Förderung des Unternehmertums im Kindes- und Jugendalter

Wenn Kinder lernen, Entscheidungen zu treffen, Probleme zu lösen und ihre Talente zu entdecken, werden sie im Erwachsenenalter im Berufs- und Privatleben erfolgreicher sein.
Förderung des Unternehmertums im Kindes- und Jugendalter

Geschrieben von Redaktionsteam

Letzte Aktualisierung: 14. Juni 2022

Die Entwicklung der Führungskultur ist ein unternehmerisches Bedürfnis, jedoch auch im persönlichen Bereich eine wesentliche Kompetenz. Die Förderung des Unternehmertums im Kindes- und Jugendalter ist auf jeden Fall vorteilhaft, denn es geht darum, die Entscheidungsfindung und Problemlösung zu erleichtern, Talente zu entdecken, Kreativität zu entwickeln und unternehmerische Kompetenzen zu erwerben.

Die Förderung des Unternehmertums stärkt gleichzeitig das Durchsetzungsvermögen, das Selbstvertrauen und positive Einstellungen sowie kreatives Denken. Wir gehen deshalb heute der Frage nach, wie diese Kompetenzen entwickelt werden können. 

Wie erreichen diese Altersgruppen Eigeninitiative und unternehmerisches Potenzial, wenn sie immer bevormundet werden und tun müssen, was ihnen gesagt wird? Wie wecken wir das Interesse von Kindern und Jugendlichen an ihrer persönlichen Entwicklung, wenn sie in ihrem Umfeld nur Negativität und Resignation erfahren? Warum ist eine unternehmerische Haltung im Leben so wichtig?

Förderung des Unternehmertums im Kindes- und Jugendalter

Unternehmerische Einstellung

Die unternehmerische Einstellung ermöglicht es uns, unser Leben selbst in die Hand zu nehmen und uns nicht von sozialen Einflüssen oder den momentanen Umständen mitreißen zu lassen.

Eine unternehmungslustige Person ist in der Lage zu entscheiden, was sie mit ihrem Leben anfangen will. Sie ist fähig, Alternativen zu suchen, die es ihr ermöglichen, über die von anderen oder von ihr selbst auferlegten Grenzen hinauszugehen, und sich an die Umstände anzupassen, indem sie die positiven Aspekte in schwierigen Lagen erkennt.

Dies ist am Arbeitsplatz sehr wichtig, sowohl für Menschen, die ihr eigenes Unternehmen gründen, als auch für diejenigen, die für andere arbeiten wollen. Auch im persönlichen Leben ist diese Kompetenz nicht weniger wichtig, wenn es darum geht, zu entscheiden, welche Richtung du in deinem Leben einschlagen willst.

Die unternehmerische Einstellung von Eltern und Lehrkräften

Förderung des Unternehmertums im Kindes- und Jugendalter

Lehrkräften und Eltern muss bewusst sein, dass Kinder und Jugendliche mehr von dem lernen, was sie sehen, als von dem, was sie hören. Wir können nicht hoffen, dass wir sie zu etwas inspirieren, das uns fremd ist.

Kinder lernen durch Nachahmung, sowohl im Guten als auch im Schlechten. Und das ist viel mehr wert als alles, was wir ihnen zu Hause und in der Schule verbal beibringen wollen.

Sowohl Eltern als auch Erziehungskräfte sollten mit gutem Beispiel vorangehen. Es geht darum, Ängste zu überwinden und selbst kritisch und konstruktiv zu entscheiden, welche Art von Leben du möchtest, indem du handelst und zeigst, dass Wille Macht ist. Du musst Ausdrücke wie “Ich wünschte, ich hätte etwas getan” oder “Schade, dass ich nicht mehr Zeit damit verbracht habe” vermeiden und anfangen, darüber nachzudenken, wie du das tun kannst, was du schon immer tun wolltest. Es gibt kein besseres Beispiel als dieses, um das Interesse junger Menschen daran zu wecken, ihre Talente zu entdecken und ihre Zukunft aktiv zu gestalten.

Die Förderung des Unternehmertums

Aktiver Dialog

Der Dialog mit unseren Kindern oder Schülern ist von grundlegender Bedeutung, um ihnen zu helfen, ihre Talente und Interessen zu entdecken, die über unsere eigenen hinausgehen, und um ihnen beizubringen, die Einstellungen der Menschen um sie herum zu beobachten und zu analysieren.

Entscheidungen treffen und aus Fehlern lernen

Wir sollten sie auch über Dinge entscheiden lassen, die ihnen wichtig sind, und ihnen zur Seite stehen, wenn sie mit den Konsequenzen und Auswirkungen dieser Entscheidungen konfrontiert werden. Unser ganzes Leben ist durchorganisiert, es gibt kaum noch Raum für freie Entscheidungen. Außerdem lähmt uns oft die Angst: Wir verlassen uns auf den Rat anderer, um selbst nicht die Verantwortung übernehmen zu müssen.

Es ist jedoch grundlegend, Fehler zu erkennen, um Alternativen zu finden und den Fokus auf unsere Ziele nicht zu verlieren.

Kreative Entwicklung und künstlerischer Ausdruck

Förderung des Unternehmertums durch Kreativität in der Kindheit

Die Förderung des künstlerischen Ausdrucks in der Kindheit ist grundlegend. Kinder sind sehr kreativ, verlieren jedoch in der Schule oft die Lust am Malen, am Tanz oder an der Musik, wenn sie sich nicht so ausdrücken dürfen, wie sie das gerne würden.

Zeit und Raum für freien Ausdruck ist für sie wichtig, um sich selbst besser kennenzulernen und sich zu entwickeln. Die Kunst ermöglicht es, abstrakte Lösungen für reale oder imaginäre Probleme zu finden und verschiedene Möglichkeiten ohne Risiko in Betracht zu ziehen.

Die Suche nach positiven Vorbildern

Neben dem persönlichen Vorbild sollten Eltern und Lehrkräfte auch andere positive Beispiele suchen, die ihre Kinder oder Schüler inspirieren können.

Die eigenen Grenzen akzeptieren und Möglichkeiten suchen

Eltern und Lehrkräfte sollten Kindern und Schülern helfen, ihre eigenen Grenzen zu finden und zu akzeptieren. Sie können dadurch auch zu einer wunderbaren Inspiration für andere werden.

Innovation zur Förderung des Unternehmertums

Von der Tischdekoration beim Mittagessen bis zum innovativen Ansatz einer Musikstunde ist jede Situation geeignet, um Dinge anders zu machen. Das weckt nicht nur Interesse und Motivation auf beiden Seiten, sondern inspiriert auch andere, den gleichen Effekt zu erzielen. Wir alle mögen es, wenn man uns sagt, wie gut wir etwas gemacht haben oder wie lustig und interessant der Unterricht war.

Vor allem gute Laune

Optimismus und positives Denken sind zwar schön und gut, aber es ist ein etwas abstraktes Konzept, das man jüngeren Kindern erklären muss. Die Dinge mit Humor zu nehmen ist eine großartige Art, dem Leben zu begegnen und der beste Weg, um Optimismus greifbar zu machen.

Ich kann es, du kannst es, er kann es… wir alle können es.

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