Fairness statt destruktive Selbstkritik

Betrachte Fehler als Lernprozess, anstatt dich ständig für deine Unzulänglichkeiten zu bestrafen.
Fairness statt destruktive Selbstkritik
Sergio De Dios González

Geprüft und freigegeben von dem Psychologen Sergio De Dios González.

Geschrieben von Edith Sánchez

Letzte Aktualisierung: 17. Dezember 2022

Destruktive Selbstkritik wirkt lähmend und hilft dir nicht weiter. Kontrolliere deinen inneren Kritiker und konzentriere dich nicht ausschließlich auf deine Fehler und Unzulänglichkeiten. Die Fähigkeit zur Selbstbeobachtung kann zu deinem Feind werden, wenn du deine eigenen Handlungen und Gedanken gnadenlos kritisierst. Warum machst du dir ständig Vorwürfe und siehst nur deine negativen Seiten? Und was tun, um dich dir selbst gegenüber in Fairness und Fürsorge zu üben?

“Sei nicht so hart zu dir selbst und bestrafe dich nicht. Du musst dich in Selbstmitgefühl üben und der Wissenschaft und den Studien glauben, die zeigen, dass es sich nicht negativ auf unsere Ergebnisse auswirkt, wenn wir uns gut behandeln, wenn wir einen Fehler machen.”

Celia Antonini

Frau blickt in den Spiegel und übt destruktive Selbstkritik aus
Die Fokussierung auf Fehler und Mängel kann sehr destruktiv sein.

Destruktive Selbstkritik: Warum?

Du bist dir wahrscheinlich nicht darüber bewusst, wie sehr du dich mit deiner destruktiven Selbstkritik quälst. Diese Selbstbestrafung ist zur Gewohnheit geworden, da du denkst, dass du dich so verbessern kannst. Du schadest dir jedoch nur, wenn du dich ständig auf deine Fehler und Unzulänglichkeiten konzentrierst. Es handelt sich um eine Art der Selbstverletzung, die dich einschränkt und deine Unsicherheit verstärkt.

Warum hältst du an dieser Gewohnheit fest?

  • Bildungsmuster. In deiner Kindheit wurdest du ständig kritisiert und du hast dies verinnerlicht.
  • Unbewusste Schuld. Du fühlst dich schuldig oder schämst dich, auch wenn dir das vielleicht nicht bewusst ist. Durch destruktive Selbstkritik bestrafst du dich, weil du sonst keinen Weg findest.

Anzeichen für destruktive Selbstkritik

Du kannst destruktive Selbstkritik an folgenden Anzeichen erkennen:

  • Du fühlst dich ständig schuldig: Du glaubst, dass du etwas besser machen oder vermeiden hättest können.
  • Ständig verwendest du Verallgemeinerungen wie “Ich kann nichts richtig machen” oder “Ich verliere immer die Kontrolle über die Situation”.
  • Du strebst nach Perfektion, die du nie erreichst. Deshalb glaubst du, alles falsch zu machen.
  • Außerdem bist du nicht fähig, dich selbst zu beglückwünschen. Ganz im Gegenteil: Du bestrafst deine Fehler und führst Projekte nicht zu Ende.
  • Es gibt für dich nur Schwarz oder Weiß: Wenn nicht alles perfekt ist, bist du enttäuscht.
  • Du vergleichst dich ständig mit anderen, um zu verlieren.
  • Gleichzeitig hast du Angst vor Risiken.
  • Du verzeihst dir selbst nicht, da du glaubst, streng und unnachsichtig sein zu müssen.
Frau denkt über destruktive Selbstkritik nach
Übermäßige Selbstkritik entsteht durch Vorurteile und ein geringes Selbstwertgefühl: Du musst nicht alles perfekt machen, 

Der Ausweg: Selbstmitgefühl

Selbstmitgefühl wird oft falsch interpretiert. Es geht nicht darum, dich zum Opfer zu machen oder zu bemitleiden. Doch du musst deine Gefühle verstehen und fair zu dir selbst sein. Wir alle machen Fehler, sie helfen uns zu lernen und unsere Ziele zu erreichen. Du musst lernen, gelassener und mitfühlender zu sein. Verzeihe dir und betrachte deine Fehler mit Humor. Beim nächsten Mal wirst du es besser machen.

Mit Selbstmitgefühl und Fairness dir selbst gegenüber kannst du positive Veränderungen erzielen, die dir auf deinem Weg helfen. Weise deinen inneren Kritiker in seine Grenzen und stärke dein Selbstbewusstsein!

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  • Arrebola-Domínguez, M. (2018). La autocompasión.
  • I Massó, A. G. (2009). El cerebro como máquina para aprender, recordar y olvidar. Arbor, 185(736), 451-469.
  • López Cavada, C. (2020). Tratamiento de la Autocrítica a través de la Terapia Focalizada en la Emoción.

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