Es sollte Pflicht sein, jedem Kind diese Geschichte zu erzählen

· 16. Juni 2018

Das Kind, das es schaffen konnte  ist eine Geschichte, die wir jedem Kind auf dieser Welt erzählen sollten. Der Grund dafür ist, dass sie eine wichtige Botschaft vermittelt: Es ist wichtig, zu kämpfen, um eigene Wünsche und Ziele zu verwirklichen, und dabei sollten wir nicht auf Stimmen achten, die versuchen, uns die Hoffnung zu nehmen.

Diese Adaption einer beliebten Erzählung des spanischen Schriftstellers Eloy Moreno sollte jedem Kind dieser Welt zugetragen werden. Denn Das Kind, das es schaffen konnte  ist eine Geschichte, die davon erzählt, dass wir etwas schaffen können, wenn wir dafür kämpfen. Sie spiegelt die Realität des Lebens, wie unsere Träume entstehen und genährt werden, wider.

Diese Geschichte distanziert sich von der überaus positiven Botschaft, dass wir alles erreichen können, wenn wir es nur wollten. Denn „wollen“ bedeutet nicht immer auch „können“, und das sollte uns von klein auf klar sein, damit wir nicht an etwas Unmöglichem festhalten. Die Fähigkeit, auf realistische Weise unsere Möglichkeiten zu analysieren, entscheidet darüber, ob wir unser Selbstwertgefühl auf eine gesunde Art und Weise aufbauen. Deshalb ist es notwendig, dass wir das Können dem Wollen vorziehen und uns nur von dem wunderbaren und magischen Impuls des Wunsches, uns zu übertreffen, leiten lassen.

Wir wollen keine Kinder, die perfekt sein müssen, denn wir wollen Hochmut nicht unterstützen. Wir wollen Kinder, die sich lieben und auf sich selbst und ihr Potenzial vertrauen. Wir wollen dass sie wissen, dass sie sich selbst treu bleiben sollen, um sie selbst zu sein.

Die inneren Kinder zweier Menschen berühren sich

Das Kind, das es schaffen konnte

Zwei Kinder sind den ganzen Morgen auf einem zugefrorenen See Schlittschuh gelaufen, als plötzlich das Eis bricht und einer von beiden ins Wasser fällt. Ein Wasserstrom treibt das Kind ein paar Meter unter dem gefrorenen Eis weiter, sodass nur die Möglichkeit blieb, die Eisschicht, die es bedeckt, zu durchbrechen, damit es zurück an die Oberfläche kommen kann.

Sein Freund beginnt, um Hilfe zu schreien, aber als er sieht, dass niemand kommt, sucht er schnell nach einem Stein und beginnt, mit aller Kraft auf das Eis einzuschlagen. Er schlägt und schlägt und schlägt, bis sich das Eis einen Spalt breit öffnete, durch den er seinen Arm streckt, um seinen Freund zu packen und ihn zu retten. Ein paar Minuten später kommt die Feuerwehr, die von den Nachbarn gerufen worden war, die die Hilferufe gehört hatten. Als die Kinder ihnen erzählen, was passiert war, kommen sie nicht umhin, sich zu fragen, wie dieser kleine Junge eine so dicke Eisschicht durchschlagen konnte.

„Es ist unmöglich, dass es ihm mit bloßen Händen gelungen ist. Es ist unmöglich! Er ist nicht stark genug, wie hätte er das schaffen sollen?“,  kommentieren sie den Vorfall untereinander. Ein älterer Mann, der in der Nähe war und die Unterhaltung mithörte, näherte sich den Feuerwehrmännern. „Ich weiß, wie er es gemacht hat“,  sagte er. „Wie?“,  antworteten sie überrascht. Es war niemand in seiner Nähe, der ihm sagte, er könne es nicht schaffen.“

Kinder fliegen in einem aus Luftballons gebastelten Heißluftballons

Kinder, ihre Träume und welche Rolle wir dabei spielen, ihr Selbstwertgefühl aufzubauen

Wir entwickeln uns selbst auf der Grundlage zweier tragender Säulen und lassen unserer Fähigkeit, uns zu überwinden, freien Lauf. Das bedeutet, dass das, was uns andere sagen, wenn wir klein sind, uns nicht nur ausbremst oder antreibt, sondern auch unsere Identität und unser Selbstbild prägt.

Als Erwachsene spielen wir eine wichtige und entscheidende Rolle, wenn es darum geht, das Selbstwertgefühl von Kindern aufzubauen. Kinder sind wie Schwämme, die alles aufsaugen, was sie beobachten, und die Botschaften verinnerlichen, die wir ihnen vermitteln. Alle Kinder sind aus einem zerbrechlichen, unschuldigen, träumerischen und wundervollen Material gemacht. Sie sind Freigeister, die aus ihren Spielen Träume werden lassen, weil sie dadurch erschaffen, wonach sie streben.

Wenn wir unsere Kinder betrachten, müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass wir ihre Lehrer sind, dass wir verantwortlich für ihre Träume, ihren Lebenswillen, ihr Selbstwertgefühl und letztendlich dafür sind, dass diese aufgebaut werden.

Wie wir wissen, sind Geschichten einer der Kommunikationswege, über die Kinder am meisten lernen. Durch Geschichten helfen wir ihnen, sich selbst zu verstehen, ihren Platz in der Welt zu finden, Werte zu verinnerlichen und neue Erfahrungen zu machen. Die Erzählung Das Kind, das es schaffen konnte  vermittelt eine Botschaft, die von der Wichtigkeit spricht, eine Fähigkeit zu entwickeln, die wir beherrschen müssen, um uns im Leben selbst zu stärken: die Resilienz.

Unter Resilienz verstehen wir die Stärke, die Widerstandskraft angesichts schwieriger Situationen und das Beherrschen des inneren Dialogs. Es ist wichtig, dass wir innehalten, um uns darauf zu besinnen, wie wichtig es sein kann, eine Geschichte wie diese einem Kind zu erzählen, um die Weichen für eine solide Grundlage für seine persönliche Burg zu stellen.

Botschaften, wie die in dieser Geschichte übermittelten, helfen Kindern dabei, ihre Flügel auf eine besondere und durchdachte Art und Weise schlagen zu lassen und unterstützen sie beim Experimentieren mit ihren Fähigkeiten und Interessen. Aber vor allem werden sie ihnen aufzeigen, wie sie auf angemessene Weise einzigartige Strategien entwickeln können, um mit sich selbst umzugehen. Und genau das lernen wir am besten in der Kindheit.