Eingebildete Menschen: Merkmale und Verhaltensweisen

28. August 2018 en Psychologie 0 Geteilt
Eingebildete Menschen - Mann betrachtet eingebildet seine Hand.

Kennst du Menschen, die denken, sie hätten immer recht? Findest du, dass sie andere mit Verachtung oder Überlegenheit begegnen? Ist die Antwort ja, dann hast du es mit eingebildeten Menschen zu tun. Eingebildete Menschen vergöttern sich selbst so sehr, wie sie andere verachten.

Eitelkeit ist definiert als exzessiver Stolz und Überschätzung der eigenen Leistungen und Fähigkeiten. Gleichzeitig nehmen eingebildete Menschen an, dass andere Hochachtung für sie empfänden, weil sie schlicht überlegen wären.

Drei Persönlichkeitsmerkmale eingebildeter Menschen

Arroganz

„Wirf keinen Sand in den Brunnen, der dir Wasser spendet.“

Dieses Zitat von William Shakespeare fasst eines der psychologischen Merkmale zusammen, die allen eitlen Menschen gemein ist: Arroganz. Eingebildete Menschen können sich nicht unauffällig verhalten, weil ihre Arroganz sie verrät. Manchmal mag ihre Selbstherrlichkeit unter dem Radar funktionieren. Sobald sie sich aber in einer etwas schwierigeren Situation befinden, kommt ihre unkontrollierbare Arroganz zum Vorschein.

Notiz: Der Unterschied zwischen Arroganz und Stolz ist, dass letzterer nicht damit assoziiert wird, auf andere Menschen herabzuschauen. 

„Wir müssen Eitelkeit denen überlassen, die sonst nichts vorzuweisen haben.“

Honoré de Balzac

Mann richtet sein Jackett

Narzissmus

Eingebildete Menschen lieben sich selbst sehr und leben in einer Fantasiewelt, in der sie der Erfolgreichste, Mächtigste und Schönste sind. Das macht sie protzig und selbstherrlich.

In Wirklichkeit versteckt das größenwahnsinnige Getue ihre Unsicherheit und eine Menge Misstrauen. Ihnen ist immer bewusst, was andere von ihnen und ihrem Erscheinungsbild denken könnten. Dennoch wollen sie wirken, als interessierte sie keine Meinung außer die eigene.

„Gut genährte Eitelkeit ist wohlwollend, eine hungrige Eitelkeit ist tyrannisch.“

Mason Cooley

Größenwahn

Auch wenn er eng verwandt ist mit Narzissmus, hat Größenwahn doch eine etwas pathologischere Note. Er wird als mentale Störung betrachtet, weil er ein starres Verhaltensmuster, basierend auf Fantasien, dem Irrglauben der Großartigkeit und der konstanten Suche nach Selbsterfüllung manifestiert.

Eingebildete Menschen mit Tendenz zum Größenwahn denken, dass sie sozial bedeutend wären. Sie erachten sich selbst als fähig, Großes zu tun und Besitzer großen Reichtums zu werden. Allerdings sind diese Überzeugungen sowohl irrational als auch maßlos überschätzt.

Wie verhalten sich eingebildete Menschen?

Eitelkeit führt dazu, dass sich eingebildete Menschen arrogant verhalten und das Bedürfnis verspüren, von anderen bewundert zu werden. Im nennen wir dir ein paar typische Verhaltensweisen:

Sie glauben, sie hätten immer recht

Der Mangel an Anstand und Bescheidenheit lässt diese Individuen glauben, sie wären immer im Recht, einfach, weil sie sie sind. Daher nutzen sie oft Positionen falscher Macht oder Autorität, um die eigene Perspektive zu verteidigen und sie anderen aufzuzwingen.

Sie verstecken, dass sie sich ihres öffentlichen Erscheinungsbildes sehr bewusst sind

Sie empfinden das ständige Bedürfnis, zu wissen, was andere über sie denken. Trotzdem versuchen sie, das zu verschleiern und anders zu erscheinen. Die Bedeutung, die diese Individuen sozialen Medien zumessen, ist bemerkenswert. Und darin erkennen wir ihren Größenwahn.

Frauen machen Selfies.

Sie wollen immer auffallen und im Mittelpunkt stehen

Eingebildete Menschen wollen immer aus der Menge herausstechen, weil sie sich selbst als großmütig betrachten. Sie machen alles auf dramatische Weise. Tatsächlich wirkt es manchmal, als wären sie in einem Film. Sie tendieren dazu, alles in ihrem Leben effektvoll erscheinen zu lassen und auszuschmücken.

„Die Eitelkeit ist die Furcht, nicht original zu erscheinen, also ein Mangel an Stolz, aber nicht notwendigerweise ein Mangel an Originalität.“

Friedrich Nietzsche

Sie ärgern sich über kleine Dinge

Ihre Arroganz bewegt eingebildete Menschen dazu, sich schnell über die kleinsten Dinge aufzuregen. Denken sie beispielsweise, du schenkst ihnen nicht genug Aufmerksamkeit, suchen sie unbewusst nach einer Ausrede, um dich zu konfrontieren.

„Die Eitelkeit ist die unwillkürliche Neigung, sich als Individuum zu geben, während man keines ist.“

Friedrich Nietzsche

Sie betrachten andere als Gegenstände

Narzisstische Menschen behandeln andere um sich herum wie Gegenstände oder simple Mittel zum Zweck. Diese Vergegenständlichung anderer nährt die eigene Anmaßung und das Konzept von sich selbst, überlegene Wesen zu sein. Ihr größenwahnsinniges Getue treibt sie dazu, andere zu manipulieren, um selbst mehr Macht zu erlangen.

Marionettenkreuz im Kopf einer Person

Denke daran, dass Selbstliebe nicht dasselbe wie Narzissmus oder Einbildung ist. Sie ist ein Zeichen, dass das Selbstwertgefühl und die Selbstwahrnehmung in gesundem Gleichgewicht sind. Zu glauben, dass du die moralische Autorität hättest, dich über andere zu stellen, ist nicht nur ein Beweis für Arroganz, sondern auch für einen Mangel an Reife.

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