, damit er sie auffangen kann. Auf seinem Grabstein heißt es: „Lass deine Loyalität und Hingabe ein Beispiel für uns alle sein“.

Bonilla, L. (1967). Historia y psicología del perro. Editoryal Tecnos.