Facebook zu vermeiden kann dich glücklicher machen

· 31. März 2017

Soziale Netzwerke wie Facebook können viele Vorteile bieten und eine Quelle von Wachstum sein, wenn ihre Nutzung auf gesunden Beziehungen, Wertschätzung und Respekt basiert. Sie werden aber dann zu einem Problem, wenn die Gewohnheiten, die du entwickelt hast, einen negativen Einfluss auf dein Alltagsleben haben: Gewohnheiten wie immer an deinem Handy zu hängen, konstante Updates zu brauchen und ständig die Posts und Lieblingsseiten deiner Freunde anschauen sind nicht anzustreben.

Ein Sklave der sozialen Netzwerken kann die simplen Dinge nicht mehr genießen und auch nicht die kleinen Freuden von täglichen Wundern schätzen, nämlich das Einatmen der frischen Luft, mit einem erfrischenden Mineralwasser deinen Durst zu stillen oder an einer Rose zu riechen.

Die Wissenschaft bestätigt, dass Facebook zu vermeiden positive Effekte haben kann

Die Invasion der sozialen Netzwerken in unsere Leben nimmt ihnen ihren Zweck. Wir schauen zu, wie unsere Freunde ihre Leben und Emotionen über einen Bildschirm updaten, während sie das gleiche mit uns tun. Aus diesem Grund entgehen uns aber das wahre Leben und die Emotionen, die damit verbunden sind.

Die meisten von uns können verstehen, dass wir eine Menge verlieren, wenn wir über Bildschirme, Apps, Browser und Tastaturen leben. Früher war die meist verbreitetste Angewohnheit vor dem Schlafengehen, ein Buch zu lesen, aber heute ist es, sich in sozialen Netzwerken zu tummeln. Außerdem ist es mittlerweile schwierig geworden, einen Film vom Sofa aus zu genießen, ohne ständig auf das Handy oder Tablet zu schauen. Das hat selbstverständlich Auswirkungen auf unser Wohlbefinden.

Das wurde nun vom Happiness Research Institute (Dänemark) gezeigt, das eine Studie veröffentlicht hat, nachdem die Nutzung von Facebook nicht immer einen positiven Einfluss auf unsere Stimmung hat. Die Studie war dank der Mitarbeit von 1000 Menschen möglich, von denen 500 für eine Woche lang kein Facebook nutzten, während die anderen 500 es weiterhin regelmäßig verwendeten.

Nach einer Woche gaben 88% der Teilnehmer, die damit aufgehört hatten, in Facebook zu surfen, an, dass sie sich gut fühlten, während das nur 81% derjenigen meinten, die Facebook weiterhin benutzten. Diese Tatsache selbst ist nicht beeindruckend, aber wenn du dir die Prozentzahl von Menschen, die mit ihrem Leben zufrieden sind, anschaust, dann gibt es doch wesentliche Unterschiede. Signifikant mehr Teilnehmer, die Facebook für eine Woche lang nicht benutzten, fühlten sich gut mit ihren Leben. Der Grund für diesen Unterschied liegt laut der Forscher im Neid und der Frustration, die aus der Differenz zwischen der Realität und der editierten Version des Lebens, die wir auf unserem Newsfeed sehen, herrührt.

Wenn wir uns vom bekanntesten sozialen Netzwerk abmelden, dann fühlen wir uns enthusiastischer, weniger besorgt, zielstrebiger und weniger allein, denn wir verbringen mehr Zeit mit unseren Lieben und weniger damit, auf den Bildschirm zu starren.

Wenn es privat ist, dann stelle es nicht auf Facebook

Ein anderes Problem, das auftritt, wenn wir uns mit anderen über soziale Netzwerke verbinden, ist, dass wir sowohl unsere eigene Privatsphäre als auch die von anderen verletzen. Weil wir mit niemand Bestimmtem reden, depersonalisieren wir die Empfänger der Nachricht oder sehen sie zumindest als weniger vertrauenswürdig an. Das bringt uns oft dazu, dass wir Facebook als eine Plattform benutzen, um Dinge zu beichten, die wirklich privat sind und nicht öffentlich gemacht werden sollten. Als Konsequenz daraus fördern wir Geschwätz und Fehlinterpretationen.

Die Schlussfolgerung, die wir aus der genannten Studie und der Realität, die wir jeden Tag leben, ziehen können, ist, dass neue Technologien und soziale Netzwerke in Moderation und mit gesundem Menschenverstand benutzt werden sollten. Mit anderen Worten: Wir sollten sie davon abhalten, unsere Leben zu invadieren und mehr Zeit mit den Menschen und Dingen verbringen, die wir leibhaftig genießen können.

Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von John Holcroft